Es ist wohl der deutlichste Erfolg für Anti-Cheat-Maßnahmen, wenn Cheater ganz offen nicht sonderlich erfreut sind und in Foren ihrem Unmut Luft machen. So wie nun im Fall von „Call of Duty: Warzone“, wo Cheater nur noch wenig zu lachen haben.

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Activision Blizzard ist das schwerwiegende Cheat-Problem auf dem PC durchaus bewusst. Die Verantwortlichen haben sich dafür entscheiden, die Sache entschieden anzugehen, statt einfach den Kopf in den Sand zu stecken. Neben den üblichen Bans kam man auch auf ganz andere, wesentlich kreativere Ideen. So wurden gemeldete Cheater einfach in eine gemeinsame Lobby mit anderen bekannten Cheatern gesteckt, damit Cheat gegen Cheat antreten konnte. Doch auch so eine kreative Maßnahme, kann dem Cheat-Problem niemals Herr werden, da die Ursache ganz woanders liegt: dem Free-2-Play-Modell. Selbst wenn Cheater erwischt werden, selbst wenn sie gebannt werden, erstellen sie einfach einen neuen Account und fangen wieder von vorne an. Damit scheint aber nun Schluss zu sein.

Activision führte vor einiger Zeit für neue Accounts eine 2-Wege-Authentifikation per SMS ein. Zwar können theoretisch weiterhin unzählige Profile von einer Person angelegt werden, durch die Bindung an die Telefonnummer, ist das wesentlich umständlicher und auch teurer. Es ist offenbar sogar so unpraktisch, dass sich nun mehrere Cheater auf Reddit über die Maßnahmen beschweren. So warnen Cheater nun andere Cheater vor dem Kauf der Cheats, da diese quasi unbrauchbar geworden sind. Allgemein beschwert man sich, dass das investierte Geld weg sei, die unnützen Cheats dennoch angeboten werden. 

Ob die Maßnahmen auf lange Sicht helfen werden, um „Warzone“ cheatfrei zu machen, bleibt erst einmal abzuwarten. Die ersten Erfolge konnten aber schon gefeiert werden. 

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