Es gibt viele Möglichkeiten Spieler in einem Onlinegame zu bestrafen. Neben den üblichen Bans, kann ein auffälliger Zocker auch einfach stumm gestellt werden, so dass er nicht mehr mit anderen über den Chat kommunizieren kann. Dagegen klagte nun ein Spieler. Allerdings ohne viel Erfolg.

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Es gibt Momente und Situationen, die können nur aus der Gamingwelt kommen. Das zeigt ein kurioser Fall aus der Welt des Onlinespiels „Runescape“. Denn im Zusammenhang mit diesem Spiel musste sich Entwickler Jagex nun einem recht extremen Vorwurf stellen. Wie PennLive berichtet, wurde Jagex nämlich von einem Spieler verklagt, der seine Menschenrechte verletzt sah. Nicht etwa, weil er sich Beleidigungen oder anderen Verunglimpfungen ausgesetzt sah, sondern weil er nach wiederholtem Regelbruch den Chat und das Forum nicht mehr nutzen darf. Das „Muten“ ist dabei gar nicht einmal so ungewöhnlich für Online-Games und bisher wurden viele dieser Entscheidungen einfach hingenommen. Nicht aber in diesem Fall.

Der Spieler und Streamer mit dem Namen Amro Elansari, sah sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. Nachdem seine Beschwerde bei Jagex abprallte, ging er noch einen Schritt weiter und reichte Klage beim Bundesgericht ein. Aber auch dort wurde er recht schnell abgewiesen. Später wies auch das Bundes-Appelationsgericht, als letzte Instanz, die Klage zurück. So ist das Stummschalten von Spielern keine Verletzung von Menschenrechten, sondern eine rechtmäßige Maßnahme, die auch in den AGBs verankert ist.

Es ist aber auch wenig verwunderlich, dass Elansari so schnell vom Gericht abgeschmettert wurde, gilt er dort bereits als Wiederholungstäter. So soll er in den letzten 18 Monaten ganze zehn Klagen eingereicht haben. Darunter war auch eine Klage gegen Tinder, in der er sich beschwerte, dass alle seine Matches ja nur Fake-Accounts wären.

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