SSD Festplatten einbauen

SSD Festplatten einbauen gehört zu den Tuning-Tipps im Computer-Universum schlechthin. Der flotte Speicher macht selbst in die Jahre gekommene Rechner wieder fit und zu einer flinken Rechenmaschine.Wie Du vorgehst, wenn Du Deine interne Festplatte tauschst und was Du beim Einbau einer SSD-Festplatte in Laptop & Destop-PC beachten solltest, liest Du hier.

Dein PC ist im Betrieb viel zu laut? Das System ist zu langsam und braucht zum Starten sowie zum Öffnen von Programmen gefühlte Ewigkeiten? Dann hilft es meist, die alte HDD-Festplatte im Notebook oder Desktop gegen eine SSD zu tauschen. Bei dem Speichermedium auf Flash-Basis geht es weniger um die GB-Größe, sondern vielmehr um Geschwindigkeit. Mit einer SSD fährt der Rechner in Sekundenschnelle hoch, Spiele sowie andere Anwendungen laden viel schneller und selbst Filme laufen deutlich flüssiger.

SSD Festplatten einzubauen, gehört zu den Tuning-Tipps im Computer-Universum schlechthin. Der flotte Speicher macht selbst in die Jahre gekommene Rechner wieder fit und zu einer flinken Rechenmaschine. Und auch auf den Geräuschpegel wirkt es sich aus, wenn Du Deine alte HDD auf eine moderne SSD umrüstest. Denn auch wenn sie sich im Höchstbetrieb befindet, hörst Du von der modernen Speicher-Variante so gut wie nichts. Wie Du vorgehst, wenn Du Deine interne Festplatte tauschst und was Du beim Einbau einer SSD-Festplatte in Laptop & Destop-PC beachten solltest, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

Was ist der Unterschied zwischen HDD und SSD?

Bei der Speicherart macht ein Kürzel einen gigantischen Unterschied aus. Der guten alten HDD steht nun mit der SSD-Festplatte eine moderne Variante gegenüber, die den älteren Speicher in vielen Bereichen mächtig übertrumpft. Deshalb sind die Auswirkungen auch so groß, wenn Du die Festplatte wechselst. Wir erklären Dir die Unterschiede im Detail.

HDD

Die Hard Drive Disk (HDD) basiert auf einer erprobten Technik und hat sich damit seit vielen Jahren bewährt. Sie besteht aus mindestens einer Magnetscheibe, die während des Betriebes rotiert, einem Lese-/Schreibkopf und einem Motor. Der Lesekopf tastet die rotierende Scheibe ab und liest auf diese Weise die Daten aus. Durch das Rotieren der Magnetscheibe brummen HDDs im Betrieb und werden mitunter laut.

Der größte Vorteil der Hard Drive Disk liegt dagegen in ihrem günstigen Preis. Viel Speicherplatz bekommst Du bereits für wenig Geld – ob 500 GB oder mehrere TB. Durch die riesige Speicherkapazität kannst Du auf einer HDD unglaublich viele Fotos, Musikdateien, Filme und andere Daten speichern.

Ebenso punkten HDD-Festplatten bei den Schreibvorgängen. Bei der SSD nutzt sich der Flash-Speicher mit jedem Schreibvorgang ab, sodass die Schreibzyklen begrenzt sind. Bei der HDD ist dies nicht der Fall. Sie kann unendlich oft überschrieben werden.

Vorteile Nachteile
bessere Speicherkapazität geringere Lebensdauer
günstiger Preis höherer Stromverbrauch
mehr Schreibvorgänge Datenzugriff dauert länger
störanfälliger
schwerer

SSD

Bei der Solid State Disk (SSD) sind dagegen keinerlei bewegliche Teile verbaut, weshalb sie fast geräuschlos arbeitet. Das ist der Grund, warum ihr – anders als bei einer HDD – Stürze kaum etwas anhaben können. Das erweist sich besonders für Notebooks von Vorteil. SSD-Festplatten setzen sich aus vielen Flash-Speichern zusammen, wie wir sie von USB-Sticks kennen. Die Datenspeicherung erfolgt dabei nichtflüchtig über einen Halbleiter. Dadurch stehen die Daten bei NAND-Flash auch dann noch zur Verfügung, wenn keine Stromversorgung vorhanden ist, also PCs und Notebooks ausgeschaltet sind.

Dank ihrer Bauweise und Speicherart greift die Solid State Disk deutlich schneller auf die Daten zu, als es HDDs vermögen. Obendrein entfällt die Anlaufzeit konventioneller Festplatten. Auch in puncto Gewicht, Langlebigkeit und Energieeffizienz sind SSDs den HDD-Festplatten überlegen. Notebooks ziehen mit dieser Speicherform deutlich weniger Energie. Eine Solid State Disk arbeitet unglaublich schnell und effizient und kommt mit den alltäglichen Beanspruchungen besser zurecht.

Vorteile Nachteile
leichter geringere Speicherkapazität
längere Lebensdauer höherer Preis
schneller Datenzugriff weniger Schreibvorgänge
robuster
weniger störanfälliger
geringerer Stromverbrauch

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Leiser, schneller, robuster und weniger Energieverbrauch: Wer sein System beschleunigen und weniger störanfällig gegenüber mechanischen Belastungen machen will, trifft mit der Solid State Disk die richtige Wahl. Auch die Ausfallrate von SSDs liegt unter der von HDDs. Gerade als Systemfestplatte, auf der Windows® oder Linux läuft, spielt die Solid State Disk ihre Vorzüge aus. Moderne Rechner kommen in den meisten Fällen schon von Werk aus mit der flotten Speichervariante. Älteren Systemen, in denen noch HDDs verbaut sind, lässt sich aber ein Geschwindigkeitskick verpassen – indem Du einfach die Festplatte wechselst.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wenn Du in Deinen Rechner eine SSD-Festplatte einbauen möchtest, gibt es allerhand, worauf Du beim Kauf achten solltest. Ganz am Anfang solltest Du klären, ob sich die vorhandene Hardware für den Tausch eignet. Welche SSDs korrekt zum Wechseln der Festplatte infrage kommen, hängt primär von Deinem vorhandenen Mainboard ab. Dessen Spezifikationen entnimmst Du dem Datenblatt der Hardware-Komponente oder des Laptops.

Der Formfaktor

Wichtigstes Kriterium, um in den Notebook oder PC eine SSD-Festplatte einzubauen, ist der Formfaktor, in dem die SSD ausgeführt ist. Die alte HDD steckt meist in Form einer 3,5-Zoll-Platte im PC. SSDs kommen primär im 2,5 Zoll-Format – perfekt für den Einbau in Notebooks. Auch Desktop-PCs verfügen über den entsprechenden 2,5-Zoll-Schacht, in den sich eine SSD-Festplatte einsetzen lässt. Ansonsten kannst Du Dir noch einen Einbaurahmen kaufen, um die Festplatte zu wechseln.

Darüber hinaus sind die flotten SSDs aber noch in anderen Bauformen erhältlich.

Formfaktor 2,5-Zoll-SSD mSATA-SSD m.2-PCIe-SSD
Kennzeichen Standardfaktor kompakte Bauform, zwei Längenmaße gängig kleinste Bauform, Steckkarte, verschiedene Längenmaße, Schraubenpositionen und SSD-Controller gängig
Einbauposition im Laufwerksschacht auf dem Mainboard auf dem Mainboard
Besonderheiten Standard in PCs und Laptops Fassung in einigen Systemen ab Baujahr 2010 vorhanden Fassung in einigen Systemen ab Baujahr 2013 vorhanden
primär geeignet für Notebooks und Destop-PCs extrem dünne Notebooks, Desktop-PCs mit mSATA-Sockel extrem dünne Notebooks und Ultrabooks

Speichergröße

Wenn Du im Desktop-PC oder Laptop die alte HDD austauschst, bietet es sich an, die Kapazität deines Festplattenspeichers gleich zu erhöhen. Kleinere Speichervolumen eignen sich vor allem zur Speicherung des Betriebssystems und aller Anwendungen, die täglich verwendet werden. Hierbei empfehlen sich durchaus Größenordnungen von 250 GB.

Für Games, Projekte und Dokumente raten wir Dir zu einer zweiten SSD mit einer höheren Kapazität. Gerade aktuelle Games verbrauchen schnell 50 GB oder mehr Festplattenspeicher, sodass eine 1-TB-SSD durchaus sinnvoll ist.

Vor dem Einbau der SSD: Anschlüsse prüfen

Eine weitere wesentliche Voraussetzung für den Einbau ist: Die neue Festplatte muss in die vorhandene Hardware passen und die entsprechenden Anschlüsse aufweisen. Entscheidend dafür ist dabei die Schnittstelle der SSD. Der Anschluss steht in direktem Zusammenhang zum Formfaktor, weist darüber hinaus aber noch einige Besonderheiten auf, die wir Dir im Folgenden erläutern. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Schnittstellen Dein Mainboard aufweist, gibt es für den Hardware-Check entsprechende Software.

SATA 6G

Der SATA-III-Anschluss, auch unter der Bezeichnung SATA 6G zu finden, basiert auf dem AHCI-Protokoll. SSDs bieten damit eine Geschwindigkeit von bis zu 600 MB/s. Besonders praktisch: Nahezu jeder Computer ist mit einem SATA-Anschluss ausgestattet. Die SATA-6G-Schnittstelle ist zu früheren SATA-Formaten abwärtskompatibel, außerdem sind die Stecker baugleich. Deshalb lassen sich 2,5-Zoll-Festplatten mit SATA 6G auch in Systemen verbauen, die noch einen alten SATA-II-Port besitzen. Die volle Leistung erreichen die Speichermodule dann allerdings nicht.

M.2-Anschluss

M.2 bezeichnet zunächst einen Formfaktor. Dabei handelt es sich um kleine kompakte Steckkarten, die sogar in die extrem dünnen Ultrabooks passen. Dafür muss das Mainboard des Notebooks über einen entsprechenden Sockel auf der Hauptplatine verfügen. Die meisten Mainboards moderner Desktop-PCs besitzen heute einen solchen Slot. Die M.2-Schnittstelle ist kompatibel zu SATA und PCIe. Dementsprechend hängt die Geschwindigkeit der SSD davon ab, über welche Schnittstelle sie an das System angebunden ist. So gibt es SSDs mit M.2-Anschluss, die über SATA oder PCIe betrieben werden. Letztere Variante ist darüber hinaus noch einmal mit AHCI- oder NVMe-Protokoll verfügbar.

SATAe

SATAe, kurz für SATA Express, ist als Nachfolger von SATA gedacht gewesen. Er ist sowohl mit allen SATA-Versionen als auch mit PCIe kompatibel. Übertragen wird das Signal meist über PCIe, jedoch nur mit einer niedrigen Übertragungsrate. Aufgrund seiner geringen Geschwindigkeit und des breiten Steckers sind SATAe-Festplatten eher selten.

mSATA

Für Ultrabooks und dünne Notebooks kommt außerdem der mSATA-Anschluss infrage. SSDs mit mSATA sind ebenfalls als extrem kompakte Speicherriegel ausgeführt. mSATA steht dabei für Mini SATA und arbeitet je nach enthaltenem Chipsatz mit SATA 6G oder SATA II. Dadurch unterscheidet sich der Anschluss lediglich durch seine geringe Größe von SATA.

PCIe

PCIe stellt die Abkürzung für PCI Express dar, ein Anschluss, der eher bei Desktop-PCs zu finden ist und häufig zur Verbindung von Sound- oder Grafikkarten dient. Erhältlich sind SSD-Festplatten mit PCIe-Anschluss sowohl als PCIe-Steckkarte als auch als Karte für den M.2-Port. PCIe-SSDs sind fünfmal schneller als jene mit SATA-Port. Doch sie lohnen sich nur, wenn Du die SSD-Festplatte in einen aktuellen Rechner einbauen möchtest. Denn um den Geschwindigkeitsboost zu nutzen, sind ausreichend PCIe-3.0-Lanes vonnöten sowie ein Mainboard, welches das NVMe-Protokoll unterstützt. Ältere SSDs mit PCIe-Anschluss nutzen dagegen noch das AHCI-Protokoll.

Speicherformen von SSD

SSDs sind in verschiedenen Speicherformen erhältlich – als SLC, MLC und TLC. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Bit eine Zelle speichern kann. Davon hängt die Lebensdauer einer SSD-Festplatte ab.

Bei Single Level Cell (SLC) wird genau ein Bit pro Zelle gespeichert, bei Multi Level Cell (MLC) zwei und bei Triple Level Cell (TLC) drei. Je mehr Bits eine Speicherzelle erfassen kann, desto höher fällt die Speicherdichte aus: Bei MLC ist sie demnach zweimal so hoch wie bei SLC, bei TLC dreimal so hoch.

Die beiden letzten Speicherformen können daher mehr Daten auf dem gleichen physikalischen Raum speichern. Aus diesem Grund sind MLC und TLC günstiger als SLC.

Durch die hohe Speicherdichte existieren bei MLC und TLC mehr Speicherzustände, bei SLC sind es dagegen genau zwei: voll oder leer. Mit einer höheren Anzahl an Speichervorgängen sinkt allerdings einerseits die Leistung, weil mehr Programmieraufwand nötig ist, und anderseits die Lebensdauer. So ist die Lebensdauer von TLC-Speicher mit gerade einmal 1.000 Schreibvorgängen angegeben, bei MLC-Speicher mit circa 10.000 und bei SLC mit rund 100.000 deutlich mehr.

Insgesamt sind SLC-SSDs schneller, langlebiger, aber eben auch teurer. Der Markt wird von dem günstigeren MLC-Speichertyp dominiert. Für die meisten Anwender ist das auch vollkommen ausreichend, die Unterschiede zwischen den einzelnen SSD-Speicherformen wirken sich auf sie kaum aus.

Einbau der SSD: Schritt-für Schritt-Anleitung

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1. Vorbereitung: System- und Datensicherung

Die Entscheidung ist gefallen, die Festplatten zu wechseln, und das passende SSD-Modell ist ebenfalls vorhanden. Bevor Du jedoch die SSD-Festplatte einbaust, musst Du einige Vorbereitungen treffen.

Ehe Du Deine alte HDD gegen eine neue Festplatte tauschst, solltest Du unbedingt Deine Daten auf einer externen Platte sichern. Obendrein solltest Du vorsorglich ein Systembackup vornehmen. Am sinnvollsten erweist es sich, wenn Du Windows vorab noch auf den neuesten Stand bringst und sowohl Treiber als auch BIOS aktualisierst. Jetzt lohnt es sich ebenfalls, ungenutzte Programme zu löschen und Windows auf diese Weise zu säubern.

Mit Windows® umziehen oder neu installieren?

Wenn Du die SSD nicht als zusätzlichen Speicher nutzt, sondern diese als Systemlaufwerk verwenden möchtest, steht die grundsätzliche Frage an, ob Du mit dem Betriebssystem umziehst oder Windows® beziehungsweise Linux lieber einfach neu installierst.

Das Einbauen der SSD-Festplatte ist der perfekte Zeitpunkt für eine Neuinstallation des Betriebssystems. Dann entfällt der Umzug von Windows® beziehungsweise Linux auf das neue Speichermedium. Moderne Systeme erledigen die Installation nahezu selbstständig und übernehmen sowohl Partitionierung als auch Formatierung der Festplatte. Dabei erfassen sie auch, dass es sich um eine SSD handelt, sobald das Wechseln der Festplatten erfolgt ist, und richten die Platte dementsprechend ein.

Wichtig: Erstelle Dir unbedingt eine Windows®-Installation-CD oder einen entsprechenden Stick, von dem Du das Betriebssystem nach dem Festplattentausch booten kannst.

So schaltet Windows® die für HDDs notwendige automatische Defragmentierung ab und aktiviert stattdessen den TRIM-Befehl. Dieser sorgt dafür, dass der SSD-Controller gelöschte Daten überschreiben darf und ist für die Geschwindigkeit der Flash-Speicher wesentlich.

Wenn Du Windows® oder Linux nicht neu installieren möchtest, musst Du das System vor dem endgültigen Wechsel eins zu eins von der alten auf die neue Platte kopieren. Damit Dein Rechner die SSD überhaupt erkennt, muss diese vorab formatiert werden.

Dann benötigst Du noch eine Software, mit der Du die Daten der alten HDD auf die neue SSD klonst. Bei manchen Festplatten ist eine solche Software bereits im Lieferumfang enthalten. Ansonsten finden sich im Internet zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Klon-Tools für den Windows®-Umzug. Für Linux-User gibt es ebenfalls entsprechende Software-Lösungen.

Beim Klonen wird der Inhalt der alten HDD komplett eins zu eins auf die neue SSD kopiert. Dafür muss die neue Festplatte jedoch mindestens so groß wie die alte sein. Ist dies nicht der Fall, benötigst Du eine Klon-Software, die dazu in der Lage ist, lediglich systemrelevante Partitionen zu übertragen.

Achte darauf, dass Du in dem Tool Quell- und Ziellaufwerk korrekt auswählst. Sonst überschreibst Du womöglich die falsche Platte. Fehler bei diesem Schritt führen zu Datenverlusten.

Das Klonen funktioniert dabei unabhängig von Deiner Windows®-Version. Allerdings musst Du kurzzeitig beide Festplatten parallel betreiben, um das Betriebssystem zu spiegeln. Wenn Dein Desktop-PC oder Laptop einen freien 2,5-Zoll-Schacht aufweist, stellt dies kein Problem dar.

Bevor Du mit dem Betriebssystem von der HDD auf die SSD umziehst, solltest Du Dir auch für diesen Fall ein Windows®-Bootmedium erstellen. Sollte beim Einbauen der SSD-Festplatte etwas schiefgehen, lassen sich potenzielle Probleme schnell beheben. Ebenso gehört ein Backup Deiner Daten zu den notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen.

Sind neue Treiber notwendig?

Wenn Du eine standardmäßige SATA-SSD-Festplatte einbaust, sind keine neuen Treiber für Laptop oder Desktop notwendig. Anders verhält es sich bei Speichermodulen, die mit der m.2-Schnittstelle und dem NVMe-Modus arbeiten. Hierfür musst Du unter Umständen neue Treiber vom Hersteller herunterladen und installieren.

2. BIOS auf Einstellungen prüfen

Ehe Du die SSD-Festplatte tatsächlich in Deinen Desktop-PC oder Dein Notebook verbaust, empfiehlt sich ein Check der Einstellungen im BIOS. Damit der flotte Flash-Speicher seine maximale Leistung entfalten kann, muss sich der SATA-Controller des Rechners im AHCI-Modus befinden. Ab Windows® 8 ist dieser Modus standardmäßig aktiviert. Ein kurzer Check der Einstellung schadet jedoch in keinem Fall!

Ins BIOS gelangst Du, wenn Du kurz nach dem Windows-Start die F1-, F2-Taste oder Entf drückst. Die SATA-Konfigurationen beinhaltet das Menü meist unter den Punkten Advanced oder Integrated Peripherals. Ist der Modus hier noch auf IDE eingestellt, einfach zu AHCI wechseln und im Anschluss das System neu starten.

Merke: Wenn Du eine PCIe-SSD-Festplatte einbauen möchtest, musst Du für die maximale Leistungsfähigkeit den NVMe-Modus nutzen. Diesen findest Du ebenfalls über das BIOS.

3. Falls gewünscht: Geschwindigkeitszuwachs im Test

Wer sich den Temposchub, den SSDs bringen, einmal im Detail ansehen will, kann das mit einem kleinen Test ganz einfach tun. Messe dafür einfach die Zeit, die Windows® auf der alten HDD zum Hochfahren benötigt, bevor Du die SSD-Festplatte einbaust. Dann hast Du für später die nötigen Vergleichswerte. Für einen solchen Test sind im Netz zahlreiche praktische Tools zu finden.

4. Gehäuse öffnen

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, kann es endlich an den eigentlichen Einbau gehen. Wichtig: Schalte den Desktop-PC oder Laptop dafür zunächst aus und trenne das Gerät von der Stromversorgung. Handelt es sich um einen Laptop, entferne außerdem den Akku und betätige noch einmal kurz den Einschaltknopf. Dadurch leerst Du sämtliche Kondensatoren, die in dem Gerät Strom speichern.

Im Anschluss schraubst Du das Gehäuse auf. Das kann sich bei einem Notebook je nach Modell recht kompliziert gestalten. Falls Du nicht weist, wo genau die Festplatte im Gehäuse steckt, schau ins Datenblatt oder Handbuch des Gerätes. Meist befindet sich an der Unterseite des Mobilgerätes ein Schacht, der sich öffnen lässt. Bewahre die gelösten Schrauben dabei sorgfältig und in der korrekten Reihenfolge auf. Das macht Dir den Zusammenbau deutlich einfacher.

5. HDD ausbauen

Um die Festplatten zu wechseln, musst Du zunächst die alte HDD ausbauen und die entsprechenden Kabel beziehungsweise Stecker entfernen. Geh dabei vorsichtig vor.

Wenn Du beim Wechseln der Festplatten Dein Windows® mitnimmst, ist es nun an der Zeit für den Migrationsprozess, sofern Du diesen nicht vorab erledigt hast.

6. SSD-Festplatte einbauen

Der eigentliche Einbau läuft recht unkompliziert ab. Wähle dafür zunächst einen geeigneten Festplattenschacht aus. Achte darauf, dass zu anderen Festplatten oder Komponenten ausreichend Platz besteht. Auch den Luftstrom der Lüfter darsft Du auf keinen Fall durch die neue Platte blockieren.

Falls die gewählte SSD nicht in den vorhandenen Schacht passt, steckst Du diese vorab in den entsprechenden Einbaurahmen und passt gegebenenfalls die Einbauhöhe an. Prüfe außerdem, ob die Stecker beziehungsweise Kabel passen. Danach kannst Du den Einbaurahmen inklusive SSD-Festplatte in das Gehäuse schieben und einfach die vorgesehenen Schrauben auf beiden Seiten festdrehen.

Merke: Wenn Du eine SSD im Steckkartenformat einbaust, steckst Du diese einfach auf den entsprechenden Slot und drückst sie an das Mainboard. Danach mit der passenden Schraube fixieren.

7. SSD verkabeln

Ist die SSD-Festplatte im Gehäuse fixiert, muss sie korrekt verkabelt werden. Die Verkabelung der alten HDD dient dabei als Orientierung. Insgesamt muss der Flash-Speicher mit zwei Kabeln verbunden werden. Schließe die Festplatte dafür an die Stromversorgung vom Netzteil an. Das erfolgt durch das breite Kabel, das sich auf der linken Seite der SSD befindet. Das erkennst Du an den fünf Kabeladern.

Verkable die Platte im Anschluss mit dem schnellsten verfügbaren SATA-Anschluss am Mainboard. Dies erfolgt durch ein Flachbandbandkabel, das meist der Festplatte beiliegt. Bei älteren Rechnern schließst Du den Flash-Speicher am besten an den SATA-Anschluss an, an dem die alte Platte hing. Älteren BIOS-Versionen bereitet der Wechsel manchmal Probleme.

Merke: Achte beim Verkabeln unbedingt auf die korrekte Ausrichtung der Stecker, denn diese passen nur in eine Richtung. Zum Schluss solltest Du noch einmal prüfen, ob alle Stecker korrekt sitzen und die SSD-Festplatte richtig im Gehäuse fixiert ist.

8. Rechner zusammenbauen

Sind das Wechseln der Festplatten sowie die Verkabelung erledigt, kannst Du den Desktop oder Laptop wieder zusammenschrauben. Achte dabei auf den korrekten Zusammenbau und setze die Schrauben in der richtigen Reihenfolge ein. Im Anschluss verbindest Du das Gerät wieder mit der Stromversorgung.

9. System neu starten

Verlief das Tauschen der Festplatten korrekt, erkennt Windows® bei einem Neustart die neue Platte. Als solche wird sie im Windows-Explorer angezeigt.

Wird sie vom System nicht gefunden, musst Du die Festplatte erst initialisieren. Das erledigst Du bei Windows® ganz einfach in der Datenträgerverwaltung: Dort taucht dann unter den vorhandenen Laufwerken ein weiteres auf, das als nicht zugeordneter Speicherplatz gekennzeichnet ist. Das ist Deine neue SSD-Festplatte, der Du nun ihre Funktion als Laufwerk zuweist. Das erledigst Du über den Menüeintrag Volume erstellen.

Gegebenenfalls musst Du auch die Bootreihenfolge im BIOS ändern, damit Windows erkennt, dass es nun von der neuen Platte booten soll. Das ist insbesondere dann erforderlich, wenn die alte HDD später im Rechner bleiben soll. Rufe dafür – wie in Schritt zwei beschrieben – das BIOS auf. Suche dort nach dem Menü Advanced BIOS Features, Boot Features oder Speicher. Darunter finden sich dann Optionen wie Bootreihenfolge oder HDD Boot Priority. An dieser Stelle musst Du die SSD-Festplatte an erster Stelle eintragen.

10. Festplattentausch abschließen

Erkennt Dein Betriebssystem die SSD-Festplatte als neues Laufwerk, hast Du es fast geschafft. Nun kannst Du auf der Festplatte Windows® oder Linux frisch aufsetzen und anschließend Deine Daten auf die Platte ziehen.

Höhere Transferzeiten und extrem kurze Zugriffszeiten sichern Deinem Rechner nun einen Geschwindigkeitszuwachs. Wie schnell das System nach dem Tausch tatsächlich läuft, zeigt ein kurzer Test. Einfach nochmals die Bootgeschwindigkeit mit einem entsprechenden Tool prüfen.

Was passiert mit der alten HDD?

Als Systemfestplatte hat die HDD bei Dir nun ausgedient. Dennoch lässt sich der Speicher weiterhin wunderbar nutzen. So kann er Dir als externer oder interner Datenspeicher gute Dienste leisten. Wenn Du über ausreichend Einschübe in Deinem Rechner verfügst, kannst Du die HDD einfach an Ort und Stelle belassen und beide Platten dauerhaft parallel betreiben. Mit einem zusätzlichen Einbaurahmen und dem entsprechenden Kabel lässt sie sich alternativ als externen Speicher verwenden.

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