Bislang fehlt AMD eine Software, die es dem Nutzer erlaubt, die Spannung der CPU zu steuern. Durch eine solche Option können Intel®-User entweder Strom sparen oder mehr Leistung aus Ihrer Hardware herausholen. Nun hat AMD angekündigt, eine eigene Softwarelösung noch in diesem Jahr herauszubringen. Hier sind die Hintergründe.

Die neue Technologie soll im Dezember mit dem AGESA-1180-Update für Mainboards der 400er- und 500er-Reihe verfügbar und mithilfe eines Kurven-Optimierers einfach zu benutzen sein. Dabei ist das Ziel, bei niedriger Last energieeffizienter zu arbeiten und bei hoher Last die Spannung anzupassen. Insgesamt gibt es bis zu 30 Stufen mit Abständen zwischen drei und fünf Millivolt, aus denen der Nutzer wählen kann.

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Allerdings werden nur CPUs der 5000er-Generation die Software nutzen können. Hintergrund ist, dass die Technologie auf internen Sensoren basiert, die in älteren Modellen nicht verbaut sind. In AMDs Marketingfolien wird von einem möglichen Mehrwert von zwei Prozent in der Single-Thread-Performance und bis zu zehn Prozent in der Multi-Thread-Performance gesprochen. Hier profitiert die Software aber von Chipsets, die mehr CCDs und weniger Kerne pro CCD aufweisen. Deshalb wird vor allem der Ryzen™ 5900X durch Precision Boost Overdrive gewinnen. Leider werden beliebte CPUs wie der 5600X Ihre Leistung voraussichtlich nur wenig steigern können.

Ihr werdet den Precision Boost Overdrive vorerst nur im BIOS/UEFI aktivieren können. Im nächsten Jahr soll das Ryzen Master Tool erscheinen, das dann eine einfachere Steuerung erlaubt. Wichtig: Mit einer solchen Änderung erlischt die Garantie! Was haltet Ihr von der neuen Technologie? Habt Ihr vor, sie auszuprobieren?

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