Schon seit einiger Zeit ist „Crunch“ (massive Mehrarbeit, die vor allem vor dem Release eines Spiels vorkommt) ein heiß diskutiertes Thema in der Gaming-Branche. Rockstar, Epic Games und weitere große Namen sind in die Kritik geraten. Angeblich treiben sie ihre Mitarbeiter kurz vor der Veröffentlichung eines großen Titels zum Äußersten und verlangen von ihnen massenhaft Überstunden. Respawn Entertainment (Apex Legends) will dies anders machen.

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Spätestens seit den Skandalen um Rockstar Games, die Mitarbeiter angeblich teilweise 70-80 Stunden pro Woche arbeiten ließen, steht „Crunch“ im Mittelpunkt der Diskussion, wann immer ein großer Titel kurz vor der Veröffentlichung steht. CD Projekt Red (The Witcher 3) hatte vor einigen Monaten die Frage beantwortet, ob es bei „Cyberpunk 2077“ Crunch geben werde. Demnach werden sie Überstunden auf freiwilliger Basis abhandeln – jeder, der mehr arbeiten kann, möge das tun und wird dabei auch angemessen entlohnt und unterstützt.

Ähnlich scheint es auch Respawn Entertainment mit „Star Wars Jedi: Fallen Order“ zu handhaben. Stig Asmussen, der Kopf des Teams, das an Star Wars arbeitet, hat nun in einem Interview mit Eurogamer bestätigt, dass es bei ihnen keine verpflichtenden Überstunden geben wird, aber dass die, die sie dennoch leisten möchten, ordentlich dafür entlohnt und versorgt werden.

Auf die Anmerkung hin, dass viele Mitarbeiter sich dennoch genötigt fühlen könnten, Überstunden zu leisten, erwiderte Asmussen, dass er sicherstellen würde, dass sich niemand unter Druck gesetzt fühle. Er habe schon häufig alle nach Hause geschickt, wenn er merkte, dass sie sich überarbeitet hätten und fühle sich sehr mit seinen Mitarbeitern verbunden. Außerdem merkte er an, dass auch die Leiter der verschiedenen Abteilungen und Projekte diese Überstunden arbeiten würden, um dem Team zu zeigen, dass es nicht nur auf das „untere Ende“ der Hierarchie fallen würde, während die Vorsitzenden sich auf deren Schultern ausruhen. Inwiefern all das der Wahrheit entspricht, lässt sich natürlich von außen nur schwer sagen, die kreativen Köpfe des Projektes bestätigten Asmussens Aussagen jedoch soweit.

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