Rockstar Games gehört wohl zu einem der größten und einflussreichsten Spieleentwickler, die es derzeit gibt. Das liegt aber keineswegs an der Quantität der Spiele, sondern an großen Marken wie „GTA“ oder „Red Dead“. Und genau das will Publisher Take-Two nun ändern. 

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Es war eine äußerst ertragreiche Dekade für den Spieleentwickler Rockstar Games. Allein „GTA 5“ konnte über seinen Online-Modus so viel Geld umsetzen, wie zehn größere Titel des Entwicklers zusammen. So munkelte Gamesindustry.biz bereits 2018, dass der Titel um die sechs Milliarden Dollar in die Kassen spülte. Bei solchen Zahlen und dem derzeitigem Erfolg von „Red Dead Redemption 2“ könnten eigentlich alle Beteiligten mehr als zufrieden sein – „könnten“. Denn einer ist es offenbar nicht und dieser Jemand ist Publisher Take-Two-Interactive. Wie Rockstar Insider SWEGTA nun berichtet, scheint der Publisher äußerst unzufrieden zu sein, was die Produktivität von Rockstar Games angeht und setzt den Entwickler wohl ordentlich unter Druck.

So ist Take-Two der Releasezeitraum von Rockstar-Titeln zu zögerlich. Sieht man „GTA 5“ etwa als Release für XBOX 360 und PS3 an, dann hat der Entwickler nur einen Titel der derzeit noch laufende Generation veröffentlicht („Red Dead Redmption 2“). Daran soll sich laut Take-Two nun etwas ändern und der Druck auf den Entwickler erhöht werden, die Release-Frequenz zu erhöhten. SWEGTA kommentierte dabei, dass größere Marken wie „GTA“ darunter leiden könnten, es aber auch eine Chance für kleinere Titel, wie „Bully“, „Midnight Club“ oder „Manhunt“ sein könnte, wenn diese mehr Aufmerksamkeit erhalten sollten.

Auch wenn man Insider-Berichten immer mit einer gewissen Vorsicht entgegentreten muss, so klingt die Meldung nicht völlig aus der Luft gegriffen. Erst letztes Jahr verkündete Take-Two CEO Strauss Zelnick, dass er gern mehr kleinere Spieltitel, in kürzeren Abständen veröffentlichen will.

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