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PC aufrüsten

So wird es gemacht!

Office-Anwendungen öffnen sich sehr langsam, Multitasking-Anwendungen werden zur Geduldsfrage statt zur Produktivitätssteigerung, das Video-Streaming dauert gefühlte Stunden oder das Spielen aktueller Games ist schlichtweg aufgrund von geringen Bildwiederholungsraten nicht möglich. Dann ist es Zeit den PC aufzurüsten. Worauf Du beim Kauf einer neuen Hardware achten solltest, klären wir in den folgenden Kapiteln.

Kosten-Aufwands-Rechnung

Die wohl wichtigste Frage beim Aufrüsten des alten PCs ist die nach den Kosten und dem Aufwand. Prinzipiell lohnt sich ein Upgrade in den meisten Fällen. Sollten jedoch die Hauptkomponenten wie Mainboard oder CPU für eine geringe Performance verantwortlich sein, können die Kosten schnell den Aufwand übersteigen. Damit Du weißt, welche Hardware bei Deinem System für Verzögerungen, lange Ladezeiten oder eine schlechte Grafikleistung verantwortlich ist, ist ein vorheriger System-Check unabdingbar.

Der System-Check

Bevor Du wahllos anfängst, die Komponenten Deines PCs auszutauschen, solltest Du vorab das Problem Deines Desktop-PCs ermitteln. Nur mit der richtigen Diagnose erhältst Du auch den gewünschten Leistungsschub. Dafür bietet das World Wide Web zahlreiche kostenlose Tools an, die Dir alle notwendigen Informationen offerieren. Doch selbst der Task-Manager auf Deinem System zeigt Dir bereits notwendige Daten an. Drücke dafür Strg, Alt und Entf gleichzeitig.

Der neue Task-Manager unter Windows 10 stellt Dir nach dem Öffnen nicht nur die Auslastung der CPU, GPU, RAM, Festplatte und des Netzwerkes dar, sondern dient gleichzeitig auch als Problemlöser für ungewollte Autostarts sowie instabile und abgestürzte Programme. Hierbei lohnt es sich, die Programme oder Anwendungen zu starten, die Dir seit geraumer Zeit Probleme bereiten. Lass den Task-Manager gleichzeitig geöffnet, um einen etwaigen Anstieg der Last wahrzunehmen. Solltest Du hierbei feststellen, dass beispielsweise der Arbeitsspeicher seine volle Kapazität benötigt, um die notwendige Rechenleistung zu erbringen, ist ein Austausch dieser Komponente durchaus sinnvoll.

Was muss vor der PC-Aufrüstung beachtet werden?

  • Analysiere, welche Hardware in Deinem System verbaut ist.
  • Finde die Hardware, die Dein System stoppt.
  • Achte auf die Kompatibilität zu den anderen Komponenten.
  • Stell eine Kosten-Aufwands-Rechnung auf.

Für welche PC-Komponenten lohnt sich das Aufrüsten?

Ein Upgrade des PCs lohnt sich prinzipiell immer dann, wenn die Performance nicht mehr den angestiegenen Bedürfnissen entspricht. Doch ist es nicht immer möglich, nur eine einzelne Komponente auszutauschen. Wann Du von einer neuen Hardware wirklich profitierst, erläutern wir Dir in den folgenden Abschnitten.

Der Festplattenspeicher

Startet Dein Rechner sehr langsam oder dauert das Aufrufen eines simplen Programms wie Word sehr lang, sind dies Zeichen dafür, dass der Festplattenspeicher zu geringe Übertragungsgeschwindigkeiten aufweist.

Das ist zumeist der Fall, wenn Du noch eine HDD in Deinem PC verbaut hast. An dieser Stelle empfiehlt sich der Kauf einer SSD, mit der Du sehr schnelle Boot- und Ladezeiten erreichst. Der Unterschied zwischen HDD und SSD ist gravierend. Dafür stellt der Austausch des Festplattenspeichers eine kostengünstige Variante dar, um neuen Schwung in Dein System zu bringen.

Wie hoch sind die Schreibgeschwindigkeiten?

Speichertyp HDD SSD-SATA III SSD-PCIe 2.0 x2 SSD-PCIe 2.0 x4 SSD-PCIe 3.0 x2 SSD-PCIe 3.0 x4 SSD-PCIe 4.0 x4
max. Geschwindig-keit 6 GB/s 6 GB/s 10 GB/s 20 GB/s 16 GB/s 32 GB/s 64 GB/s
max. Leserate 160 MB/s 550 MB/s 800 MB/s 1.600 MB/s 1.600 MB/s 3.500 MB/s 7.000 MB/s

Wie übertrage ich ein Betriebssystem auf eine SSD?

Das Betriebssystem klonst Du am besten mit einer speziellen Software auf die neue SSD. Eine solche ist das kostenlose Programm AOMEI Backupper. Mit diesem Tool kannst Du darüber hinaus Recovery- und Backup-Versionen erstellen. Wie dies im Detail funktioniert, erfährst Du auf der Herstellerseite von AOMEI.

Der Arbeitsspeicher

Der Austausch des Arbeitsspeichers ist eine sehr beliebte und kostengünstige Variante, um seinen PC aufzurüsten. Mit einem größeren RAM erhältst Du vor allem beim Bearbeiten von Bildern und Videos wesentlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten.

Doch auch bei simplen Anwendungen wie Office wird sich eine höhere Speicherkapazität schnell bemerkbar machen. Darüber hinaus sorgt der Arbeitsspeicher für flüssige Multitasking-Anwendungen, sodass Du zahlreiche Tabs gleichzeitig öffnen kannst, ohne dass langsame Ladezeiten die Produktivität beeinflussen.

Welche Anwendungen werden mit mehr RAM beschleunigt?

Der RAM beschleunigt Ihre Office-Tools, Bildbearbeitungs- und Videoschnittprogramme sowie CAD-Anwendungen, aber auch Games profitieren durch die höheren Übertragungsraten.

Single- oder Dual-Channel? Was ist besser?

Prinzipiell gilt bei Arbeitsspeichern – mehr ist immer besser. Das betrifft die Speicherkapazität genauso wie den Betriebsmodus. Mit dem Dual-Channel-Modus verdoppelst Du theoretisch die Datenraten. Mit einem Dual-Kit das zwei 8 GB große Einzelmodule beinhaltet, erhältst Du somit 16 GB. Diese sind aber nur möglich, wenn Dein Mainboard auch den Dual-Channel-Modus unterstützt.

Wie viel Arbeitsspeicher ist sinnvoll?

Wie viel Arbeitsspeicher Du wirklich benötigst, richtet sich in erster Linie nach den Anwendungen und Programmen, mit denen Du tagtäglich arbeitest. Heutzutage empfehlen sich bereits 8 GB für einen Office-PC und 16 GB für einen zukunftssicheren Gaming-PC. Wer rechenintensive Tools wie CAD oder virtuelle Maschinen zum Arbeiten nutzt, sollte mit 32 GB gut gerüstet sein.

Die Grafikkarte

Ein Upgrade der Grafikkarte ist vor allem für Gaming und Videobearbeitung zu empfehlen. Für alle anderen ist in der Regel ein Wechsel der GPU nicht notwendig, weil selbst ältere Modelle zur Darstellung von Video-Streams, das Arbeiten mit Office und dem Surfen im Internet noch sehr gut geeignet sind.

Möchtest Du allerdings aktuelle Spiele zocken, Bildbearbeitungen und Videoschnitte vornehmen, ist eine neue Grafikkarte durchaus sinnvoll. Doch solltest Du vorab mithilfe des Task-Managers prüfen, ob bei den von Dir häufig verwendeten Programmen oder Games wirklich die GPU der Flaschenhals ist. Öffne dazu ein Spiel oder eine Anwendung und kontrolliere die Auslastung des Prozessors, des RAMs und der Grafikkarte.

Wie viel Videospeicher wird benötigt?

Für aktuelle Games wird zumeist ein 6 GB großer Videospeicher empfohlen. Soll die neue Grafikkarte auch zukunftssicher sein, bist Du mit 8 GB GDDR5-VRAM am besten beraten.

Welche Anschlüsse braucht die GPU?

Heutige Grafikkarten werden über HDMI oder DisplayPort an den Monitor angeschlossen. Vergewisser Dich, ob ein solcher vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, kann ein entsprechender Adapter den Bildschirm ansprechen.

Für die Verbindung zum Mainboard wird die PCIe-x16-Schnittstelle verwendet.

Das Gehäuse und die Grafikkarte

Die neue Grafikkarte sollte nicht nur den eignen Anforderungen entsprechen, sondern vor allem auch in das Gehäuse passen. Derzeitige Standardlängen von GPUs variieren zwischen 25 – 30 cm. Damit finden solche Karten bequem in jedem Midi-Tower Platz. Für Fans von kompakten Systemen sinkt die Auswahl der auf den Markt befindlichen Grafikkarten deutlich. Dennoch wirst Du auch in diesem Segment fündig. Allerdings können besonders leistungsstarke GPUs auch schnell bis zu 35 cm lang sein. Schwebt Dir ein solches Modell vor, solltest Du vorab Dein Gehäuse auf die entsprechenden Maße im Inneren überprüfen.

Reicht meine Stromversorgung?

Mit der neuen Grafikkarte steigt auch der Stromverbrauch. Gerade neueste GPUs sind zum Teil wahre Stromfresser. Vergewisser Dich daher, dass Dein Netzteil die nötige Leistung liefert. Für einen Gaming-PC der Einstiegsklasse empfehlen sich mindestens 500 Watt und für einen Office-Rechner 300 Watt. Darüber hinaus musst Du prüfen, ob Dein bisheriges Netzteil einen passenden Stromanschluss zur freien Verfügung hat. Am häufigsten kommt der 8-Pin-Anschluss zum Einsatz.

Der Prozessor

Die Geschwindigkeit von Programmen und Anwendungen richtet sich hauptsächlich nach der Leistung des Prozessors. Um die CPU zu wechseln, musst Du jedoch die Grafikkarte, den Arbeitsspeicher und die Festplatte entfernen. Der Aufwand ist somit recht hoch. Bevor Du über ein Upgrade Deiner CPU nachdenkst, überprüfst Du daher mithilfe des Task-Managers, ob der Prozessor wirklich eine sehr hohe Auslastung aufweist.

Andererseits kann der Hintergrund für eine hohe Auslastung aber auch die Prozessor-Temperatur sein. Übersteigt diese einen vom Hersteller definierten Maximalwert, wird die CPU automatisch in ihrer Leistung gedrosselt, um Beschädigungen an der Hardware zu vermeiden. Mithilfe des kostenlosen HWMonitor kannst Du feststellen, ob Wärme schuld an der Überlastung der CPU ist. In diesem Fall installierst Du zuerst einen neuen CPU-Kühler. Er ist günstiger in der Anschaffung und im Regelfall reicht selbst die Leistung einer älteren CPU für Games, Office und Streaming aus.

Wann ist ein Upgrade der CPU sinnvoll?

Ein Austausch der CPU lohnt sich in der Regel nur, wenn Du Programme zur Video- und Bildbearbeitung verwendest, grafisch hoch anspruchsvolle Games zockst, regelmäßig Film- und Fotoformate konvertierst oder mit CAD und virtuellen Maschinen arbeitest.

Als Leitfaden stell Dir diese drei Fragen:

  1. Lässt sich die Anzahl der Prozessorkerne verdoppeln?
  2. Steigert sich die Taktfrequenz um wenigstens 1.000 MHz?
  3. Bekommst Du einen Prozessor der nächsten Generation?

Wenn Du eine dieser Fragen mit einem Ja beantwortest, ist der Austausch der CPU lohnenswert.

Was muss beim Kauf eines neuen Prozessors beachtet werden?

In erster Linie müssen Mainboard und Prozessor den gleichen Sockel aufweisen. Dennoch kann es sein, dass der Chipsatz der neuen CPU nicht von dem des Mainboards unterstützt wird. Daher solltest Du vorab unbedingt prüfen, ob Dein Wunsch-Prozessor mit der alten Hauptplatine kompatibel ist. Aufschluss darüber geben die jeweiligen Herstellerseiten oder Du führst die CPU-Kompatibilitätsprüfung von Gigabyte durch. Dort erfährst Du ebenfalls, welche Mainboard-Serien mit aktuellen Prozessoren kompatibel sind.

Das Mainboard

Die Vielzahl an Hardware-Komponenten, die mit der Hauptplatine verbunden sind, sind dafür verantwortlich, dass sich ein Austausch des Boards im Grunde nicht lohnt. Der Wechsel des Mainboards ist nicht nur sehr aufwendig, sondern auch kostenintensiv. Mit diesem müssen in der Regel nämlich auch CPU und gegebenenfalls der Arbeitsspeicher ausgetauscht werden, sodass Du Dir im Grunde einen neuen günstigen PC kaufen kannst.

Ein Austausch der Hauptplatine wird in erster Linie notwendig, wenn diese defekt ist und Deine restliche Hardware-Ausstattung für Dich zufriedenstellend ist.

Woran erkenne ich, dass das Mainboard defekt ist?

Auf ein defektes Mainboard können mehrere Punkte hinweisen. Dazu zählen:

  • Der Computer startet nicht.
  • Der PC fährt hoch, gibt aber kein Bild wieder?
  • Der Ton ist ausgefallen?
  • Beim Zocken stürzt Dein Computer ständig ab?
  • Die Power-LED leuchtet nicht.

Doch nicht immer weisen diese Faktoren auf ein defektes Mainboard hin. Ebenfalls könnten CPU, Grafikkarte oder andere Hardware-Komponenten beschädigt sein. Wie Du herausfindest, ob das Problem bei Deiner Hauptplatine liegt oder bei anderen systemrelevanten Elementen, erfährst Du ausführlich unter praxistipps.chip.de.

Die Kosten-Aufwands-Rechnung im Überblick

RAM

  • Aufwand: gering
  • Kosten: gering
  • Effekt:  höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten
  • Lohnt sich für: Office, Multitasking, Gaming, CAD, Bild- und Videobearbeitungen, Datenbanken
  • Upgrade-Empfehlung: ja

SSD

  • Aufwand: gering
  • Kosten: gering
  • Effekt: schnellere Boot- und Ladezeiten
  • Lohnt sich für: Office, Streaming, Medienbibliotheken, Gaming
  • Upgrade-Empfehlung: ja

GPU

  • Aufwand: mittel
  • Kosten: mittel bis hoch
  • Effekt: Performanceschub bei Grafikprozessen
  • Lohnt sich für: Gaming, Video- und Bildbearbeitung, virtuelle Maschinen
  • Upgrade-Empfehlung: ja

CPU

  • Aufwand: hoch
  • Kosten: mittel bis hoch
  • Effekt: Leistungsanstieg bei rechenintensiven Aufgaben
  • Lohnt sich für: CAD, virtuelle Maschinen, Bild- und Videobearbeitung, Games
  • Upgrade-Empfehlung: ja/nein

Mainboard

  • Aufwand: hoch
  • Kosten: mittel bis hoch
  • Effekt: bessere Basis für leistungsstarke Hardware
  • Lohnt sich für: Office, Multitasking, Gaming, CAD, Bild- und Videobearbeitungen, Datenbanken
  • Upgrade-Empfehlung: ja

Der Austausch der Hardware-Komponenten

Bei dem Austausch der Hardware gibt es einiges zu beachten. Formfaktoren, Schnittstellen, Taktfrequenzen, Stromversorgung und Gehäuse sowie viele weitere Details müssen bedacht werden. Daher informierst Du Dich vor dem Kauf einer neuen PC-Komponente stets genau, über welche Ausstattungsmerkmale Dein bisheriges System verfügt.

Ein beliebtes Tool hierfür ist die kostenlose Software CPU-Z, mit deren Hilfe Du alle wichtigen Informationen, wie beispielsweise Modellbezeichnung, Chipsatz, Hersteller Deines Prozessors, Mainboards, Festplattenspeichers, Grafikkarte und RAM ermittelst.

Worauf muss vor dem Einbau der Hardware geachtet werden?

  • Erstelle ein Backup Deines Systems!
  • Ziehe vor dem Aus- und Einbau den Stromstecker!
  • Zur Vermeidung von Spannungsstößen erde Dich an einem Heizkörper, Wasserhahn oder ähnlichem!

Wahl eines neuen Festplattenspeichers

Wie bereits erwähnt, lohnt sich der Kauf einer SSD vor allem, wenn Dein PC unter zu langen Boot- und Ladezeiten leidet. Doch musst Du bei der Wahl der richtigen SSD auf einiges achten. Informiere Dich daher vorab, welche Formfaktoren, Bauformen und Schnittstellen Dein Mainboard unterstützt. Die kostengünstigsten SSDs verfügen über den 2,5-Zoll-Formfaktor und eine SATA-3.0-Schnittstelle.

Welche Formfaktoren gibt es?

Für den Desktop-Rechner sind in erster Linie 2,5- und 3,5-Zoll sowie M.2 von Interesse. Letztere unterscheidet sich wiederum durch ihre Bauform. Derzeit werden M.2-SSDs mit den Maßen 2242, 2260 und 2280 angeboten.

Welche Schnittstellen existieren auf dem Markt?

Bei einer SSD musst Du auf die SATA-3.0- sowie PCIe-Schnittstelle achten.

Wann ist der Kauf einer M.2-SSD sinnvoll?

Der Formfaktor M.2 ist noch relativ „neu“. Daher wirst Du diesen vorzugsweise nur in neueren Mainboards finden. Achte bei der Auswahl einer M.2-SSD darauf, dass auf Deinem Mainboard eine PCIe-x4-Schnittstelle frei ist. Andernfalls bremst beispielsweise ein SATA-3.0-Anschluss die Übertragungsgeschwindigkeiten der SSD aus, sodass Du zum kostengünstigeren 2,5-Zoll-Format greifen kannst.

Info:

Wer auf seine alte HDD nicht verzichten möchte, nutzt diese weiterhin als Medienbibliothek für Bilder, Filme und Musik.

Unsere SSD-Empfehlungen zum Aufrüsten:

Info:

Nicht nur Desktop-PCs lassen sich mit einer SSD beschleunigen. Das Gleiche gilt für Laptops und Notebooks. Hierbei kommen ebenfalls zumeist SSDs mit dem Formfaktor M.2 oder 2,5 Zoll sowie mit den Schnittstellen SATA 3.0 bzw. PCIe zum Einsatz.

Wahl eines neuen Arbeitsspeichers

Um dem alten PC neue Power zu verleihen, ist die Vergrößerung des Arbeitsspeichers eine gute Variante. Denn diese ist nicht nur sehr kostengünstig, sondern auch recht einfach zu bewerkstelligen. Trotzdem gibt es auch hier einige wichtige Punkte zu beachten.

Zu diesen gehören das Speicherinterface, die Taktfrequenz, die Bauform und die Speicherkapazität. In erster Linie musst Du dafür wissen, ob Dein Mainboard über DDR3- oder DDR4-Slots verfügt. Ist dies geklärt, stellt sich die Frage nach der Taktfrequenz. Das erreichbare Maximum wird hierbei von der CPU bestimmt.

Die einfachste und sicherste Variante zum Arbeitsspeicher-Upgrade erfolgt, indem Du zuerst überprüfst, ob Dein Mainboard ein oder zwei Speicher-Module verbaut hat. Bei Komplettsystemen ist das im Regelfall ein einzelner Arbeitsspeicher. Wenn Dein Mainboard dementsprechend noch einen zweiten RAM-Slot freihat, informierst Du Dich mithilfe der Software CPU-Z, um welches Modell es sich dabei handelt und welche Taktfrequenz es aufweist.

Im Folgenden kaufst Du Dir das gleiche Modul erneut und verbaust es in Dein Mainboard. Auf diese simple Art und Weise erhältst Du rasch die doppelte RAM-Kapazität und umgehst gleichzeitig Kompatibilitätsprobleme.

Info:

Auch der Arbeitsspeicher gehört zu den wenigen Komponenten, die in den meisten Laptops und Notebooks ausgetauscht werden können. Achte hierbei auf die Bauform SO-DIMM sowie die maximal unterstütze Taktfrequenz Deines Prozessors.

Unsere Markenempfehlungen für leistungsstarke Arbeitsspeicher

Die Wahl einer neuen Grafikkarte

Neben den persönlichen Ansprüchen steht vor allem die gewünschte Monitorauflösung im Mittelpunkt. Schafft Dein Bildschirm beispielsweise nur Full HD, solltest Du Deinen Blick auf gute Einsteiger- oder Mittelklasse-GPUs richten. Hierzu zählen unter anderem die Radeon™ RX 580/590 sowie die GTX™ 1660 und GTX™ 1660 Super™. Mit diesen Grafikkarten zockst Du aktuelle Games in Full HD und mit hohen Detailstufen.

Welche Grafikkarten empfehlen sich für WQHD-Auflösung?

Für WQHD-Auflösung benötigst Du mindestens eine RTX™ 2060 oder eine RX Vega 56. Allerdings sind eher die RTX™ 2070 oder RX Vega 64 aufgrund höherer FPS ratsam.

Gibt es Grafikkarten für UHD?

Grafikkarten für UHD sind mittlerweile auch auf dem Markt. Allerdings gehören sie zu den absoluten Flaggschiffen der neuesten GPU-Modelle von AMD und NVIDIA® und sind dementsprechend teuer. Wer ein Display hat, das über eine solche Auflösung verfügt, und diesen Standard auch nutzen möchte, sollte sich vielmehr ein komplett neues System aufbauen und sein jetziges nicht aufrüsten.

Unsere Grafikkarten-Empfehlungen zum Aufrüsten

Die Wahl eines neuen Prozessors

Wie viele Kerne braucht eine CPU heute?

Das richtet sich in erster Linie danach, was Du mit Deinem Rechner machen möchtest. Vier Kerne eignen sich für alle alltäglichen Anwendungen und noch für das Zocken von Games. Somit stellen Quad-Core-CPUs einen guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar. Wer jedoch Bild- und Videobearbeitungen durchführen möchte, sollte auf mehr Kerne zurückgreifen. High-End-Prozessoren mit zwölf und mehr Kernen lohnen sich hingegen nur für hoch rechenintensive Anwendungen.

Mit welchem Sockel lohnt sich ein CPU-Upgrade?

Sowohl Intel® als auch AMD bieten sogenannte „Mainstream“-Sockel an, die von den meisten Mainboards unterstützt werden. Bei AMD ist das der Sockel AM4 und bei Intel® LGA 1151. Allerdings gilt es zu beachten, dass Prozessoren der achten und neunten Generation nur mit Mainboards mit dem Intel®-Chipsatz der 300er-Serie kompatibel sind.

Unsere CPU-Empfehlungen, die mit älteren Mainboards kompatibel sind

Fazit

Einen PC aufzurüsten kann in den meisten Fällen ausreichen, um wieder schnelle Zugriffszeiten auf Programme und Anwendungen zu erhalten. In der Regel empfiehlt sich hierfür der Austausch der Festplatte von HDD zu SSD und die Erweiterung des
Arbeitsspeichers. Beide Varianten sind leicht zu bewerkstelligen und belasten das Budget nur gering. Bereits durch diese beiden Komponenten startet Dein System wieder in Windeseile und Multitasking-Anwendungen stellen keine Geduldsfrage mehr dar.
Auch beim Streaming und Zocken von Games machen sich diese beiden Faktoren deutlich bemerkbar.

Ein Upgrade der Grafikkarte hingegen lohnt sich nur, wenn Du Deinen Computer ausgiebig zum Zocken verwendest und mittlerweile aktuelle Games nicht mehr flüssig spielbar sind. Für Standardanwendungen ist der Austausch der GPU nicht ratsam.

CPU und Mainboard stellen, wie sich gezeigt hat, besondere Ausnahmen dar. Während sich das Aufrüsten des Motherboards aufgrund des Aufwandes und der Kosten nicht lohnt, kann ein Upgrade der CPU unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein. Allerdings
ist auch an dieser Stelle der Aufwand nicht gering, weshalb Du Dir vorab genau überlegen solltest, ob sich der Aufwand und die Kosten für Dich rentieren.

Insgesamt lohnt sich das PC-Aufrüsten vor allem für Office-Computer, die bereits durch günstige Upgrade-Varianten von einem deutlichen Performanceschub profitieren. Bei Gaming-PCs ist es zumeist die Grafikkarte, die erneuert werden muss, während
Workstations für rechenintensive Aufgaben eher durch einen CPU-Wechsel an Leistung gewinnen. Folglich ist die Frage, ob sich das Aufrüsten des eigenen PCs lohnt oder nicht, abhängig von individuellen Anforderungen und Wünschen sowie der
Kosten-Aufwands-Rechnung.

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