Ask the Gamer

Die EU hat letzte Woche eine Strafe von 7,8 Millionen Euro an Valve und fünf Publisher verhängt. Der Grund: Sie haben verhindert, dass EU-Bürger Produkte aus dem Ausland kaufen.

MF
Geoblocking beschreibt eine Methode, bei der die Nutzung digitaler Produkte an den Standort der Hardware des Nutzers gebunden ist. Ein Spiel, das zum Beispiel in Spanien „geogeblockt“ ist, kann nicht in anderen Ländern aktiviert und gespielt werden. Dieses Vorgehen ist schon seit Langem in der EU verboten, aber dennoch relativ weit verbreitet. Der Hintergrund ist, dass die Preise für Produkte innerhalb der EU stark schwanken. So kostet ein Spiel in Deutschland deutlich mehr als ein Spiel in Polen. EU-Bürger nutzten diese Diskrepanz oft aus, um bei Spielen zu sparen.

Bei den angeklagten Unternehmen handelt es sich um Valve, Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und Zenimax. Bei solch großen Namen der Branche kann die Summe von 7,8 Millionen Euro eher als Symbol gedeutet werden. Gefährlicher könnte eine potenzielle Sammelklage werden. Denn theoretisch könnten Konsumenten versuchen, Schadensersatz einzufordern. Und das könnte nochmal deutlich teurer werden.

Gerüchten zufolge will Valve nun die Preise überall angleichen. Die Länder, in denen die Spiele früher günstiger waren, sind dabei klare Verlierer. Wir verstehen bei dem Konflikt beide Seiten, weshalb uns ein Fazit schwerfällt. Sagt uns gern Eure Meinung auf Facebook.

 

Share