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PC schneller machen

PC Schneller machen

Die besten Performance-Boosts

Wenn der PC zu langsam läuft, lange hochfährt oder Anwendungen nicht schnell starten, kann das mehrere Gründe haben. Um Deinen PC wieder fit für den Alltag und somit schneller zu machen, halten wir einige Tipps und Tricks bereit. Wir zeigen Dir wie Du Deinen alten Rechner wieder jung aussehen lässt.

Hardware erneuern

Merke: Natürlich hast Du die Möglichkeit Dir einen brandneuen Desktop-PC zu kaufen, doch ist dies zumeist teurer und oftmals auch nicht zwingend notwendig. Durch den Austausch entsprechender Komponenten, wie Festplatte, Prozessor, Arbeitsspeicher oder der Grafikkarte, bringst Du wieder frischen Wind in Deinen alten PC, sodass Du Games, Video-Streams und Fotobearbeitungen wieder vollends genießt.

Bevor Du jedoch mit dem Kauf Deiner neuen Hardware beginnst, solltest Du Dich genau darüber informieren, ob die gewünschten Komponenten miteinander kompatibel sind. Das erfährst Du auf den jeweiligen Herstellerseiten. Solltest Du nicht wissen, welche Hardware in Deinem PC verbaut ist oder welche ausgetauscht werden muss, um den PC zu beschleunigen, helfen entsprechende Diagnose-Tools.

Eine überaus vielseitige und aussagekräftige Software ist in diesem Fall SiSoft Sandra Lite. Das Programm zeigt Dir nicht nur detaillierte Informationen zu Deiner Hardware- und Software-Ausstattung, sondern auch zu der Performance und Stabilität Deines Systems. Dargestellt wird die Analyse in Form von Benchmarks, die wiederum mit Referenz-PCs verglichen werden. Auf diese Weise erhältst Du einen schnellen und einfachen Überblick zu der Leistung Deines PCs. Zum krönenden Abschluss hält das Tool sogar Tipps zur Verbesserung der Performance bereit. Die Software ist als Freeware sowie in unterschiedlichen kostenpflichtigen Versionen erhältlich. Für den privaten Gebrauch reicht aber durchaus die kostenlose.

Eigene Hardware prüfen

Wenn Du herausfinden willst, ob eine bestimmte Hardware nicht richtig läuft, empfiehlt sich das Programm Memtest. Es überprüft Deinen Arbeitsspeicher auf mögliche Fehler. Sollte Dein PC, während des RAM-Tests nicht abstürzen, weißt Du, dass diese Komponente keine Defekte aufweist. Somit muss der Arbeitsspeicher auch nicht getauscht werden. Memtest ist ebenso wie SiSoft Sandra Lite als Freeware erhältlich.

Die nächste zu überprüfende Hardware wäre somit die SSD. Diese untersuchst Du mit dem Tool SSDlife, das die erwartete Lebensdauer Deines Flash-Speichers ermittelt und Dich vor dem Totalausfall rechtzeitig warnt. Derselbe Hersteller bietet im Übrigen auch eine entsprechende Software zum Testen von HDDs unter dem Namen HDDlife an. Das Tool arbeitet im Grunde genauso wie sein Zwilling für Flash-Speicher, nur dass es Dir noch die Temperatur des Speichers anzeigt. Sollten auch hier alle Werte im Normbereich liegen, bleiben wohl zwangsläufig nur noch Prozessor und GPU sowie eine schlechte Kühlung des Systems als mögliche Performance-Hemmer zurück.

Der Arbeitsspeicher

Wer gern gleichzeitig mehrere Programme laufen lässt, benötigt einen dementsprechend großen Arbeitsspeicher. Hinzu kommt, dass viele Programme wie Skype, Firefox oder andere Apps permanent im Hintergrund laufen und somit regelrechte Speicherfresser sind. Wenn der Arbeitsspeicher zu klein ist, werden ständig Daten von der Festplatte nachgeladen, wodurch die Performance des PCs gemindert wird. Deutliche Zeichen dafür sind Ruckler beim Zocken und lange Ladezeiten im Webbrowser.

SSDs & HDDs

SSDs und HDDs bieten jeweils ihre individuellen Vorteile. In puncto Geschwindigkeit kann es jedoch die HDD nicht mit dem Flash-Speicher aufnehmen. Eine einfache Möglichkeit, die Geschwindigkeit Deines PCs zu erhöhen, ist der Einbau einer SSD. Diese sind jedoch in den größeren Kapazitäten recht teuer. Andererseits würde niemand auf die Idee kommen, sein Betriebssystem über eine HDD zu starten, wenn er einmal die schnelle Ladezeit einer SSD erlebt.

Die Grafikkarte

Die Grafikkarte ist ebenfalls ein Prozessor, nur dass dieser sich auf die Berechnung von Grafiken konzentriert. Solltest Du feststellen, dass die Bildrate Deiner Games immer weiter sinkt oder dass Videobearbeitungen ungewöhnlich lange dauern, ist ein Upgrade Deiner Grafikkarte sinnvoll. Vorab klärst Du für Dich, welche Ansprüche Du an Deine neue GPU hast. Möchtest Du beispielsweise aktuelle Spiele zocken und Videos bearbeiten, benötigst Du eine bessere Grafikkarte, als wenn Du lediglich Office-Anwendungen nutzt und im Web surfst. Des Weiteren stellt sich die Frage, welche Monitorauflösung Dir zur Verfügung steht und welche Anforderungen Deine Games mitbringen. Sind diese Punkte geklärt, beginnt die Suche nach einer geeigneten Grafikkarte.

Der Prozessor

Der Prozessor ist der Kern Deines PCs. Die Leistung der CPU hängt dabei nicht allein von der Taktfrequenz ab, sondern auch, wie groß der Zwischenspeicher ist, wie viele Kerne verbaut sind und von der Anzahl der unterstützten Threads. Ein Tausch der CPU ist zudem nicht die einfachste Angelegenheit. Daher wechselst Du diesen nur, wenn Du Dir absolut sicher bist, dass Dein PC aufgrund einer schwachen Prozessorleistung lahmt.

Bei dem Kauf einer neuen CPU solltest Du auf den verwendeten Sockel achten. Denn andernfalls könnte ein neuer Sockel den Tausch weiterer Komponenten wie dem Mainboard zur Folge haben.

Die Kühlung

Zu hohe Temperaturen im PC-Gehäuse mindern nicht nur die Lebenszeit der Komponenten extrem, sondern sorgen auch für eine geringere Leistung des Prozessors und der CPU. Bei ständiger Überhitzung kommt es dann zu Systemabstürzen sowie irreparablen Schäden der Hardware. Dem kann jedoch leicht entgegengewirkt werden. Eine verbesserte Lüftung unterstützt die Gesamtperformance Deines PCs. CPU- und Grafikkartenlüfter verbrauchen dadurch weniger Energie und schalten nicht so schnell in den Turbo-Modus. Zudem ist der Einbau eines weiteren Lüfters eine finanziell günstige Angelegenheit.

Sollte Dein Mainboard mehrere Anschlüsse unterstützen, platzierst Du den Lüfter am besten vorn im Gehäuse. Auf diese Weise werden alle Hardware-Komponenten effizient gekühlt. Alternativ kannst Du Dir auch einen Lüfter zulegen, der über das Netzteil betrieben wird.

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Wie sorgen die Hardware-Komponenten für einen schnelleren PC?

Du hast Dich schon immer gefragt, wie viel Speicherplatz Du wirklich benötigst, welche Grafikkarte Deinen Anforderungen entspricht oder ab wann eine HDD bzw. SSD sinnvoll ist? Unser kurzes FAQ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Fragen zum Arbeitsspeicher

Wie viel Speicherkapazität benötige ich?

Firefox und Co. sind wahre Datenfresser. Daher solltest Du darauf achten, dass Du mindestens 8 GB RAM zur Verfügung hast. Wer leistungshungrige Anwendungen oder Games betreibt, ist mit 16 GB Arbeitsspeicher gut beraten.

Worauf sollte ich achten bei dem Kauf eines neuen Arbeitsspeichers?

Beim Kauf eines neuen Arbeitsspeichers musst Du beachten, wie viele und welche RAM-Slots Dein Mainboard zur Verfügung stellt. Anhand dessen kannst Du entscheiden, ob Du einen, zwei oder mehr Speichermodule und DDR3 oder DDR4 installierst. Darüber hinaus ist die unterstützte Taktfrequenz des Prozessors entscheidend. Du kannst zwar Arbeitsspeicher mit einer höheren Taktfrequenz installieren, doch werden diese gedrosselt, womit sich der erhöhte Kostenaufwand nicht lohnt.

Fragen zur Festplatte

Wie viel Speicherkapazität benötige ich?

In der Regel reichen 128 GB SSD-Speicher vollkommen aus, um Betriebssystem und Office-Anwendungen schnell zu starten. Solltest Du jedoch eine sehr große Spielesammlung besitzen, die zudem im Bestfall jederzeit abrufbereit ist, greifst Du auf eine SSD mit wesentlich mehr Kapazität zurück. Hierbei empfehlen sich durchaus 1-TB-Modelle.

Wann benötige ich eine HDD zusätzlich zur SSD?

Die Erweiterung der HDD bietet sich vor allem an, wenn Du viele Musik-, Film- und Foto-Dateien Dein Eigen nennst. Der Einbau ist genauso leicht wie bei einer SSD. Der Vorteil einer HDD ist zudem, dass Du viele Terabytes bereits zu einem sehr günstigen Preis erhältst. Somit eignet sich eine HDD überwiegend als Speichermedium. Für alle anderen Anwendungen, welche schnell geladen werden sollen, empfiehlt sich stets die Verwendung einer SSD.

Fragen zur Grafikkarte

Wie groß sollte der Videospeicher sein?

Als Eckpunkte gelten für eine Full-HD-Auflösung 4 GB, für WQHD mindestens 6 GB und für UHD mindestens 8 GB. Solltest Du des Weiteren hochauflösende Games der neuesten Generation spielen und auch darauf zukünftig nicht verzichten wollen, kaufst Du Dir eine GPU mit mindestens 8 GB Speicher oder mehr.

Welche Grafikkarte benötige ich für Echtzeit-Raytracing?

Dafür benötigst Du min. eine NVIDIA® RTX™ 2060/2070/2080/3060 Ti/3070/3080/3090.

Einfache Methoden zum Beschleunigen Deines PCs

Am Anfang fällt es kaum auf, doch nach einer gewissen Zeit wird Dein PC immer langsamer. Was zu Beginn den Bruchteil einer Sekunde gedauert hat, kann mittlerweile zur wahren Odyssee werden.

Ungeduldig fragt man sich, ob das Programm überhaupt reagiert oder ob es „nur“ mal wieder einen schlechten Tag hat. Oftmals reicht jedoch das Befolgen einiger einfacher Tipps, um Deinen PC wieder schneller zu machen.

Der Autostart

Eine Möglichkeit, Dein System zu beschleunigen, ist den Autostart von selten verwendeten Anwendungen zu bereinigen. Das ermöglicht Dir das Programm Autoruns, welches sämtliche Komponenten aufzeigt, die Windows automatisch lädt. Des Weiteren kann aber auch Schadsoftware, die sich in den Autostart eingenistet hat, diesen verzögern. Diese unerwünschten Systembremsen lassen sich ebenfalls über Autoruns ermitteln.

Welche Programme Du getrost aus dem Autostart entfernen kannst und wie Du eine Schadsoftware erkennst wird Dir ausführlich inklusvie Schritt-für-Schritt-Anleitung bei PCWelt erläutert.

Datenträgerbereinigung

Mit einer Datenträgerbereinigung entfernst Du sämtliche unnütz gewordenen Daten. Diese sammeln sich unter anderem durch das Betriebssystem und andere Programme, sodass Deine Festplatte schnell zugemüllt wird. Zuweilen entstehen sie auch, wenn Anwendungen nicht sauber vom System entfernt werden. Um diese Reste und unnötigen Daten von Deinem PC zu eliminieren, empfiehlt sich eine Bereinigung der Festplatte. Die führst Du zum Beispiel mit dem Windows Cleaner-Kit von PC-Welt durch. Das Kit beinhaltet im Übrigen eine Reihe von nützlichen Anwendungen, die Dir dabei helfen, Dein System zu beschleunigen.

Zur Datenbereinigung klickst Du im Cleaner-Kit auf das entsprechende Tool und wählst das zu bereinigende Laufwerk aus. Im Regelfall dürfte es das C-Laufwerk sein. Nach einem Scan zeigt Dir das Programm eine Liste mit Dateien, die Deinen PC verlangsamen. Setze ein Häkchen auf die betreffenden Felder und lösche diese. Weitere Anwendungen, die Deine Laufwerke analysieren und zum Teil auch Autostart-Verwaltungen beinhalten, sind der Wise Registry Cleaner und Eusing Free Registry Cleaner. Alle Programme kannst Du natürlich kostenfrei im Internet herunterladen.

Anwendungen & Windows

Auf einem PC oder Laptop befinden sich zahlreiche Anwendungen, die ihre Spuren hinterlassen. Diese bestehen aus temporären Dateien, Fehlerprotokollen, Cookies, Formular- und Sitzungsdaten. Nicht jede der abgelegten Dateien ist wünschenswert. Um sie zu entfernen, bietet das Cleaner-Kit von PC-Welt die Software Bleachbit. Mit diesem Tool lassen sich eine Vielzahl unerwünschter Dateien löschen. Dazu musst Du vorab alle Anwendungen schließen. Danach kannst Du Dich mit Bleachbit vertraut machen.

Der Vorteil in Bleachbit besteht darin, dass unter jedem Kategorie-Punkt, wie beispielsweise „Firefox“ oder „System“, eine kurze Erklärung der Option erfolgt. Solltest Du Dir trotzdem über die Auswirkungen einer Löschung nicht im Klaren sein, klickst Du auf „Vorschau“, um die betroffenen Dateien einzusehen. Wenn Du Dir sicher bist, welche Dateien wirklich gelöscht werden sollen, setzt Du an den entsprechenden Stellen ein Häkchen und klickst auf „Endgültig aufräumen“.

Ein anderes Tool, das den gleichen Zwecken dient wie Bleachbit, ist PrivaZer. Hier hilft Dir ein Assistent mit entsprechenden Empfehlungen. Der Vorteil dieses Tools ist, dass Du Dir im Zweifelsfall einen Wiederherstellungspunkt für die betreffenden Dateien erstellen kannst. Wodurch Du bei etwaigen Problemen die gelöschten Dateien wiederherstellst.

Der ebenfalls im Cleaner-Kit enthaltene CCleaner funktioniert ähnlich wie Bleachbit. Hier hast Du jedoch eine übersichtlichere Benutzeroberfläche sowie mehr Einstellungsmöglichkeiten und Erklärungen. Vor der Arbeit mit CCleaner solltest Du diesen auf die neuste Version updaten. Wie dies funktioniert und welche Einstellungen Du vornehmen musst, um unerwünschte Daten aus Deinem System zu entfernen, erfährst Du bei PCWelt. Eine ausführliche Anleitung führt Dich sicher durch die notwendigen Schritte.

Wenn Dein PC zu langsam ist, kann dies aber auch an zu vielen Programmen liegen, die gleichzeitig laufen. In der Regel benötigen nicht nur die Anwendungen Speicherkapazität und Prozessorleistung, die aktuell verwendet werden, sondern auch jene, die im Hintergrund für den Nutzer unbemerkt laufen. In diesem Fall liefert der Task-Manager nützliche Informationen. Rufe diesen einfach durch Rechtsklick auf das Start-Zeichen auf und wähle im Menü „Mehr Details“.

Im Folgenden siehst Du den Punkt „Apps“, der Dir die momentan verwendeten Programme anzeigt. Hinter jeder Anwendung findest Du eine Aufschlüsselung, wie viel CPU-Leistung, Arbeitsspeicher, Grafikkarten-Leistung usw. verbraucht werden. Die Auslastung der jeweiligen Hardware kann durch Klick auf die Spalte sortiert werden, sodass Du Deine größten Performance-Fresser auf Anhieb erkennst. Ist dieser identifiziert, ermöglicht Dir der Task-Manager per Rechtsklick auf das Programm, dieses zu schließen.

Programme sauber entfernen

Wer seine Anwendungen über die Systemsteuerung deinstalliert, geht in der Regel davon aus, dass sämtliche dazugehörigen Dateien restlos entfernt werden. Das ist jedoch ein Irrtum. Oftmals bleiben Konfigurationsdateien, Registry-Einträge und Verknüpfungen erhalten. Um auch diese letzten Spuren zu entfernen, hilft Dir IObit Uninstaller. Es bietet Dir bereits nach dem Start eine umfangreiche Liste von Programmen, die sich deinstallieren lassen. Darunter findest Du nicht nur selbst installierte Anwendungen, sondern auch Browser-Toolbars, Plug-ins und Windows-Apps.

Die vorinstallierte Software

In neuen PCs und Notebooks finden sich zahlreiche Anwendungen, die nicht für jeden nützlich oder hilfreich sind. Eine Reihe dieser Programme wirst Du vermutlich niemals verwenden und dennoch laden sie sich automatisch beim Start Deines PCs oder Notebooks mit und verlangsamen somit die Leistung Deines Systems.

Abhilfe schafft hier das Tool Slimcomputer, das Sie mittels eines Bewertungssystems in der Einschätzung unterstützt, welche Programme wirklich benötigt werden und welche nicht. Wie diese Software genau funktioniert und worauf Du achten musst, erläutert Dir PCWelt im Detail.

Als Alternative zu Slimcomputer bietet sich das Tool Should I Remove it? an, welches im Grunde den gleichen Ansatz verfolgt. Es ist wie Slimcomputer ebenfalls als Freeware erhältlich.

Festplatten bereinigen und optimieren

Beim Speichern von Dateien werden deren Bestandteile unter Windows oftmals nicht an einem Stück abgelegt, sondern zumeist querbeet. Durch das Löschen entstehen Lücken, die später wieder durch Bruchstücke einer Datei gefüllt werden. Dadurch verteilen sich die einzelnen Dateien für eine Anwendung über die gesamte Festplatte. Durch dieses Vorgehen werden einzelne Dateien zwar immer noch zügig geladen, Programme mit mehreren Dateien benötigen durch die ungeschickte Verteilung eine deutlich längere Ladezeit.

Um diesen Performance-Einbruch zu korrigieren, musst Du Deine  Festplatte defragmentieren. Ein hilfreiches Tool hierfür ist Defraggler. Es zeigt Dir den Fragmentierungsgrad Deiner Festplatte und bietet Dir die Möglichkeit, lediglich einzelne Dateien zu defragmentieren. Dazu wählst Du nach der Prüfung die Registerkarte „Dateiliste“ und sortierst diese durch Klick auf „Fragmente“. Dadurch werden Dir stark fragmentierte Dateien angezeigt, die Du mit einem Häkchen für die Defragmentierung kennzeichnest.

Defraggler beginnt daraufhin mit der Arbeit, wodurch nicht nur Dein System beschleunigt wird, sondern sich auch der freie Speicher Deiner Festplatte erhöht.

Der Internetbrowser

Der Internet-Browser lässt sich durch verschiedene Add-ons in seinem Funktionsumfang erweitern. Jedoch ist nicht jedes Add-on sinnvoll oder auch erwünscht. Schnell schleichen sich Erweiterungen, beispielsweise der Toolbar, durch werbefinanzierte Freeware ein. Solche Zusatzfunktionen können jedoch Deinen Browser schnell verlangsamen oder ihn sogar in seiner Funktionsweise einschränken.

In solchen Fällen hilft Malwarebytes Adwcleaner. Dieses Tool funktioniert wie die meisten anderen im ersten Schritt mit einem Scan, der unerwünschte Adware, Toolbars oder Hijacker aufspürt. Im Folgenden erhälst Du eine Liste mit allen Einträgen, von denen Du nur jene auswählst, die Du entfernen möchtest. An dieser Stelle solltest Du spätestens alle geöffneten Dateien speichern und alle Programme schließen. Denn sobald Du auf „Bereinigen&Reparieren“ klickst, beginnt der Adwcleaner mit seiner Arbeit, die durch einen Neustart des Systems abgeschlossen wird.

Alle Webbrowser sind ständig den Angriffen von Spyware, Trojanern oder Hijackern ausgesetzt. Davor schützt Dich in der Regel Deine Antivirensoftware. Um jedoch auf der sicheren Seite zu sein, nutzt Du das kostenlose Tool SpybotSearch & Destroy. Ist dieses auf die neueste Version aktualisiert, scannst Du Dein System mittels des Tools. Nach Abschluss der Prüfung zeigt Dir das Programm alle erkannten Probleme an, die durch eine farbliche Markierung kategorisiert werden. Hierbei steht Rot für echte Bedrohungen, die unbedingt entfernt werden sollten. Grünmarkierte Einträge sind zwar harmlos, dürfen aber getrost gelöscht werden. Bei den Schwarzen handelt es sich um Systemdateien, die Du nicht anrührst.

Treiber

Treiber sorgen für die Kommunikation zwischen Hardware und Betriebssystem. Sind sie veraltet oder fehlerhaft, kann es zu Problemen zwischen beiden Schnittstellen kommen. Grafikkarten, Arbeitsspeicher und Co. arbeiten in diesen Fällen deutlich langsamer und sind zudem durch Sicherheitslücken anfälliger für Schadsoftware. Das Gleiche gilt für Dein Betriebssystem. Dieses aktualisierst Du am einfachsten über Windows Update in den Einstellungen. Das Tool prüft, ob online neue Updates zur Verfügung stehen und bietet Dir diese als Download an.

Grafikkarten, Arbeitsspeicher und andere Hardwarekomponenten lassen sich entweder manuell auf den neusten Stand bringen oder über die entsprechende Hersteller-Software.

Eine kurze Übersicht der wichtigsten Treiber:

Hardware Treiber Anwendung
Mainboard
  • AMD Chipsatztreiber
  • AMD NVMe RAID Driver
  • Intel® Chipsatz-Treiber
  • Intel® Ethernet Connections CD
  • Intel® Chipsatz-Treiber
  • Realtek Ethernet Controller Driver
  • Für den Betrieb eines AMD-Mainboards
  • Für X399-Mainboards zur Unterstützung von NVMe-SSD-RAID
  • Für alle PCs bzw. Mainboards mit Intel®-Chipsatz
  • Für die meisten Intel® -Netzwerkanschlüsse
  • LAN-Treiber für Intel®-Mainboards mit dem Realtek Ethernet LAN Controller auf Windows 7, 8, 10
Grafikkarte
  • Grafikkarte AMD
  • Intel® Grafiktreiber
  • Intel® Chipsatz-Treiber
  • NVIDIA® GeForce-Treiber
  • NVIDIA® Linux Display Driver
  • NVIDIA® PhysX System Software
  • Für alle Radeon™-Grafikkarten
  • Grafiktreiber für Intel®-CPUs und ältere Mainboards mit integrierter Grafik
  • Für aktuelle NVIDIA®-Grafikkarten
  • Der offizielle Linux-Treiber für NVIDIA®-Grafikkarten der Serien GeForce und Quadro
  • Treiber für AGEIA PhysX-Karten und NVIDIA®-Grafikkarten
Soundkarten
  • Creative Sound Blaster Audigy
  • Creative Sound Blaster Live!
  • Treiber für die Audiogeräte der Creative Sound Blaster Audigy-Serie
  • Creative Sound Blaster Live! Sound Blaster Live! DriverPack beinhaltet alles Nötige

Praktische Tools im Überblick

Bisher wurden zahlreiche Tools und Vorgehensweisen erläutert, die Dir helfen, Deinen PC zu beschleunigen. Die folgende Tabelle fasst die bisher aufgeführten Informationen in Kurzform für Dich zusammen.

Tool Beschreibung Art der Software
Cleaner-Kit
  • von PC-Welt zusammengestelltes Kit mit nützlichen Tools, zum Beschleunigen und Optimieren Ihres PCs (CCleaner, Bleachbit, Privazer, Spybot Search & Destroay, Should I Remove it?, Adwcleaner, Iobit Uninstaller)
Freeware
CCleaner
  • Bereinigung von temporären Dateien, Tracking-Cookies und Browserdaten
  • Professional und Professional Plus Versionen bieten umfangreiche Zusatzfunktionen
Freeware, Professional und Professional Plus sind kostenpflichtig
Bleachbit
  • bereinigt Speicherplatz, zur Optimierung des Systems
Freeware
PrivaZer
  • bereinigt Speicherplatz, zur Optimierung des Systems
Freeware
IObit Uninstaller
  • zur Deinstallation von Software, Windows-Apps und Browser-Plugins
  • als PRO-Version mit Zusatzfunktionen erhältlich
Freeware, PRO-Version ist kostenpflichtig
Wise Registry Cleaner
  • sucht und entfernt überschüssige Registrierungseinträge, repariert Windows-Fehler
  • Upgrade zur Pro-Version möglich
Freeware, Pro-Version kostenpflichtig
Slimcomputer
  • entfernt nicht benötigte Software spurenlos
Freeware
Should I Remove It?
  • entfernt nicht benötigte Software spurenlos und gibt Empfehlungen
Freeware
Defraggler
  • zur Defragmentierung der Festplatte
Freeware
Malwarebytes Adwcleaner
  • Anti-Spyware-Programm, entfernt Adware, Toolbars uvm.,
  • als Premium-Version erhältlich mit zahlreichen Features
Freeware, Premium-Version kostenpflichtig

Die Notlösung

Wenn sämtliche Lösungsvorschläge versagen und der PC immer noch langsam läuft, hilft eventuell nur noch eins: Formatieren. Das ist zwar sehr zeitaufwendig, beseitigt aber auch System-Fehler, die vielleicht vorab übersehen wurden. Doch bevor Du mit dem Formatieren beginnst, erstellst Du unbedingt ein Back-up Deiner Daten, falls Du das nicht eh regelmäßig machst.

Je nach Betriebssystem verläuft das Formatieren etwas unterschiedlich. Solltest Du noch Windows XP verwenden, dann besitzt Du eine Windows CD mit dem dazugehörigen Betriebssystem, bei Vista ist es wiederum eine DVD und bei Rechnern ohne Laufwerk ein USB-Stick. Lege zunächst die Windows-CD/DVD in das Laufwerk oder steck den Setup-Stick in die jeweilige Buchse. Nach dem Neustart des PCs wird dieser Dich auffordern, eine beliebige Taste zu drücken. Daraufhin musst Du lediglich den Anweisungen folgen. Das Setup wird Dich des Weiteren fragen, ob Du die Systempartition formatieren und/oder löschen willst. Falls Du auf das Entfernen aller Daten verzichtest, wählst Du zum Überschreiben nur die Partition mit dem vorhandenen Windows.

Während der Neu-Installation von Windows wird Dich das Betriebssystem zu einigen Punkten wie dem Benutzernamen und dem W-LAN-Schlüssel fragen. Bei einigen Windows-Versionen, wie z. B. Windows 8, ist des Weiteren die Eingabe einer Seriennummer zwingend notwendig. Nach Abschluss des Setups solltest Du zudem die Windows-Updates installieren sowie Deine Treiber aktualisieren.

Etwas zügiger funktioniert das Ganze unter Windows 8.1 und Windows 10, indem Du für erstere Version Windows-C drückst und für letztere Windows-i. Daraufhin werden die PC-Einstellungen aufgerufen, wo Du unter Wiederherstellung Dein Betriebssystem erneuerst.

Fazit

Um Deinen PC wieder fit für den Alltag zu machen, gibt es schlussendlich viele Methoden und Möglichkeiten. Bevor Du Dich zu einem übereilten Kauf von neuer Hardware entscheidest, solltest Du daher unsere Tipps befolgen und vorab Dein System von Schadsoftware, Datenmüll und unaufgeräumten Festplatten befreien. Zumeist reicht das schon aus, um Deinem PC neuen Speed zu verleihen. Sollten jedoch sämtliche Auffrischungs-Kuren versagen, bleibt der Kauf neuer Hardware nicht aus. Prüfe daher stets mit den entsprechenden Tools, welche Hardware lahmt oder gar defekt ist. Ist die neue Komponente gefunden, wirst Du damit Deinen PC im Nu beschleunigen, sodass Games, Video-Streaming und Co. Deinen Alltag wieder versüßen.

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