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Viel Grafik für wenig Budget: SAPPHIRE PULSE Radeon™ RX550 und RX560

Wie viel Geld muss man für gute Grafikleistung ausgeben? Oder anders gefragt, kann man im Preissegment von ca. 150,00 € anspruchsvolle Grafik erwarten? Sollte man sein Geld besser auf die hohe Kante legen und nach alter Manier für eine höherklassige Grafikkarte sparen?

Mit der Radeon™ RX 500-Serie wird die bisherige RX 400-Serie abgelöst – die Frage, die sich nun stellt ist: „Was taugen die eigentlich?“ Um das einmal vorweg zu nehmen: Eine ganze Menge!

Bei der SAPPHIRE PULSE Radeon™ RX 550 handelt es sich um eine AMD-Einsteiger Grafikkarte. Sie wurde speziell für beliebte Onlinegames wie CS:GO und League of Legends entwickelt und auch offensiv dafür beworben. Die Low-Profile Karte ist mit 1206 Mhz getaktet und somit beinahe doppelt so schnell als das direkte Vorgängermodell Radeon™ R7 250. Mit DirectX® 12, Free Sync und H.265 4K werden die modernsten Display- und Videotechnologien unterstützt. Das bedeutet im Klartext, dass es möglich ist, mithilfe der AMD Eyefinity Technology die Grenzen seines Bildschirms zu sprengen und somit über den Tellerrand hinauszuschauen. Jeder, der schon einmal sein Sichtfeld mit mehreren Monitoren erweitert hat, wird zustimmen, dass das Spielerlebnis wesentlich intensiver ist. Das Zuschalten von bis zu fünf Monitoren wäre denkbar.

Mit DirectX® 12 hin zu unglaublicher Leistung Unter der Nutzung von DirectX® 12 werden die Ressourcen der SAPPHIRE PULSE™ Radeon™ 550 erst optimal genutzt. Das bedeutet im Klartext: (Weg vom Fachchinesisch) Durch den Einsatz von DirectX® 12 wird der Stromverbrauch verringert, die Frameraten erhöht, die Latenz niedrig gehalten und die Bildqualität verbessert. Also ein rundum Sorglos Paket – wenn man so will.

Was bei der Grafikkarte auch angenehm auffällt ist, dass sie schön leise ist. Im ganz normalen Betrieb schaltet sich der Lüfter aus – die Folge ist angenehme Stille. Kommt es aber zu einem hitzigen Gefecht, so springt der Lüfter an und kühlt die Karte gut ab. Allerdings findet auch hier keine wirkliche Lärmbelästigung statt.

Bis hierhin klingt ja alles schon einmal sehr gut. Doch bei der RX 550 sollte man auf jeden Fall nicht außer Acht lassen, wofür Sie konzipiert wurde. Nämlich für Onlinegames. Dort tut sie Ihren Dienst auch wirklich sehr gut – sogar bei Einstellungen, die über Full HD hinausgehen. Wer aber diese Karte kauft, mit der Erwartungshaltung zukünftig Triple-A-Games auf höchste Einstellungen zocken zu können, könnte eventuell enttäuscht werden.

Einen deutlichen Schritt nach vorne kann man mit dem großen Bruder, der SAPPHIRE PULSE™ Radeon™ RX 560, erwarten.  SAPPHIRE selbst betont, dass auch die neuesten eSports-Games und die grafisch sehr aufwändigen Triple-A-Games mit flüssigen 1080p wiedergegeben werden. Dafür sorgt die Polaris-Architektur und die 1024 GCN-Stream-Prozessoren. Sie gilt als direkter Nachfolger der Radeon™ 460 und wurde generalüberholt.  Der maximale Boost Takt von 1300 MHz sorgt für eine schöne, runde Full HD Auflösung. Ähnlich leise wie der kleine Bruder, kann man sich vor dem Rechner ungestört auf sein Game konzentrieren, ohne dass man von nervigen Lüfter-Einlagen im genau falschen Moment abgelenkt wird.

Die SAPPHIRE RADEON™ PULSE™ RX 560 kann mithilfe der AMD XConnect™-Technologie auch als externe Grafikkarte genutzt werden. Beispielsweise für Notebooks. Dafür müsste ein zusätzliches, externes Grafikkartengehäuse angeschafft werden. Was auch nicht außer Acht zu lassen ist – gerade in Anbetracht des Preises – die RX 560 ist HDR-fähig und zaubert, wie von Geisterhand, ein wunderschönes Bild auf dem HDR-fähigen Fernseher oder Monitor. Der Unterschied zum schon beeindruckend SDR-Inhalt ist enorm.

Keine Qualitätseinbußen trotz des geringen Preises. Zuletzt noch ein paar Worte zum Thema Qualität. Es ist durchaus denkbar, dass der ein oder andere vielleicht von vornherein abgeschreckt vom Preis ist, da Qualitätseinbußen erwartet werden. Ein gutes Gegenargument hierzu hat SAPPHIRE sofort parat. Durch den Einsatz von doppelten Kugellagern wird die Lebensdauer der Lüfter deutlich erhöht – nämlich um den Faktor 1,85.  Ziemlich beachtlich.

Wer gelegentlich Onlinegames spielt oder sich hochauflösende Filme streamt, der ist mit den kleineren Modellen der PULSE™-Serie bestens beraten. Bei der RX 560 Variante sind sogar die großen Spiele in vergleichsweise hohen Einstellungen drin. Wer hierbei verkraften kann, dass es da draußen auch noch Karten gibt, die eine flüssigere Grafik liefern, dem sei gesagt: Die SAPPHIRE RADEON™ PULSE™– Serie eine gute Wahl.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sich die beleuchteten Karten auch nicht an Hardcore-Gamer richten, sondern Einsteiger-Modelle sind. Wer viel mehr will, muss auch deutlich mehr ausgeben.

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