Vor allem jüngere Gamer und Gamerinnen werden sich fragen: Intel® und der Grafikkartenmarkt? Wie soll das zusammenpassen? Dabei versucht sich das Unternehmen nicht zum ersten Mal in der Herstellung von dedizierten Grafikkarten. Bereits 1998 erschien die bisher erste und einzige GPU des Unternehmens, die i740. Doch die Performance des 3D-Beschleunigers war selbst zur damaligen Zeit als eher mittelmäßig einzustufen. Wie sieht die Lage 2021 aus und wird Intel® diesmal mit AMD und NVIDIA® gleichziehen können? Wir informieren Euch!

Doch beginnen wir von vorn. Intel® hat bereits Ende 2020 seine neuen Grafikeinheiten für Notebooks unter der Bezeichnung Iris Xe Max herausgebracht, die bei den Tiger-Lake-Prozessoren zum Einsatz kommen sollen. Die spätestens 2021 erscheinende Desktop-Variante, die ebenfalls auf der Xe-Architektur beruht, wird über einen 4 GB großen Videospeicher, gepaart mit 80 Recheneinheiten und folglich 2.048 Shader-Einheiten, verfügen. Die Anbindung erfolgt über ein 128-Bit-Interface, sodass eine Speicherbandbreite von 68 GB/s erreicht wird. Mit diesen technischen Werten ist die DG1 (Discrete Graphics 1) kein Konkurrent für AMD oder NVIDIA® und bewegt sich leistungsbezogen auf dem Niveau einer GT 1030.

Doch was bringt die Xe-HGP DG2? Kann die zweite Grafikkarten-Generation den Gaming-Markt bereichern? Laut einem Leak des YouTubers MLID (Moore’s Law Is Dead) sollten Team Rot und Grün den Neuling in der Branche nicht unterschätzen. Denn den Quellen von MLID zufolge soll die Performance der DG2 im Bereich einer RTX™ 3070 und RTX™ 3080 liegen. Stimmt diese Aussage, würde Intel® erstmals der Sprung in die High-End-Klasse gelingen.

Detaillierte Aussagen zu der Leistung der neuen Grafikkarte wurden vonseiten des Herstellers bisher nicht bekannt gegeben. Umso überraschender sind die technischen Details, die MLID liefert. Laut seinen Informationen verfügt das Flaggschiff der DG2 über 4.096 Rechenkerne zu 512 Executive Units (EUs) und einen 16 GB großen GDDR6-Speicher, der via 256-Bit-Speicherinterface angebunden wird. Das Fertigungsverfahren wechselt von 10 nm auf 6 oder 7 nm. Die Taktung der DG2 fällt mit 2,20 GHz extrem hoch aus, wobei der TDP entsprechend auf 275 Watt steigt. Neben dem Top-Modell sind ebenfalls kleinere Ableger des DG2 beplant, die wohl 2.048, respektive 1.024 Recheneinheiten besitzen und dementsprechend den Mittelklasse-Bereich abdecken sollen.

Ob sich diese Informationen als wahr herausstellen und ob Intel® der Sprung in den Grafikkartenmarkt gelingt, werden wir wohl erst mit dem Release (4. Quartal 2021?) der neuen GPUs erfahren. Bis dahin müssen wir uns zwangsläufig in Geduld üben.
Aber was denkt Ihr über den Leak von MLID? Könnte der YouTuber Recht behalten oder steht Intel® eine erneute Pleite, wie bereits im Jahr 1998, bevor? Teilt uns Eure Meinung auf Facebook mit!

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