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Frühjahrsputz im Januar – Wie reinige ich meinen Computer richtig? Teil 2

Wenn Ihr alles aus dem ersten Teil schon erledigt habt, dann müsste Euer Computer schon beinahe blitzblank sein. Doch fertig sind wir noch nicht, denn wenn wir schon einen Frühjahrsputz im Januar starten, dann auch richtig. Deswegen wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Nachmachen des zweiten Teils.

Spinnennetze im Netzteil?

Jetzt dürfen wir natürlich nicht vergessen, auch das Netzteil dem Zustand seiner Mitstreiter im Computergehäuse anzupassen. Baue dafür am besten das Netzteil aus dem Gehäuse – wenn wir schon einmal dabei sind, alles auf Vordermann zu bringen, dann können wir ja auch die kleinen Zwischenräume gleich mitnehmen. Blickt Ihr von hinten durch die Lüftungsschlitze des Netzteils, sieht man in vielen Fällen bereits die Auswirkungen des Staubes. Auch hier empfiehlt sich abermals die bereits bekannte Anwendung von Pinsel und Staubsauger. Befreit den Lüfter des Netzteils mit dem Pinsel vorsichtig vom Staub und saugt es zeitgleich ab. Wenn Ihr im Umgang mit Netzteilen keine Erfahrung habt und Euch als „Otto Normal Computer Anwender“ definieren würdet, dann gebe ich Euch folgenden Rat mit auf dem Weg: Bitte seht davon ab, das Netzteil zu öffnen, um es von innen zu reinigen. Denn auch wenn Ihr das Netzteil logischerweise von der Stromzufuhr gekappt habt, kann der Umgang mit solchen Teilen auch nach erfolgter Trennung lebensgefährlich sein.

Die Mutter aller Dinge

Jetzt dürfte in Eurem Gehäuse lediglich noch das Mainboard verbaut sein. Da wir schon so weit gekommen sind, solltet Ihr Euch fragen, ob es jetzt nicht lohnenswert wäre, auch den nun letzten großen Schritt auf der Reise der Reinigung zu gehen. Meine Meinung? Klar! Warum aufhören, wenn es am schönsten ist? Aber Achtung, denn höchste Vorsicht ist geboten! Baut das Mainboard aus dem Gehäuse. Der freie Raum zwischen Mainboard und Gehäuse bietet Staub und Dreck einen netten kleinen Unterschlupf. Zunächst rate ich Euch, das Board vorsichtig beiseite zu legen und Euch dem Inneren des Gehäuses zu widmen. Entfernt den Staub, welcher dort lange Zeit hatte, sich anzusammeln. Am besten arbeitet Ihr auch hier mit Pinsel und Staubsauger vor und wischt anschließend mit Reinigungstüchern noch einmal nach. Es kann auch nicht schaden, den Rest des Gehäuses noch einmal mit den Reinigungstüchern zu bearbeiten.

Land in Sicht!

Der Großteil der Arbeit ist nun getan und Euer Computer blitzt und blinkt vor Sauberkeit. Jetzt gilt es nur noch alle Komponenten wieder sorgsam einzubauen und das Gehäuse zu verschließen. Doch bevor Ihr das tut, gibt es noch eine wirkungsvolle Variante, die Luftzirkulation innerhalb Eures Rechners nachhaltig zu verbessern. Kabel, die ziellos im Gehäuse vor sich hinhängen, versperren dem kühlenden Windhauch oftmals den Weg. Kabelbinder können hier Abhilfe verschaffen. Einfach die Kabel zusammenbinden, wobei Ihr selbstverständlich darauf achten solltet, dass sie nun nicht zu stramm gespannt sind. Auch wenn Euer Gehäuse ein Sichtfenster ins Innenleben bietet, gibt es selbstverständlich auch optisch ansprechende und farbige Varianten. So sorgt Ihr ganz einfach für eine immer steile Brise in Eurem Gehäuse. Eigentlich seid Ihr jetzt fertig, aber wenn Ihr schon dabei seid, könntet Ihr auch gleich den Rest Eurer Ausrüstung einen Gang durch die Waschstraße gönnen. Durch Essensreste an den Fingern, Krümel und verschüttete Getränke steht es meist nicht sehr gut um die Hygiene einer Tastatur. Aber keine Sorge, auch hier gibt es Abhilfe.

Noch was vergessen?

Um der Tastatur eine wirksame Reinigung zu genehmigen, gibt es spezielle Reinigungsstäbchen, die für schwer zugängliche Stellen, wie eben die Zwischenräume einer Tastatur, konzipiert sind. Natürlich kann man hier mit ein wenig Reinigungsmittel vorarbeiten. Es gibt auch diejenigen, die darauf schwören, eine Tastatur durch die Spülmaschine zu jagen – doch davon möchte ganz klar abraten. Zuletzt ist es ratsam, noch einmal zu prüfen, ob man durch die Staubschicht des Monitors überhaupt noch den Bildschirm erkennen kann. Da man äußerst vorsichtig bei der Reinigung des Displays sein sollte, empfiehlt sich die Anwendung mit speziellen Reinigungstüchern. Unsachgemäße Reinigung kann in diesem Fall zum Verkratzen des Bildschirms führen – und jeder von Euch wird mir beipflichten, dass das einfach nur ärgerlich ist. Also vorsichtig das Display reinigen und das Monitorgehäuse am besten gleich mit.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Staub ist allgegenwärtig und deshalb ein schwierig zu bekämpfender Gegner. Um die Staubansammlungen im Inneren des Gehäuses aber wesentlich zu minimieren, gibt es auch Mittel und Wege. In unserem Shop stehen Euch eine Vielzahl von verschiedenen Staubfiltern, sowohl für Gehäuseluftfilter, als auch für Wasserkühlungen zur Verfügung. Wenn Ihr Euch ab jetzt vornehmt, mit einer gewissen Regelmäßigkeit Euer Gehäuse und Euren Stellplatz des Computers zu reinigen, dann reduziert Ihr natürlich den Aufwand und Eure Komponenten werden es Euch danken. In diesem Sinne wünsche ich Euch ein staubfreies Jahr.

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Frühjahrsputz im Januar – Wie reinige ich meinen Computer richtig? Teil 1

Hand aufs Herz – ist bei Euch jede Ecke tadellos sauber und so klinisch rein, dass man vom Boden essen könnte? Die Meisten würden auf diese Frage entgegnen, dass absolute Sauberkeit nicht nur ein Muss, sondern auch eine Selbstverständlichkeit ist. Versteht mich nicht falsch, ich sehe das ganz genauso. Doch geht man einmal mit dem Zeigefinger die obere Kante einer beliebigen Tür entlang oder rückt ein massives Regal ein Stück weit nach vorne, trennt sich bereits hier schon die sprichwörtliche Spreu vom Weizen. Beinahe ein jeder Saubermachmuffel wird mit solch einfachen Tests entlarvt. Doch selbst wenn diese Tests „sauber“ ausfallen, gibt es sicher noch weitere eisern verschwiegenen Staub-Hotspots in den eigenen vier Wänden, die einem beim Ausfindig machen die Charmeröte ins Gesicht treiben. Die Rede ist vom Innenraum Eures Computers. Während der Staub in den versteckten Ecken des Zuhauses in den meisten Fällen wohl keine großen Auswirkungen auf die Funktionalität der Wohnung hat, sieht das beim Computer leider ganz anders aus. Mikroskopisch kleine Staubflocken setzten sich im Inneren des Rechners ab, häufen sich an und können ihn im allerschlimmsten Fall nicht nur schaden, sondern auch zerstören. Ein besonders krasser Fall von David gegen Goliath, wenn Ihr Euch einmal die Größenverhältnisse von Staub zu Rechner klarmacht. Doch keine Sorge – mit den folgenden, einfach anzuwendenden Tipps und Tricks könnt Ihr nicht nur dem Staub den Kampf ansagen, sondern auch noch diesen Kampf für Euch entscheiden.

Von außen nach innen

Zieht man sich einmal seinen Rechner aus seiner peinlich verschwiegenen Staubecke hervor, wird spätestens jetzt deutlich, dass der Frühjahrsputz in diesem Jahr auch schon beruhigt vorverlegt werden kann. Demnach solltet Ihr sämtliche Kabelverbindungen, die zum Rechner führen, trennen und damit beginnen, eben dort gründlich sauber zu machen, wo der Rechner gerade noch stand. Bewaffnet Euch mit Staubsauger, Staublappen, Glasreiniger, Küchenpapier und was Euch sonst noch zur Verfügung steht. Der erste Schritt ist getan und Ihr habt Euch, ähnlich wie beim Sport, schön warm gemacht und seid bestens gerüstet für alles, was jetzt folgt. Spätestens jetzt solltet Ihr Euch mit Eurem Staubsauger und einem weichen Pinsel bewaffnen. Alles beisammen? Gut so – auf geht’s!

Angst? Von wegen!

Öffnet vorsichtig das Gehäuse Eures Rechners. Ist die zu öffnende Seite mit kleinen Schrauben festgemacht, ist es ratsam, Euch ein kleines Glas in Reichweite aufzustellen, indem Ihr solche Kleinteile sammeln könnt. Wir wollen ja schließlich nicht, dass irgendwas verloren geht. Stellt den Rechner auf einen Tisch, sodass Ihr bequem arbeiten könnt. Achtet allerdings auf eine passende Unterlage, nicht das Muttis gute Tischdecke dreckig wird. Verschafft Euch zunächst einmal einen Überblick. Spätestens jetzt wisst Ihr, womit Ihr es zu tun habt. Nehmt Euch den Staubsauger zur Hand und saugt den Gehäuseboden ab. Mit einem weichen Pinsel können festere Ablagerung ganz leicht und sicher gelöst werden. Beim Saugen solltet Ihr allerdings nicht zu grobmotorisch unterwegs sein. Kleine Schrauben, locker sitzende Kabel – all das könnte eventuell eingesaugt werden. Und mal im Ernst, das wäre echt ätzend! Also Augen auf und mit höchster Präzision arbeiten. Allgemein würde ich empfehlen, sich einmal mit dem Pinsel rundherum zu arbeiten und das Aufgewirbelte vorsichtig einzusaugen.

Die Steckkarten

Als nächstes geht Ihr mit dem Pinsel vorsichtig über die obenliegenden Bereiche der Einsteckkarten auf Eurem Mainboard und saugt den aufgewirbelten Staub auf. Das auch hier beim Saugen Vorsicht geboten werden muss, muss ich ja wohl kaum erwähnen. Anschließend baut Ihr die Einsteckkarten aus und reinigt sie im gleichen Verfahren auch von der Unterseite. Jetzt ist Druckluft gefragt, denn der Staub setzt sich auch in den Steckplätzen fest und mit dem Pinsel läuft man meist in Gefahr, den Staub innerhalb des Steckplatzes nur zu verteilen, nicht aber zu lösen. Wichtig ist bei der Anwendung die Anweisungen des jeweiligen Herstellers zu beachten. Um das Ergebnis zu verbessern und gleichzeitig keine Druckluft zu verschwenden, empfehle ich stoßweise Druckluft abzugeben. Außerdem kann sich bei längerer Betätigung Feuchtigkeit entwickeln und diese solltet Ihr unbedingt vermeiden. Den nun befreiten Staub entweder einfach absaugen oder beispielsweise mit einem Küchentuch aufnehmen.

Die Grafikkarte

Auch bei der Grafikkarte geht Ihr vor wie mit den anderen Einsteckkarten auf Eurem Board. Also zuerst einmal von oben mit dem Pinsel reinigen und absaugen. Im Anschluss daran baut Ihr Eure Karte aus, dreht sie um und reinigt sie von unten. Auch der Steckplatz verträgt selbstverständlich eine Reinigung. Geht dabei genauso vor wie bei den anderen Steckplätzen. Wenn Ihr keine Angst vor Garantieverlust habt und Euch selbst als fortgeschrittenen Bastler einstufen würdet, dann geht bei der Grafikkarte allerdings noch ein wenig mehr. Ist der Lüfter von Staub befallen, empfehle ich weiter mit der bewährten Pinsel-Staubsauger Variante zu arbeiten. Aber Achtung: Ihr müsst darauf achten, dass sich der Lüfter nicht durch die Benutzung des Staubsaugers dreht. Denn das sieht zwar lustig aus, kann aber Lagerschäden und im schlimmsten Fall Schäden an der Elektronik nach sich ziehen. Und wir wollen ja die Lebensdauer des Rechners nachhaltig verbessern und nicht verkürzen. Wenn Ihr jetzt den Lüfter löst, dann vergesst nicht die gleiche Prozedur der Rückseite zu widmen. Unter dem Lüfter wird das Kühlgerippe sichtbar. Um den Staub zu entfernen, wieder stoßweise mit Druckluft arbeiten und den Staub entweder absaugen oder mit einem Tuch aufnehmen. Aber man kann noch ein wenig mehr tun. Wer weiß, wie alt Eure Karte ist. Es könnte sein, dass die Wärmeleitpaste erneuert werden muss, da die alte bereits zu sehr eingetrocknet ist und nicht mehr vernünftig ihren Dienst verrichtet. Dafür entfernt Ihr die Kühlung komplett von der Grafikkarte und befreit diese von den Resten der alten Wärmeleitpaste. Ist diese schwierig zu entfernen, kann man entweder Muttis Nagellackentfernen klauen, um die Reste zu entfernen – oder aber man vermeidet den Ärger und geht die gesamte Prozedur ein wenig professioneller an. Ich empfehle hierfür das Reinigungskit Arctic Clean für CPU Kühler. Aber keine Sorge, auch GPU Kühler können damit gereinigt werden 😉 Vergesst dabei nicht den Anweisungen des Herstellers zu folgen. Ist die Grafikkarte von den Resten der alten Wärmeleitpaste erfolgreich befreit, so müsst ihr Neue auftragen. Das Geheimnis liegt darin, nicht zu viel und nicht zu wenig aufzutragen. Jetzt könnt Ihr den Kühler sowie den Lüfter wieder montieren und Eure Grafikkarte bekommt für die nächste Zeit wieder ohne Mängel den TÜV-Stempel.

Die Prozedur des Prozessors

Auch hier beginnt Ihr damit, den Staub, welcher auf den Lüfter aufliegt, vorsichtig mit dem altbewährten Pinsel-Staubsauger-Duo zu entfernen. Man kann es einfach nicht zu oft sagen: Bitte achtet darauf, dass sich der Lüfter nicht durch die Luft des Staubsaugers dreht. Ist alles blitzeblank, lösen wir den Lüfter vom Kühler und reinigen auch die Unterseite. Der wirkliche Schmutzhaufen offenbart sich allerdings in den meisten Fällen im Kühler selbst. Die Zwischenräume sind hoffnungslos verstaubt und das feine Gerippe wird wie ein großer Klotz wahrgenommen, während sich die CPU, um Hilfe hechelnd, vor Hitze schon Bademantel und Schlappen angezogen hat. Richtig kühlen geht anders. Wieder einmal empfehle ich die Zwischenräume mit Druckluft von dem Staubangriff zu befreien, abzusaugen oder (und Ihr ahnt es vielleicht schon) mit einem geeigneten Tuch aufzunehmen. Auch hier lohnt es sich, einen Blick auf die Wärmeleitpaste zu werfen. Sieht sie nicht mehr gut aus, dann solltet Ihr auch diese austauschen. Also fix den Kühler lösen, die alte Wärmeleitpaste entfernen, die frische Wärmeleitpaste in einem vernünftigen Verhältnis auftragen, den Kühler sowie den Lüfter montieren und schon erstrahlt Euer Prozessor im neuen Glanze.

Jetzt haben wir schon eine ganze Menge geschafft, aber fertig sind wir noch nicht ganz. Wenn Ihr wissen wollt wie es weitergeht, dann seid gespannt auf den zweiten Teil.

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