PC Modding

PC-Modding bezeichnet die individuelle Gestaltung beziehungsweise Veränderung eines Desktop-PCs. Doch werden durchaus auch Laptops, Smartphones oder Keyboards durch das Auftragen von Lackierungen oder das Eingravieren spezieller Designs gemoddet, wobei der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Wir zeigen Dir wie auch Du zum Modder wirst.

  1. Welche Formen des PC-Moddings gibt es?
  2. Welche Tools benötigst Du für das Case-Modding?
  3. Vielfältige Möglichkeiten des Moddings
  4. Ausblick: Die deutsche CaseMod-Meisterschaft (DCMM)
  5. Fazit zum Thema PC-Modding

1. Welche Formen des PC-Moddings gibt es?

PC-Modding richtet sich an alle Kreativen und diejenigen, denen der Einheitsbrei auf dem PC-Markt zu alltäglich ist. Beim Case-Modding handelt es sich um ein interessantes Betätigungsfeld, das durch sein großes Spektrum nie langweilig wird. Ob ein futuristisches Design, eine Hommage an den Lieblingshelden oder der ewige Serienfavorit sowie der Steam-Punk-Look – der persönlichen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Beim PC-Modding stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Individualisierung zur Verfügung. Die wohl am häufigsten angewandte ist das Case-Modding, bei dem das Gehäuse des Desktops-PCs ganz nach Belieben gestaltet wird. Dabei können zum Beispiel zusätzliche Elemente an das Gehäuse angebracht oder aber auch bestehende weggenommen werden. Zum Bereich des Case-Moddings gehört ebenfalls die individuelle Gestaltung von Grafikkarten und Wasserkühlsystemen, sodass sich die gestalterische Freiheit auch auf das Innenleben bezieht.

Vielen PC-Moddern ist aber nicht nur das außergewöhnliche Design ihres Desktop-PCs wichtig, sondern auch die Möglichkeit, Komponenten schnell und einfach zu modifizieren. Dafür ist das richtige Kabelmanagement vonnöten, mit welchem Du ohne viel Aufwand nicht nur das Innere Deines PCs durch neue Hardware upgradest, sondern ebenfalls durch unterschiedliche Kabel-Varianten Highlights setzt oder ganze Filmkulissen nachgestaltest.

Ein beliebtes, und auch schon bei vielen käuflich zu erwerbenden Desktop-PCs angewandtes Modding-Verfahren, besteht in dem Einsatz von Licht, welches Dein Schmuckstück immer wieder aufs Neue in Szene setzt.

Durch LED-Stripes, beleuchtete Lüfter und Kühler passt Du das Innenleben Deines PCs ganz auf Deine aktuelle Gefühlslage an. Ob aggressives Rot, beruhigendes Blau oder das volle Spektrum der RGB-Farbpracht – mittels LED-Beleuchtung versetzt Du dich in die passende Stimmung für das nächste Gaming-Abenteuer.

Achtung: Doch aufgepasst – PC-Modding ist nichts für schnell Entschlossene. Bestimmte Designs erfordern Bohrungen oder die Abnahme ganzer Gehäusepartien, die das Lüftungssystem und somit auch die Leistungsfähigkeit Deines PCs beeinflussen könnten. Durchdenke daher im Vornherein Dein erstrebtes Design sehr gut, denn der PC soll ja nicht nur optisch einiges her machen.

2. Welche Tools benötigst Du für das Case-Modding?

Für ein ausgefallenes PC-Case-Modding benötigst Du in erster Linie ein Gehäuse, zumeist eine Plexiglasscheibe sowie ein angepasstes Beleuchtungskonzept. Ehe natürlich mit der Neugestaltung des Gehäuses begonnen werden kann, muss das Design feststehen. Erst dann ist es möglich, die benötigten Werkzeuge und Tools zu bestimmen. Je nachdem, ob Komponenten entfernt oder neue hinzugefügt werden, und wie viel modifiziert werden soll, sind folgende Hilfsmittel nützlich:

  • Metallsäge, Stichsäge (für Holz und Metall)
  • Feile (für Holz und Metall)
  • Klebeband
  • Schleifpapier
  • Dremel
  • Pappe oder Papier zum Abkleben
  • Schutzbrille
  • Gewindeschneider
  • Akkuschrauber (verschiedene Bits und Bohrer)
  • Cuttermesser
  • Netzteiltester
  • Multimeter
  • Wärmeleitpaste
  • Metall-Linial
  • Messschieber
  • Schraubzwinge
  • Heißluftgebläse
  • Reisnadel
  • Schablonen
  • Klebefolie
  • Lack
  • Lötkolben & Lötzinn
  • Kabelbinder, Klettbänder
  • Reinigungstuch

Merke: Wie viele dieser hier aufgezählten Werkzeuge Du wirklich benötigst, richtet sich stark nach dem erstrebten Design. Möchtest Du beispielsweise nur wenige Komponenten austauschen, wirst Du höchstwahrscheinlich bestimmte Tools nicht verwenden. Solltest Du jedoch ein außergewöhnliches PC-Modding anstreben, bei welchem ein gewöhnliches Gehäuse nicht infrage kommt, werden Metallsäge, Lötkolben und Co. mit Sicherheit die essenzielle Grundlage bilden.

3. Vielfältige Möglichkeiten des Moddings

Die Möglichkeiten des PC-Case-Moddings sind so vielfältig wie ihre Designer selbst. Individuelle Design-Vorstellungen, technische Anforderungen und handwerkliches Geschick gehören genauso zum Case-Modding wie die nötige Leidenschaft. All dies macht PC-Modding nicht nur zu einem Trend, der tausende Menschen begeistert, sondern auch zu einer Kunstform, in welcher stets neue Formen und Materialien den aktuellen Zeitgeist prägen.

3.1 Case-Modding als individueller Ausdruck

Die Grundlage eines jeden Casemoddings ist das richtige Gehäuse. Für Anfänger empfiehlt es sich, als Basis ein normales Gehäuse zu verwenden. Mit dieser Option kannst Du dich bereits vorab entscheiden, ob Du ein Seitenfenster oder sogar mehrere benötigst. Auf diese Weise sparst Du Zeit und ein aufwendiges Herausschneiden von Metallwänden entfällt ebenfalls. Wenn Du eine Wasserkühlung einbauen möchtest, achte darauf, dass die Aussparungen für die Radiatoren in dem gekauften Gehäuse groß genug für Deine Kühllösung sind.

Für Profis im Bereich des Case-Moddings stehen fertige Gehäuse außer Frage. Sie bevorzugen es, sich ihre Gehäuse von Grund auf neu zu bauen. Dadurch erhalten Profis die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Nicht selten werden bei Casemodding-Meisterschaften PCs in einem Gehäuse eines Roboters oder Mikrowellen vorgestellt. Die Konstruktion eines komplett neuen und eigenständigen Gehäuses wird als CaseCon bezeichnet. CaseCon setzt sich aus den englischen Begriffen Case und Construction zusammen und bedeutet somit Gehäuse-Konstruktion.

Der Umfang des Modding-Projektes selbst hängt stark von der Kreativität, dem handwerklichen Geschick und der Bereitschaft, Geld zu investieren, ab. Rein optische Veränderungen werden bereits durch einfache Mittel wie Lackierungen oder diverse Beklebungen erreicht. Bei dem Einbau von Seitenfenstern oder dem Fräsen von Aussparungen in ein normales Gehäuse gilt es zu beachten, dass jeder falsche Schnitt die Gesamtoptik verderben kann und später nur noch mit Mühe zu kaschieren ist.

Zu Beginn gibt es im Grunde eine Faustregel: Ehe das Modding startet, sollten sämtliche Hardware-Komponenten aus dem Gehäuse entfernt werden, um eine Beschädigung dieser zu vermeiden. Danach darf nach Belieben lackiert, gefräst und gesägt werden. Dafür bietet es sich an, die zu bearbeitenden Flächen per Krepp- oder Klebeband zu separieren, um einen besseren Überblick der vorliegenden Arbeitsschritte zu erhalten.

3.1.1 Case-Modding mit Modelliermasse, Blech und Co.

Case-Modding mit Modelliermasse, Styropor, Blech, Holz und vielen weiteren Materialien ist definitiv nichts für Anfänger und dient in erster Linie dem CaseCon. Wer jedoch viel handwerkliches Geschick besitzt, wird sich mithilfe dieser Materialien nicht nur einen individuellen Desktop-PC erstellen, sondern ein richtiges Highlight und Sammlerstück in seine Wohnung zaubern.

Mittels Modelliermasse lassen sich unterschiedlichste Ideen umsetzen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das Gehäuse mit Modelliermasse in ein mittelalterliches Szenario zu verwandeln, indem Seitenwände in Form alter Gemäuer ausgekleidet werden. Durch den Einsatz von Holz, Blech, Styropor und anderer Materialien verkleidest Du Dein Gehäuse nicht nur, sondern verpasst Deinem Case die Optik eines Predator-Kopfes, eines Raumschiffes, eines Motors oder andere kreative Formen. Der Gestaltungsvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.

Plexiglasscheiben sind ein sehr beliebtes Mittel beim Case-Modding. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, als Seitenwände den Blick ins Innere des Gehäuses frei zu geben, sondern lassen sich ebenfalls bestens für futuristische Designs verwenden. Wer vorwiegend Wert auf ein abstraktes oder außergewöhnliches Innenleben legt, für den bietet es sich an, ein Gehäuse komplett aus Acrylglas oder Plexiglas zu fertigen, wodurch ein Rundum-Blick ermöglicht wird.

3.1.2 Case-Modding mit einem Wasserkühler

Mit einer Wasserkühlung setzt Du nicht nur das Design Deines Gehäuses in Szene, sondern versorgst Deine Hardware mit einer effizienten Kühlung bei gleichzeitig leisem Betrieb. Bei der Gestaltung der Wasserkühlung stehen Dir viele Optionen offen. Du kannst mithilfe der Schläuche bunte Akzente setzen oder mittels UV-Lichtern diese stilvoll beleuchten.

Durch individuelle Ausgleichsbehälter (AGB), die die Wärme ableiten, versorgst Du Dein Kühlsystem optimal mit Wasser. Gleichzeitig dient der AGB als Druckausgleich und Wasserspeicher. Zudem macht ein Ausgleichsbehälter auch optisch was her.

Durch das auf Wunsch farbige Wasser im AGB passt Du die Wasserkühlung Deinem individuellen Design an und setzt gleichzeitig farbige Highlights. Die farbenfrohe Szenerie eignet sich vor allem für futuristische Konstruktionen, die von der richtigen Beleuchtung und den Farbakzenten leben.

3.2 Kabelmanagement für ein aufgeräumtes Innenleben

Das richtige Kabelmanagement hat nicht nur optisch klare Vorteile, sondern ermöglicht zudem einen schnellen Austausch der Komponenten. Des Weiteren erschweren ineinander verhedderte Kabel beim Auftreten von Fehlern das Stellen einer einfachen und schnellen Diagnose.

Beim Kabelmanagement existieren verschiedene Schwerpunkte, auf welche Wert gelegt werden kann. Für eine schnelle und bequeme Wartung sollten die Kabel so im Inneren verlegt sein, dass sie leicht zugänglich sind. Am besten wird das erreicht, indem bestehende Strukturen, wie der Rand des Gehäuses, Laufwerksschächte oder Mainboardkanten, genutzt werden.

Zudem sollte bedacht werden, dass selbst Bastler, welche sich gern an neuen Grafikkarten ausprobieren, nicht ständig alle ihre Komponenten wechseln. Daher empfiehlt es sich, Kabel vom Front-Panel, dem optischen Laufwerk und der Luftsteuerung zu einem eigenen Strang zusammenzufassen und diesen beispielsweise hinter anderer Hardware zu verstecken.

Für Case Modder, die mittels Seitenfenster oder mithilfe gänzlich durchsichtiger Gehäuse das Innenleben in Szene setzen, ist das richtige Kabelmanagement essenziell. Nur selten lassen sich die Kabel gekonnt in das gewünschte Design integrieren, weshalb der Trend vor allem zum Verstecken jener tendiert. Dies ermöglichen Dir vorwiegend der Mainboardträger, die Laufwerksschächte sowie die Gehäusevorder- und Rückseite, bei welchen entweder dahinter oder entlang Kabel gut geführt und versteckt werden können.

Eine simple Variante, sein Kabelmanagement zu unterstützen, ist die Verwendung von Kabelbindern, Kabelspiralen, Klettbändern und modularen Netzteilen. Durch die Kabelbinder, Klettbänder und Kabelspiralen lassen sich verschiedene Kabel ganz einfach zusammenführen, sodass sie bequem hinter anderer Hardware verdeckt werden. Modulare Netzteile wiederum bieten die Möglichkeit, nur jene Kabel zu verwenden, welche wirklich für den Anschluss der unterschiedlichen Komponenten vonnöten sind, sodass lose Kabel erst gar nicht entstehen.

Wer jedoch auf farbige Akzente bei seinen Kabeln Wert legt, erreicht dies durch Sleeves, die das eigentliche Kabel ummanteln. Sie sind in allen erdenklichen Farben und Strukturen erhältlich, von denen manche sogar im Dunkeln leuchten. Dadurch lassen sich auf eine einfache Art und Weise futuristisch anmutende Gebilde und architektonische Formen im Innern herbeizaubern.

Merke: Eine weitere Möglichkeit, zu lange Kabel zu verstecken, ist das Erstellen eines eigenen Netzteil-Covers, mit dem das individuelle Design des Gehäuse-Innenlebens unterstrichen wird. Am besten fertigst Du dazu ein vorläufiges Cover aus Pappe, das Du solange anpassst bis das Netzteil und die zu verstauende Kabel vollständig bedeckt sind. In Dein Papp-Cover kannst Du daraufhin Gravuren einzeichnen oder bestimmte Parts ausschneiden. Im Anschluss daran gehst Du mit dieser Papp-Konstruktion zu einem lokalen Metallfachgeschäft, das Dir das Cover in Metall produziert. Auf diese Weise erreichst Du ein durchgängig aufgeräumtes Innenleben und Dein Design spiegelt sich ebenfalls in einem kreativen Netzteil-Cover wider, welches später durch eine gekonnte Beleuchtung ins richtige Licht gerückt wird.

3.3 Stilvoll mit Light-Management

Die wohl beliebteste Form des Case-Moddings ist das richtige Beleuchtungskonzept, welches sowohl das Innenleben wie auch das Gehäuse selbst gekonnt in Szene setzt. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Um einen Desktop-PC mit einer kunstvollen Beleuchtung auszustatten, existieren verschiedene Möglichkeiten, die schon mit relativ wenig Geld realisierbar sind.

Für die passende Beleuchtung Deines Desktops-PCs sorgen zahlreiche unterschiedliche Anbieter, die ein umfangreiches Sortiment anbieten. Eine sehr einfache, und zudem viel Gestaltungsfreiheit offerierende Methode, ist das Anbringen von Kaltkathoden-Leuchstofflampen.

Mit diesen bist Du in der Lage, die gewünschten Bereiche oder Komponenten ganz nach Deinen Wünschen zu beleuchten. Aufgrund der nicht vorhandenen Hitzeentwicklungen der Kaltkathoden läufst Du nicht Gefahr, durch eine falsche Platzierung Deine Hardware zu beschädigen oder das Gehäuse unnötig aufzuwärmen.

Wenn Du lediglich einzelne Komponenten hervorheben möchtest, bieten sich Spotlights an. Aufgrund ihrer hohen Leuchtintensität ziehen sie den Blick des Betrachters auf einen speziellen Punkt, beispielsweise auf die Lüfterblätter oder die Grafikkarte, die im Zentrum Deines Lichtspiels stehen soll.

Eine sehr kostengünstige Variante, um Deinen Desktop zu modden, ist der Einsatz von LED-Streifen und LED-Bändern, die oftmals einfach über Magneten befestigt werden. Ihre Vielfalt erlaubt es Dir, die LED-Beleuchtung frei im Gehäuse oder auch außen zu montieren und somit Dein Design zielsicher zu unterstreichen.

Ein wahres Highlight im Bereich des Light-Moddings dürfte die Beleuchtung von Wasserkühlungen sein. Sie verleihen, von LEDs oder anderen Leuchtmitteln angestrahlt, Deinem Desktop-PC einen wahren Science-Fiction-Charakter. Farbige Wasserschläuche, die per UV-Licht ausgeleuchtet werden, erscheinen sogar glühend, sodass es fasst scheint, Dein Desktop-PC würde mit nuklearem Material betrieben.

Die meisten Light-Moddings bieten Dir das volle RGB-Spektrum, das Du ganz nach Deiner individuellen Stimmung in unterschiedlichem Licht erstrahlen lässt. Die Steuerung erfolgt in der Regel über ein BIOS-Setup bei kompatiblen Mainboards, über eine entsprechende Software oder speziellen 4-Pin-RGB-Headern bzw. 5-Pin-RGBW-Headern, die verschiedene Farb-Modi anbieten. Dabei stellen die 4-Pin-RGB-Header drei Farbkanäle und die 5-Pin-RGBW-Header von Gigabyte einen zusätzlichen Kanal für rein weißes Licht zur Verfügung.

Merke: Des Weiteren produzieren einige Hersteller wie ASRock, MSI und Gigabyte mittlerweile auch Mainboards, die ein 3-Pin-RGB-Header bereitstellen, der für digital adressierbare RGB-LED-Stripes konzipiert ist. Dieser ist im Gegensatz zu den handelsüblichen Headern in der Lage, die unterschiedlichen Stripes mit verschiedenen Farbkonfigurationen zu belegen und somit einzeln zu steuern.

TOPSELLER: MAINBOARDS MIT RGB

Für alle, die kein Mainboard mit entsprechendem Header besitzen, existiert die Möglichkeit, die RGB-Beleuchtung über einen RGB-Controller zu steuern, die mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten und Funktionen erhältlich sind. Diese Variante ist ebenfalls für alle PC-Modder empfehlenswert, die zu wenig Header auf ihrem Mainboard besitzen und ihre Beleuchtung weiter ausbauen möchten. Insgesamt sollte jedoch immer beachtet werden, dass bei der Verwendung von Komponenten unterschiedlicher Hersteller die Kompatibilität sichergestellt sein muss, damit die gesamte Beleuchtung per Software synchronisiert werden kann.

Um den Auftritt Deines gemoddeten Desktop-PCs zu komplementieren, benötigst Du natürlich die entsprechenden Peripheriegeräte mit stilvoller Beleuchtung. Diese gibt es mittlerweile in einer großen Bandbreite und lassen sich zumeist bequem per USB-Stecker anschließen. Tastaturen, Mouse-Pads, Lautsprecher, Mäuse und Kopfhörer erhälst Du in den unterschiedlichsten Beleuchtungskonzepten und -funktionen. Die Steuerung erfolgt in der Regel wie bei den RGB-LED-Leuchten via Software oder per Smartphone-App.

4. Ausblick: Die deutsche CaseMod-Meisterschaft (DCMM)

Die Deutsche CaseMod-Meisterschaft findet seit 2002 jährlich in unterschiedlichen Städten statt. Sie bietet Casemoddern die Gelegenheit, ihre einzigartigen Unikate einer breiten Masse von Zuschauern und anderen Gleichgesinnten vorzustellen. Zudem messen sich die kreativsten und ambitioniertesten unter ihnen in verschiedenen Disziplinen, wie dem Keyboard-Modding, Live-Modding, CaseCon, CE-Mod, Cases on the move und dem Hauptaugenmerk: dem CaseMod. Des Weiteren haben die Zuschauer die Möglichkeit, aus den ausgestellten Meisterwerken ihren Publikumsliebling zu wählen. Die Veranstaltung bietet nicht nur Casemoddern die Bühne, ihr handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen, sondern eignet sich zudem für alle, die Interesse an kreativen Designs und der Lösung technischer Herausforderungen haben.

5. Fazit zum Thema PC-Modding

PC-Modding ist nicht nur etwas für Gamer oder Nerds, sondern für alle, die Freude an ihrer Kreativität haben und diese gern ausleben. Beim Modding selbst gibt es keine Grenzen, außer die eigene Fantasie oder das eigene Geschick setzt Dir welche. Ansonsten reicht die Vielfalt von CaseMods und CaseCons von futuristischen Designs über Steam-Punk-Layouts bis hin zu Hommagen der Spiel- und Fernsehwelt. Einfache CaseMods erreichst Du bereits mit simplen Mitteln, indem Du eine LED-Beleuchtung anbringst oder das Gehäuse nach Deinen Wünschen lackierst oder besprayst. Die Höchstdisziplin besteht verständlicherweise in der CaseCon, bei der aus unterschiedlichsten Materialien Desktop-Gehäuse als fantasievolle Gebilde entstehen, die den Betrachter ins Staunen und gleichzeitig in eine andere Welt versetzen. Schlussendlich bietet PC-Modding jedem die Möglichkeit, seine kreative Ader auszuleben und sich einem spannenden Hobby zu widmen, das nie seinen Reiz und seine Vielfältigkeit verlieren wird.

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