Ask the Gamer

Erst vor einigen Tagen wurde über die ersten Ergebnisse der Funklöcher-App bekannt, wie schlimm es wirklich um das mobile Netz in Deutschland steht. Das stellt die großen Anbieter natürlich etwas unter Druck, weswegen sie jetzt dagegen vorgehen möchten. 

Mindfactory
Es kommt nicht häufig vor, dass aus Konkurrenten Verbündete werden. Doch wie heißt es so schön? Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Die gemeinsamen, größeren Feinde sind in diesem Fall die zahlreichen Funklöcher und schwachen Netze in Deutschland. Von einer flächendeckenden guten Netzabdeckung ist Deutschland laut den ersten Auswertungen der Funkloch-App noch weit entfernt. Deswegen schlossen sich nun die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica zusammen und treten unter dem Banner „Gemeinsamer Kampf gegen Funklöcher“ gegen das Problem an. Vorrangiges Ziel dabei ist es natürlich, die mobile Breitbandnutzung für den Endnutzer deutlich zu verbessern.

Die Planung sieht dabei vor, sich hauptsächlich auf ländliche Gebiete und Verkehrswege zu konzentrieren, da dort das Netz bekanntermaßen besonders schwach bzw. gar nicht erst vorhanden ist. So ist geplant,  in diesen Bereichen bis zu 6.000 neue Mobilfunkstationen einzurichten, die das mobile Erlebnis verbessern sollen. Eine erste Absichtserklärung wurde ebenfalls schon von den drei Großen unterzeichnet. Aus den drei könnten sogar vier werden. Denn auch 1&1 Drillisch wurde zu der Kampagne eingeladen, hat sich bisher aber noch nicht dazu geäußert.

Ein großen Vorteil hat die Kooperation auf jeden Fall schon einmal: es geht schneller voran. Anstatt, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht und parallel arbeitet, werden nun die Kräfte gebündelt, um so Geld und Zeit beim Ausbau zu sparen. Allerdings rechnen Experten damit, dass dieser Ausbau noch eine Weile auf sich warten lässt. Zumal erst im Frühjahr 2020 konkrete Details zu den Plänen offen gelegt werden sollen. Dennoch mangelt es schon zum jetzigen Zeitpunkt nicht an Eigenlob und so bezeichnete die Telekom das Vorhaben bereits als „Meilenstein für den Netzausbau“.

Share