Gibt es einen erfolgreichen Trend, ziehen viele Unternehmen nach und wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Im Bereich Entertainment ist einer dieser großen Trends die Monatsabonnements. Doch mit Take Two Interactive stellt sich nun erstmals ein Global Player gegen diesen Trend. 

„Game Pass“, „Stadia“, „Playstation Now“, „Uplay+“, die Liste der existierenden und bereits angekündigten Gamingabos wird immer länger. Jeder möchte das erste wirklich große „Netflix für Videospiele“ werden. Und genau bei diesem Punkt sieht der CEO von Take Two Interactive, Strauss Zelnick, gravierende Probleme. In einem Interview mit VentureBeat behauptete Zelnick, dass viele Publisher und Entwickler die Sache überstürzen und einfach nur versuchen, die Konkurrenz zu kopieren. Durch das daraus folgende viel zu breite Angebot kann es keinen Gewinner geben, nur eine Handvoll Verlierer. Viel verheerender ist für Zelnick aber, dass sich das Abo-System nicht einfach auf die Gamingwelt bzw. auf das interaktive Medium übertragen lässt. In Spiele investiert man in der Regel wesentlich mehr Zeit pro Produkt, als etwa bei Filmen, Serien oder Musik. Man ist deutlich gebundener und konsumiert deutlich weniger unterschiedliche Produkte. Da stellt sich für Zelnick die Frage, ob sich dann ein Abo überhaupt noch lohnt.

Der  Ausblick von Take Two Interactives CEO mag ein wenig pessimistisch klingen, doch hat er durchaus gerechtfertigte Gründe dafür. Gerade das vergleichsweise hohe Zeitinvestment dürfte ein Problem werden. Allerdings stecken die Gaming-Abonnements noch in den Kinderschuhen und somit muss man erst einmal abwarten, wie sie sich in der Zukunft entwickeln werden.

Share