Die Technik entwickelt sich immer weiter und gerade im TV-Bereich scheint dabei noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Das Bild muss einfach immer besser werden. Im Moment versucht man das vor allem durch HDR und den Vormarsch von 8K – sehr zum Unmut Hollywoods. 

HDR ist gerade eine der wichtigsten Techniken, wenn es um die Anschaffung eines neuen Fernsehers geht. Der Hype darum ist zwar nicht so groß wie damals der Wechsel zu Full-HD, doch klebt mittlerweile auf fast jedem ausgestellten Gerät der „HDR“-Sticker drauf. Es ist sogar schon so etabliert, dass man von einem neuen Standard sprechen könnte. Doch ist selbst HDR/4K vielen noch nicht genug und so tauchen schon die ersten 8K-TV-Geräte auf. Sportbegeisterte und Zocker freuen sich natürlich über diese Entwicklung, Filmemacher aus Hollywood eher weniger. Manche drücken es dabei sogar ein wenig drastisch aus.

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Das neueste negativ Kommentar kommt dabei von „Schnappt Shorty“ und „Men in Black 1-3“ – Regisseur Barry Sonnenfeld, der sich während einer Diskussion auf der CEDIA Expo 2019 zu dem Thema ordentlich ausließ. Zwar erkenne auch er die Vorteile für das Sportprogramm an, aber da hört es für ihn auch schon auf. Für Film und Fernsehen bringen 8K und HDR/4K herzlich wenig und im Grunde sogar nur Nachteile. Dabei behauptete er, dass seine Serie „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ von der modernen Technik benachteiligt wird und darunter gelitten hat. So wird der düstere Look durch das viel kontrastreichere Bild über HDR beschädigt und verliert seine Wirkung. Künstlerisch ist dabei natürlich etwas ganz anderes herausgekommen, als es vom Macher beabsichtigt war. Für ihn ist HDR und 8K eine Verschwendung, dumm und sogar ein Desaster für den Film.

Mit dieser Meinung (oder zumindest der Richtung) steht er nicht alleine da. Andere Regisseure wie etwa Steven Spielberg und Christopher Nolan haben sich für einen „Filmmodus“ bei den neuen TV-Geräten ausgesprochen. Dabei soll es die Möglichkeit geben, HDR auszustellen und nicht zu einem Zwang verkommen zu lassen. Filme sollen nicht so realistisch wie möglich erscheinen, sondern eben wie ein Film und das mache eine höhere Auflösung kaputt. Gerade das CGI der neuen Marvel-Filme würden für ihn darunter leiden, da diese durch die hohe Auflösung einfach zu offensichtlich nach visuellen Effekten aussehen würden. Allgemein könne er sich dadurch keine neueren Comicverfilmungen mehr ansehen.

Er selbst nutzt übrigens mittlerweile spezielle Linsen für seine Digitalkameras, um die Bilder älter wirken zu lassen.

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