Der Coronavirus könnte sich nicht nur auf die Politik, sondern auch auf den PC-Markt auswirken. So könnte der Virus den Absatz des Marktes negativ beeinflussen. Doch gibt es auch Unternehmen, die davon profitieren könnten. 

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Vor einigen Wochen sah die Zukunft für den PC- und allgemeinen Elektronikmarkt eigentlich ziemlich rosig aus. Durch das neue Handelsabkommen zwischen China und den USA stiegen die Hoffnungen auf eine verbesserte Situation im internationalen Handel. Eine Situation, von der auch der PC-Markt profitieren sollte. Wie Digitimes aber nun berichtet, wird der Coronavirus den Hoffnungen ein Strich durch die Rechnung machen. Demnach könnte sich der Ausbruch auf die Produktion sowie die allgemeine Nachfrage bei PC-Teilen auswirken. Dies sei zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der Fall, doch für das erste Quartal wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Gerade die Logistik bereitet vielen Händlern und Brancheninsidern Kopfzerbrechen. Denn diese wurde zu einem nicht zu verachtenden Teil in China ausgesetzt. Bestellungen werden demnach zwar noch fleißig angenommen, ausgeliefert wird aber nichts.

Vor allem das Unternehmen AMD könnte unter diesen Bedingungen leiden. 2020 sollte ein noch größeres Jahr werden, als 2019. Die neuen Prozessoren sollten Anfang des Jahres herausgebracht werden, Zen 3 sollte gegen Ende 2020 den Markt erobern und auch eine neue Grafikkartengeneration steht in den Startlöchern. Ob sich der Coronavirus aber wirklich so stark auf AMDs Pläne auswirken wird, bleibt erst einmal abzuwarten. Auch Hersteller wie Gigabyte könnten von dem Virus betroffen sein. So will das Unternehmen allein im letzten Jahr in China um die 10 Millionen Mainboards verkauft haben. Damit konnte man sich zwar einen ordentlichen Puffer aufbauen, auf lange Sicht muss aber etwas unternommen werden, um mögliche Verluste zu kompensieren.

Ein wenig profitieren kann aber Intel. Das Unternehmen hat schon seit einiger Zeit mit einer schwächelnden Entwicklung und Lieferengpässen zu kämpfen, was zu einem gehörigen Verlust an Marktanteilen führte. Durch den Coronavirus und den Logistikproblemen wird Konkurrent AMD gehörig ausgebremst. In einigen Bereichen wird sogar von einer Stagnation gesprochen. Intel ist weitaus weniger davon betroffen und könnte so seine Position noch einmal stärken.

 

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