PC fit machen

Tipps & Tricks, die Deinen PC am Laufen halten

Ob Office- oder Gaming-PC – jeder Rechner benötigt eine regelmäßige Wartung. Denn mit der Zeit sorgen sowohl Staub als auch Datenmüll für eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit Deines Rechners. Langsame Bootzeiten, reaktionsträge Programme, lärmende Lüfter und eine schlechte Kühlung sind die Folge. Mit unseren Tipps & Tricks hältst Du Deinen PC jederzeit fit.

Schon gewusst?

Mit der richtigen Pflege und Wartung Deines PCs beschleunigst Du sämtliche Prozesse und verbesserst die Performance Deines Rechners. Doch auch die Lebensdauer der Hardware wird durch eine regelmäßige Reinigung deutlich erhöht.

10 Gründe, den PC fit zu halten

Wartung

In den eigenen vier Wänden steht jedes Jahr der umfangreiche Frühjahrsputz an, der lang vernachlässigte Ecken reinigt und die Wohnung für die ersten wärmenden Sonnenstrahlen vorbereitet. Diese jährliche Aktion bereitet zwar den wenigsten Menschen Freude, aber wenn es einmal erledigt ist, erfreut sich jeder an der neuen Ordnung und den sauberen Flächen.

Doch wieso werden lediglich Möbel, Fernseher und andere Ecken entstaubt? Während eines der wichtigsten Medien unserer Zeit in puncto Wartung den Kürzeren zieht? Arbeits- und Gaming-PCs wollen ebenfalls eine regelmäßige Reinigung und diese bietet Dir sogar einige Vorteile.

Wir haben Dir 10 gute Gründe zusammengefasst, warum Dein PC eine Auffrischung verdient.

  1. Verringerung der Staubbelastung für Allergiker
  2. geringere Keimbelastung
  3. Minimierung der Lautstärke
  4. Erhöhung der Kühlleistung
  5. Steigerung der Performance
  6. Verlängerung der Lebensdauer
  7. schnellere Bootzeiten
  8. schnellere Ladezeiten
  9. mehr Speicherkapazität
  10. stabilerer Betrieb

Die richtige Pflege der Hardware

PC Pflege

Die Hardware eines PCs sollte in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, um Einschränkungen des Betriebs zu vermeiden. Wie häufig diese Wartung erfolgen muss, ist unter anderem von dem Gehäuse sowie dem Standort abhängig. Heutzutage sind bereits viele Rechner mit zusätzlichen Staubfiltern ausgestattet, die einen Großteil der Partikel aus dem Inneren fernhalten. Mithilfe solcher Features vergrößern sich die Zeitabstände, in denen eine Reinigung erfolgen sollte.

Doch nicht jedes Case verfügt über dieses praktische Gadget. Daher fällt vor allem in Komplettsystemen, die nicht selbst zusammengebaut wurden, die Verschmutzung der Komponenten größer aus. Eine regelmäßige Pflege ist hier unabdingbar, um die Performance des PCs stabil zu halten.

Dazu öffnest Du das Gehäuse und entfernst einige Hardware-Elemente. Wem an dieser Stelle bereits die Hände zittern, den können wir beruhigen. Selbst für unerfahrene User ist die Grundreinigung eines PCs kein hoffnungsloses Unterfangen. Wir leiten Dich Schritt für Schritt und erklären Dir detailliert, mit welchen einfachen Mitteln Du Deinen Rechner vom Schmutz befreist.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist in vielen Situationen unerlässlich. Das Gleiche gilt im Falle der Wartung eines PCs. Wer bereits alle notwendigen Utensilien herausgesucht und bereitgestellt hat, kann schnell und effizient mit der Reinigung beginnen. Dabei benötigst Du in der Regel kein Spezialwerkzeug. Ein paar haushaltsübliche Mittel, die im Grunde jeder besitzt, reichen aus, um den PC fit zu halten.

Wir haben Dir die wichtigsten Gegenstände einmal zusammengefasst:

  • Schlitzschraubenzieher
  • Kreuzschlitzschraubenzieher
  • Staubtuch
  • Wattestäbchen
  • Staubsauger
  • Druckluftspray (optional)
  • Handblasebalg (optional)
  • Pinsel mit weichen Borsten
  • Zahnbürste (optional)
  • dünner Malpinsel

Sind alle Utensilien bereitgestellt, kann die Arbeit beginnen. Doch vorab darfst Du nicht vergessen, Deinen Rechner vom Strom zu nehmen und den Netzstecker zu ziehen. Im Anschluss musst Du Dich noch erden. Die Erdung erfolgt, indem Du ein unlackiertes Heizungsrohr berührst oder Dir einen antistatischen Arbeitsplatz mithilfe einer Gummimatte einrichtest. Machst Du das nicht, besteht die Möglichkeit einer elektrostatischen Entladung, die im schlimmsten Fall Deine Hardware beschädigt.

Schritt 2: Der Blick ins Innere

PC Gehäuse

Bei modernen PC-Gehäusen ist der Blick ins Innere schnell und einfach hergestellt. In der Regel verfügen die Cases über Abdeckungen, die sich leicht und ohne zu schrauben öffnen lassen. Hier kommen Techniken wie Magnete, Schiebevorrichtungen oder spezielle Stecksysteme zum Einsatz.

Solltest Du jedoch über ein sehr altes Gehäuse verfügen, ist es wahrscheinlich, dass Du mithilfe eines Schraubenziehers die Abdeckungen seitlich, hinten, oben und vorne lösen musst. Sind alle Teile einmal entfernt, kannst Du Dir ein sehr gutes Gesamtbild über Deinen PC und die zu verrichtende Arbeit verschaffen.

Wenn Du einer der Glücklichen bist, dessen Gehäuse das zusätzliche Feature Staubfilter aufweist, wird die Reinigung mit Sicherheit im Nu erledigt sein. Denn die Filter halten bereits die meisten Partikel fern. Diese befinden sich in der Regel unter der Frontabeckung sowie unter dem Deckel. Zum Teil verfügen die Cases über einen kleinen Filter unterhalb des Netzteil-Trays. Diese Filter lassen sich auf unkomplizierte Weise mit einem Staubsauger auf geringer Stufe absaugen oder Du spülst sie mit Wasser ab, wenn die Materialbeschaffenheit es zulässt. Wählst Du die letzte Variante, bedenke, dass die Staubfilter gründlich trocknen müssen, bevor Du sie wieder einbaust.

Schritt 3: Die Grundreinigung

staubiges Gehäuse

Eine Grundreinigung eignet sich für alle User, die sich nicht an den Ausbau von Hardware-Komponenten wagen und lieber auf Nummer sicher gehen wollen. Dennoch können das Gehäuse, die Lüfter und Kabel leicht vom Staub befreit werden.

Dazu benötigst Du lediglich einen handelsüblichen Staubsauger mit Aufsatz und einen Pinsel mit weichen Borsten. Alternativ zum Staubsauger kannst Du auch ein Druckluftspray oder einen Handblasebalg verwenden. Letzterer ist besonders gut zur präzisen Entfernung von Staub in verwinkelten oder schlecht erreichbaren Zonen geeignet.

Bei der Nutzung eines Druckluftsprays achte darauf, lediglich kurze und dosierte Schübe einzusetzen. Andernfalls kann es zur Bildung von Kondenswasser kommen und der gesamte Innenraum müsste vor der nächsten Inbetriebnahme gründlich trocknen.

Egal für welches Utensil Du Dich entscheidest, die Grundreinigung beginnt am besten oben und zieht sich schrittweise nach unten. Achte vor allem bei der Verwendung eines Staubsaugers darauf, dass nicht aus Versehen ein Kabel mit eingesogen wird oder Du zu dicht an die Lüfter und Ventilatoren kommst. Bei diesen kann durch den erhöhten Luftdruck eine zu hohe Rotation entstehen, die zu Beschädigungen am Lager führt.

Schritt 4: Platinen und Trays

PC-Inneres reinigen

Kommen wir zum Werkzeug Pinsel. Dieser ist bestens geeignet, um Platinen oder Trays vom Staub zu befreien. Dabei solltest Du selbstverständlich ausschließlich einen sauberen Pinsel verwenden, der über weiche Borsten verfügt und keinerlei Rückstände von Malarbeiten aufweist. Je kleiner der Pinsel ist, umso besser lassen sich die empfindlichen Bauteile von Mainboards reinigen.

Dazu streichst Du vorsichtig über die Kondensatoren, Steckplätze und Co. der Platine. Vorteil dieser Variante ist, dass im Gegensatz zu einem Staubsauger keine Kleinteile abgerissen werden können. Natürlich kannst Du den Pinsel in Kombination mit einem Handsauger, der lediglich in die Nähe des Boards gehalten wird, verwenden, um herabrieselnden Staub aufzufangen.

In den Ecken von Festplatten-Trays und anderen Halterungen sammeln sich schnell Staubpartikel. Auch diese lassen sich einfach mithilfe des Pinsels entfernen.

Schritt 5: Die Reinigung von Lüftern

Lüfter reinigen

Lüfter weisen nicht selten starke Verunreinigungen auf. Das ist auch kein Wunder, wird doch gerade durch Gehäuselüfter frische Luft und damit eben auch Staub angesogen. Die optimale Reinigung erfolgt auch an dieser Stelle mithilfe eines Pinsels und dem Staubsauger.

Während Gehäuselüfter sehr leicht zugänglich sind und sich durch einfache Streichbewegungen säubern lassen, gestaltet sich die Staubentfernung bei Netzteillüftern etwas schwieriger. Hier versperren nämlich Gitter den Weg und verkomplizieren die Reinigung deutlich. Dennoch sollte auch der Ventilator der PSU regelmäßig gereinigt werden. Denn starke Verschmutzungen führen zur Überhitzung des Netzteils, wodurch ein Shutdown des PCs hervorgerufen wird.

Die unzugänglichen Lüfterblätter der PSU befreist Du mithilfe von Wattestäbchen und dem altbewährten Staubsauger von Verunreinigungen. Und dazu benötigst Du eine ganze Menge der kleinen Stäbchen! Rechne mit mindestens 2 Stück pro Blatt. Das Wattestäbchen führst Du durch das Gitter und entfernst den Staub in einer Drehbewegung von der Oberfläche des Lüfterblattes. Der Staubsauger, der an den Ventilator gehalten wird, fängt dabei die feinen herabrieselnden Partikel auf, während grobe Staubflocken an dem Stäbchen haften bleiben.

Tipp: Nutze jede Seite das Wattestäbchen nur einmal. Andernfalls verteilst Du den Staub erneut im Lüfter!

Optionaler Schritt für erfahrene Anwender: Die Reinigung der CPU

CPU reinigen

Die gründliche Reinigung der CPU-Kühlung ist keine Aufgabe für unerfahrene oder technisch wenig versierte User. Denn am einfachsten lässt sich der Kühler säubern, indem Du das Mainboard entfernst. Dazu müssen einige Schrauben gelöst und sämtliche Verkabelungen entfernt werden. Im Anschluss wird der CPU-Kühler von der Hauptplatine gelöst, um ihn von Verschmutzungen zu befreien.

Je nach Modell des CPU-Kühlers lässt sich der Ventilator im besten Fall demontieren, sodass Du die Flügel vorher in Wasser mit etwas Spülmittel einweichen kannst. Ist dies nicht möglich, werden die Lüfterblätter wie bereits beschrieben mit einem Pinsel gereinigt. Allerdings sammelt sich in den CPU-Towern der meiste Staub zwischen den Kühllamellen. Diese sind steif und sehr dicht aneinander gereiht, sodass die Wartung an dieser Stelle etwas Geduld bedarf. Feinkörnige Staubpartikel an und in den Lamellen entfernst Du mit einer Zahnbürste oder einem dünnen Malpinsel mit harten Borsten.

Sind alle Elemente des CPU-Kühlers vom Staub befreit, kann dieser wieder zusammengesetzt werden. Doch bevor Du den Kühlkörper wieder auf die CPU montierst, solltest Du die Chance nutzen und die Wärmeleitpaste erneuern.

Optionaler Schritt: Wärmeleitpaste erneuern

Wärmeleitpaste entfernen

Die Wärmeleitpaste dient zur Wärmeübertragung vom Prozessor zum Kühlkörper. Da beide Komponenten eine sehr glatte Oberfläche besitzen, würden beim Aufeinandersetzen kleine Lufteinschlüsse entstehen, die die Wärmeableitung mindern. Die Paste wiederum verhindert die Bildung von ungewollten Einschlüssen.

Doch bevor Du neue Wärmeleitpaste aufträgst, muss die alte entfernt werden. Dazu nutzt Du einen Plastikspachtel und ein Papiertuch. Der Spachtel wird in der Regel beim Kauf einer neuen Paste mitgeliefert. Mit diesem löst Du vorsichtig die eingetrockneten Restbestände von der CPU und dem Kühlkörper. Anschließend wischst Du mit dem Papiertuch vorsichtig über beide Oberflächen, um eine optimale Reinigung zu erzielen.

Wärmeleitpaste auftragen

Beim Auftragen der Wärmeleitpaste genügt bereits eine geringe Menge. Diese wird mit dem Spachtel so lange gleichmäßig verteilt, bis eine dünne Schicht die CPU bedeckt. Achte dabei darauf, dass keine Rückstände auf der Platine verbleiben.

Anschließend kann der Kühlkörper wieder montiert werden. Dabei sollte dieser auf Anhieb sauber auf der CPU sitzen, um Verschmierungen der Paste zu verhindern. Hierbei ist es hilfreich, wenn Du eine Schraube als Führungshilfe nutzt. Abschließend überprüfst Du, ob durch das Zusammensetzen die Wärmeleitpaste herausgedrückt wurde. Ist dies der Fall, entfernst Du sie am besten mithilfe eines Wattestäbchen.

Schritt 6: Das Finale

sauberer PC

Um die Grundreinigung Deines PCs abzuschließen, solltest Du noch einmal das Innere des Gehäuses kurz absaugen, um herabgerieselte Partikel zu entfernen. Jetzt musst Du nur noch alles wieder miteinander verbinden, die Staubfilter einsetzen und die Abdeckungen schließen. Et voilà, Dein PC ist wieder fit für die nächsten paar Monate und kann dank der Entfernung des Staubs wieder eine optimale Kühlleistung sicherstellen.

Der vom Staub befreite Rechner sollte jetzt eine bessere Performance aufweisen und auch optisch überzeugt er mit einem sauberen Erscheinungsbild.

Die Peripherie – die Brutstätte für Keime

Keime

Während sich Staub und Verschmutzungen im PC-Gehäuse verstecken und für unsere Augen nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, verhält es sich mit der Peripherie anders. Krümmel vom Frühstück, Abdrücke von Fettfingern, Kaffeespritzer und allerlei andere Verunreinigung sammeln sich auf Tastaturen, Mäusen und Monitoren.

Dabei avancieren die verschiedenen Fette und Lebensmittelreste auf der Peripherie zu wahren Brutstätten von Keimen und Bakterien, die für das menschliche Immunsystem durchaus eine Belastung darstellen. Neben der erhöhten Keimbelastung sorgen aber auch verdreckte Tastaturen und Mäuse für Eingabeverzögerungen, während auf dem Monitordisplay aufgrund der Staubschicht die Farben immer mehr verblassen und ein klares Bild durch Fingerabdrücke getrübt wird.

Daher empfehlen wir Dir, Deine Peripheriegeräte nicht zu vernachlässigen. Deine Gesundheit wird es Dir danken und auch der Stresslevel sinkt, wenn Tastatur und Maus wieder reibungsfrei funktionieren.

Der Monitor

Der Monitor

Bei der Säuberung des Monitors gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Denn gerade LCD-Displays bedürfen einer besonderen Pflege. Vor der Reinigung solltest Du das Gerät ausschalten und abkühlen lassen. Starke Verunreinigungen wie Spritzer von Kaffee, Cola und Co. haften oftmals hartnäckig an den empfindlichen Panels. Daher solltest Du nicht versuchen, klebrigen Stellen mit Glas- oder Allesreiniger zu Leibe zu rücken. Diese Putzmittel sind zu aggressiv und können das Display beschädigen.

Am besten eignet sich ein spezielles LCD-Reinigungsset. Das besteht entweder aus einem Reinigungsmittel plus Putztuch oder vereint beide Komponenten zu Reinigungstüchern. Mit diesen lässt sich der Monitor schonend säubern und selbst hartnäckige Rückstände sind leicht zu entfernen.

Solltest Du einmal keinen Reiniger für LCD-Bildschirme vorrätig haben, kannst Du auch das Display mit einem feuchten Mikrofasertuch säubern. Das Resultat ist zwar nicht so zufriedenstellend wie mit einem LCD-Putzmittel, aber für die schnelle Lösung zwischendurch ist diese Alternative durchaus ausreichend.

Die Tastatur

dreckige Tastatur

Die Tastatur gehört wohl zu den größten Brutstätten von Keimen. Denn Staub, Krümel und andere Lebensmittelreste verschwinden schnell unter den Switches. Doch wie lässt sich eine Tastatur gezielt reinigen? Die einfachste und schnellste Variante besteht in der Verwendung eines Druckluftsprays. Dieses löst zumindest trockene Überreste von der Oberfläche. Mithilfe eines Desinfektionsmittels und eines trocknen Tuches kannst Du die Keimbelastung auf den Switches mindern.

Deutlich aufwendiger ist hingegen eine gründliche Reinigung des Keyboards. Dazu musst Du bei einer mechanischen Tastatur die einzelnen Switches mit einem speziellen Werkzeug abziehen. Dieses wird zumindest bei hochwertigen Gaming-Tastaturen im Regelfall mitgeliefert. Sind alle Kappen gezogen, saugst Du den Dreck mit einem Handsauger einfach weg oder nutzt erneut das Druckluftspray.

Im Falle einer Rubberdome-Tastatur schraubst Du das Gehäuse auf und entnimmst die Gummimatte. Diese lässt sich ebenfalls mit einem Desinfektionsmittel und trockenem Tuch schnell reinigen.

Die Maus

Maus reinigen

Die Maus gehört zu den Peripheriegeräten, die sich am einfachsten reinigen lassen. Denn sollten einmal Fettflecke oder eine klebrige Fläche auf der PC-Maus auftreten, entfernst Du diese einfach mit ein wenig Wasser und einem Tuch.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Du noch eine „uralte“ Maus Dein Eigen nennst und diese sich nur noch schwer steuern lässt, existiert ebenfalls eine simple Lösung. Entferne den Ball im Inneren, indem Du die Abdeckung am Boden löst. Hier sammelt sich nach längerer Zeit eine ganze Menge Staub. Löse diesen mit einem Tuch heraus und wische den Ball sauber. Abdeckung schließen und das antike Eingabegerät ist wieder funktionsbereit.

Software-Wellness für den PC

Software

Nicht nur die Hardware eines PC benötigt eine regelmäßige Pflege, sondern auch die Software. Alte Treiber, zugemüllte Festplatten und zahlreiche Programme im Autorun lassen die Performance stetig sinken. Als Resultat bootet Dein System sehr langsam, Anwendungen öffnen sich träge oder das Surfen im Netz wird zur Qual.

Bei der alltäglichen Arbeit mit einem PC sind solche Faktoren äußerst lästig und beeinflussen stark den eigenen Workflow. Dabei stellt das Beschleunigen des eigenen PCs keinen großen Aufwand dar. Wir haben Dir 6 einfache Tipps zusammengestellt, mit denen Du Dein System pflegst.

Tipp 1: Ordner und Desktop aufräumen

Schnell werden Dokumente und Mediendateien heruntergeladen und für einen schnellen Zugriff auf den Desktop gepackt oder im Download-Ordner hinterlassen. Bereits nach kurzer Zeit geraten diese Dateien in Vergessenheit und vermüllen die Desktop-Oberfläche und den Download-Speicher.

Das Resultat zeichnet sich in einer verringerten Rechnerleistung ab, weil der RAM an seine natürlichen Grenzen gerät. Damit dies nicht passiert, hilft es bereits, seine Dokumente und Dateien richtig zu ordnen bzw. aufzuräumen. Eine Alternative besteht auch in der Nutzung eines Cloud-Servers, in den Du beispielsweise Deine Mediendateien ablegst. Allerdings solltest Du für sensible Daten keinen Web-Speicher nutzen. Denn hierbei besteht immer die Möglichkeit, dass durch einen Hackerangriff Dokumente, Bilder und andere Dateien, die nicht für fremde Augen gedacht sind, ausspioniert werden.

Vier Tricks für einen schnelleren PC:

  1. Lösche überflüssige Fotos, Videos, Dokumente und Ordner.
  2. Archiviere wichtige Dateien auf einer externen Festplatte oder in der Cloud.
  3. Bereinige regelmäßig den Download-Ordner.
  4. Entleere den Papierkorb.

Tipp 2: Deinstalliere alte Programme

Dokumente

Wer kennt es nicht? Eine neue Anwendung oder ein neues Programm erscheint auf dem Markt und ersetzt das altgediente durch bessere Funktionen und Tools. Dennoch vergessen wir nicht allzu selten, die ausgediente Software von unserer Festplatte zu löschen.

Diese „Altlasten“ ziehen leider dennoch Speicherkapazität, obwohl wir sie gar nicht mehr verwenden. Durchforste daher Deine Programme – diese findest Du unter Apps & Features – und deinstalliere sämtliche Anwendungen, die Du nicht mehr benötigst.

Tipp 3: Autostart bereinigen

Langsame Bootzeiten belasten jeden User stark. Denn gerade schnelle Recherchen oder spontane Abwicklungen außerhalb der Arbeitszeit werden dadurch unnötig verzögert. Doch auch der Start in den Tag wird durch langes Hochfahren des Rechners durchaus zur Geduldsprobe.

Die häufigste Ursache liegt hierbei an zu vielen Anwendungen, die sich im Autostart befinden. Das heißt, bei jedem Booten des Systems werden automatisch Programme gestartet, die Du vielleicht gar nicht ständig verwendest.

Die typischen Schuldigen sind hierbei Skype, Microsoft® Team und diverse Streaming-Plattformen. Daher unser Tipp: Überprüfe über den Task-Manager darauf, welche Programme Du wirklich nach dem Starten sofort benötigst. Die Registerkarte „Autostart“ zeigt Dir sämtliche Anwendungen an, die mit dem Booten des Systems geladen werden.

Den Task-Manager öffnest Du übrigens durch das gleichzeitige Drücken der Tasten „Strg“, „Alt“ und „Entf“.

Tipp 4: auf Schadsoftware prüfen

Viren

Viren und Trojaner schleichen sich unbemerkt über E-Mails und Downloads ein. Dabei verursachen sie nicht nur große Schäden durch Datenspionage und -diebstahl, sondern verlangsamen Dein System auch merklich. Denn der ständige Datentransfer wirkt sich auf die Auslastung Deines RAMs aus.

Daher empfehlen wir Dir, regelmäßig einen Virenscan durchzuführen. Gängige Antivirus-Programme wie Avira Antivirus und Bitdefender erkennen spielend die typischen Verdächtigen und deinstallieren diese sicher.

Doch wie erkennst Du, dass Dein PC von einer Schadsoftware betroffen ist? Erste und deutliche Anzeichen dafür sind Änderungen Deiner Passwörter und Zugangsdaten sowie merkwürdige E-Mails, die von Deinem Account verschickt wurden. Eher unauffälliger ist ein Zuwachs des Datenstroms. Wer diesen nicht permanent im Blick hat, wird den Schädling im System wohl erst bemerken, wenn Kundendaten oder Projektdetails ungewollt im Internet erscheinen.

Tipp 5: Beschleunigung der Internetnutzung

Geschwindigkeit

Du bist im Grunde mit der Geschwindigkeit Deines Rechners zufrieden, aber sobald Du im Netz surfst, werden die verschiedenen Browser-Tabs sehr langsam geladen? Das hat im Grunde zwei Ursachen. Jedes geöffnete Fenster und jeder Tab verbrauchen einen Teil Deines Arbeitsspeichers. Bei sehr vielen gleichzeitig geöffneten Seiten kommt es daher zur Überlastung des RAMs. Denn selbst, wenn Du gerade ein Browser-Tab oder -Fenster nicht nutzt, wird dieses regelmäßig neu geladen. Dadurch wird ständig Speicher in Anspruch genommen, den Du eigentlich für das Laden neuer Seiten benötigst.

In diesem Fall helfen zwei Methoden: Entweder Du schließt alle Tabs, die Du gerade nicht brauchst, und profitierst von einer schnelleren Ladegeschwindigkeit oder Du musst Deinen Arbeitsspeicher upgraden. Letzteres stellt eine sehr günstige Alternative dar und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die beste Option. Denn ob beruflich oder privat – die meisten User nutzen mehrere Tabs gleichzeitig zum Recherchieren oder Arbeiten.

Tipp 6: Treiber aktualisieren

Update

Ob Betriebssystem, Hardware oder Software – die Hersteller bringen in regelmäßigen Abständen Updates und neue Treiber heraus. Diese dienen dazu, dass bestimmte Funktionen verbessert, die Performance gesteigert oder Sicherheitslücken geschlossen werden.

Natürlich stellen für viele User die Updates eine nervige Nebensächlichkeit dar, die vor allem Zeit in Anspruch nimmt. Denn nach jeder Installation sollte der Rechner neu gestartet werden, um Komplikationen zu vermeiden. Trotzdem raten wir Dir, Deinen PC regelmäßig auf neue Treiber und Updates zu überprüfen. Die positiven Aspekte überwiegen schlussendlich gegenüber dem Zeitaufwand.

Wusstest Du schon?

Du benötigst mehr Informationen rund um die Thematik „PC beschleunigen“? Dann empfehlen wir Dir unseren Beitrag „PC schneller machen„. Hier erfährst Du detailliert, mit welchen Software-Tricks Du Deinen Rechner auf Vordermann bringst und welche Hardware-Upgrades sich wirklich lohnen!

PC fit halten – das Resümee

Um den eigenen PC fit zu halten, musst Du kein Technik-Nerd sein. Denn bereits eine regelmäßige Grundreinigung befreit das PC-Innere von lästigen Staubpartikeln. Ein sauberer PC bedeutet gleichzeitig eine verbesserte Kühlung und eine höhere Performance.

Wer trotz der Grundreinigung feststellt, dass der PC lahmt, muss sich der Software widmen. Denn gerade eine Vielzahl an Autorun-Programmen sowie vermüllte Download-Ordner beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit eines Rechners enorm. Mit unseren Tipps und Tricks zur Wartung eines PCs hast Du jedoch den besten Leitfaden, um Dein Office- oder Gaming-PC fit zu halten.

Dabei profitierst Du nicht nur von einer gesteigerten Performance, sondern auch die Lebensdauer der einzelnen Hardware-Komponenten verlängert sich deutlich. Eine regelmäßige Pflege und Wartung lohnen sich folglich auf ganzer Ebene.

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