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Onboard-Grafikkarte vs. dedizierte Grafikkarte

Um Dir die Entscheidung etwas zu erleichtern, werden in den folgenden Abschnitten die Vor- und Nachteile einer integrierten und separaten Grafikkarte erläutert, die Performance-Unterschiede aufgeschlüsselt und dargelegt, welche GPU am besten für den Gaming-Bereich geeignet ist.

Was ist eine Onboard-Grafikkarte?

Eine Onboard- oder integrierte Grafikkarte ist eine Grafikeinheit, die der Berechnung aller Daten dient, die zur Bildwiedergabe benötigt werden. Als Onboard-GPU werden dabei Grafikeinheiten bezeichnet, die auf dem Mainboard installiert sind, während integrierte GPUs Teil des Prozessors sind. Eine integrierte GPU bringt keinen eigenen Videospeicher mit. Als Speicher dient der RAM, den sich CPU und Grafikeinheit bis zu einem gewissen Grad teilen.

Integrierte-Grafikkarten werden vorwiegend in Notebooks verwendet, wo sie als Part der CPU aufgrund ihrer geringen Größe dem flachen Design der Laptops entgegenkommen. Für Desktop-PCs existieren ebenfalls zahlreiche Prozessoren mit integrierten GPUs. Solche Modelle bieten unter anderem AMD und Intel®. Allerdings werden in Gaming-PCs, auch wenn eine integrierte Grafikeinheit vorhanden ist, dedizierte GPUs für eine höhere Grafikleistung installiert. Eine integrierte GPU reicht im Gaming-Bereich allenfalls für sehr ressourcenarme Spiele, die kaum einen Anspruch an den Grafikprozessor stellen.

Für welche Anforderungen sind Onboard-GPUs geeignet?

Die integrierten Grafikkarten finden sich vor allem in Notebooks, wo sie vorwiegend für Office-Anwendungen, das Surfen oder Streamen von 4k-Videos gedacht sind.

In puncto Gaming wird es jedoch schon schwieriger. Anspruchsvolle Titel wie Call of Duty: Modern Warfare oder The Witcher 3 sind zu viel für die kleinen Grafikeinheiten, während einfachere Games wie FIFA 17 oder Overwatch ohne Probleme funktionieren.

Vorteile Nachteile
platzsparend, keine separate Kühlung benötigt einen Teil des Arbeitsspeichers
geringer Stromverbrauch kein eigener Videospeicher
günstiger Preis geringere Leistung

Was ist eine dedizierte Grafikkarte?

Eine dedizierte Grafikkarte ist anders als die Onboard-GPU nicht auf einem Chipsatz integriert, sondern nimmt einen separaten Slot ein. Darüber hinaus verfügt die dedizierte GPU über einen eigenen Videospeicher, wodurch sie leistungsfähiger ist. Mit diesem führt die GPU alle Rechenaufgaben durch, die speziell für grafische Anwendungen oder zur Darstellung eines Bildes durchgeführt werden müssen. Auf diese Weise wird der Arbeitsspeicher im Vergleich zum IGP (integrierter Grafikprozessor) geschont.

Die Grafikkarte erreicht dadurch eine wesentlich bessere Performance, die vor allem bei rechenintensiven Anwendungen von Vorteil ist. Dedizierte Grafikkarten werden überwiegend in Desktop-PCs verwendet, wo in manchen Fällen sogar mehrere Grafikkarten gleichzeitig installiert sind. Doch finden sich eigenständige Grafikkarten auch in Laptops. Die GPU-Chips werden im Gaming-Bereich von NVIDIA® und AMD hergestellt, wo sich zahlreiche Custom-Designs ein Kopf-an-Kopf-Rennen in puncto Performance leisten.

Für welche Anforderungen sind dedizierte GPUs geeignet?

Die dedizierte Grafikkarte bietet eine wesentlich höhere Leistung und ist daher für rechenintensive Aufgaben bestens geeignet. Mit einer eigenständigen GPU kannst Du Dich aufwändigen Projekten in Premiere Pro, Photoshop und in der 3D-Modellierung widmen, ohne in Sachen Performance eingeschränkt zu werden. Diese hohe Rechenleistung wird von den Shader-Einheiten, dem Videospeicher, der Taktrate und weiteren Faktoren ermöglicht.

Bei AMD werden diese Stream-Prozessoren und bei NVIDIA® CUDA-Kerne genannt. Die Anzahl dieser Recheneinheiten kann bis in die Tausende gehen, wodurch die Leistung enorm gesteigert wird. Die immense Power hinter den eigenständigen GPUs spiegelt sich natürlich auch im Gameplay wider. Neueste Titel wie Cyberpunk 2077 oder Metro Exodus stellen für gute Grafikkarten kein Problem dar.

Vorteile Nachteile
austauschbar benötigt eine separate Kühlung
eigener Videospeicher benötigt mehr Platz
Arbeitsspeicher wird nicht belastet höherer Stromverbrauch
höhere Taktraten teurer

Onboard vs. dedizierte Grafikkarte – Was leisten die GPUs?

Wir haben bereits erwähnt, dass eine integrierte Grafikkarte weniger Power besitzt als eine dedizierte. Doch wie sehen die Leistungsunterschiede wirklich aus? Um dies herauszufinden, vergleichen wir im Folgenden Onboard GPUs mit eigenständigen Grafikkarten für Desktop-PCs sowie ihre Pendants im Notebook-Bereich. Dafür wählen wir einige Spitzenmodelle aus, um zu erfahren, wo die momentane Leistungsgrenze liegt.

Der GPU-Vergleich bei Desktop-PCs

Wer ein Computersystem selbst zusammenbaut, steht vor der Entscheidung, entweder eine separate Grafikkarte zu installieren oder eine Onboard-Karte zu wählen. Letztere werden momentan zusammen mit dem Prozessor verbaut, weshalb die Leistung einer CPU mit Grafikeinheit und einer eigenständigen Grafikkarte zum Vergleich steht.

Spezifikation Ryzen™ 3 2200G Intel® Core™ i9-9900K Radeon™ RX 5700 GeForce® RTX™ 2080
Prozessorgrafik AMD Radeon™ Vega 8 Intel® UHD-Grafik 630
Boost-Taktfrequenz 1.126 MHz 1.200 MHz 1.725 MHz 1.710 MHz
Shader-Einheiten 512 184 2.304 2.944
max. Bildschirme 3 3 3 4
max. Auflösung 3.840 x 2160 4096 x 2304 4.096 x 2160 7.680 x 4.320
Leistungsaufnahme 65 W 95 W 180 W 215 W

Unsere Empfehlungen:

  • AMD Ryzen™ 3 3200G mit Onboard-Grafikkarte
  • Intel® Core™ i9 9900K mit Onboard-Grafikkarte
  • 8 GB ASRock Radeon™ RX 5700 Challenger
  • 8 GB Gigabyte Aorus GeForce® RTX™ 2080 SUPER™

Die Spielebenchmarks

Quelle: notebookcheck.com

Quelle: notebookcheck.com

Die Leistung

Besonders starke Differenzen zeigen sich v. a. in der Anzahl der Shader-Einheiten und den Taktraten. Mit gerade einmal 184 CUDA®-Kernen bei dem Intel® UHD-Grafik 630 und 1.200 MHz sowie 512 Stream-Prozessoren bei dem AMD Radeon™ Vega 8 und 1.126 MHz offenbaren sich die Grenzen der Grafikchips deutlich. Mit diesen Werten sind einige anspruchslose Games spielbar. Die Spielebenchmarks machen deutlich, dass Games wie Fifa 20 in HD bei geringen Grafikeinstellungen flüssig laufen. Anders sieht es schon in Full HD mit Medium Settings aus, wo die integrierte Grafikeinheit von Intel® an ihre Grenzen kommt. Mit der Vega 8, welche mehr Grafikprozessoren besitzt, lassen sich zumindest Borderlands 3 und Doom Eternal in HD mit geringeren Einstellungen zocken. Ob Sie das jedoch wirklich wollen, ist fraglich.

Ganz anders sieht das bei den dedizierten GPUs aus, die mit 2.304 und 2.944 Shader-Einheiten und wesentlich höheren Taktfrequenzen auch die aktuellsten AAA-Titel ohne Probleme meistern. Full HD stellt für diese Grafikkarten keine Herausforderung dar. Auch höhere Auflösungen werden problemlos gemeistert, allerdings haben wir diese hier zur besseren Vergleichbarkeit mit den integrierten Grafikeinheiten außen vor gelassen.

Folglich eignen sich integrierte Grafikchips lediglich für Office-Anwendungen, Surfen, dem Streamen von Videos und für äußerst ressourcenarme Games.

Die dedizierten Grafikkarten bieten gegenüber den integrierten den großen Vorteil, dass sie über einen eigenen Videospeicher verfügen, der die grundlegenden Berechnungen schneller ausführt als ein geteilter RAM-Speicher. Hier werden somit die angegebenen 8 GB, die sowohl die RX 5700 als auch RTX™ 2080 vorweist, nicht vom Arbeitsspeicher bezogen, sodass der RAM in Deinem Computersystem Dir in seiner vollen Kapazität bereitsteht.

Die Geschwindigkeit

Der Vergleich zwischen Onboard- und dedizierter Grafikkarte verdeutlicht die Unterschiede zwischen beiden Varianten deutlich. Die beiden Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit – Intel® Core™ i9-9900K und Ryzen™ 3 2200G – weisen in puncto Taktfrequenz ihrer Grafikchips sowie den verbauten Shader-Einheiten viel geringere Werte auf als die separaten Grafikkarten. Dies wirkt sich natürlich auf die Geschwindigkeit aus und wird spätestens in den Spielebenchmarks sichtbar, wo die integrierten Grafikeinheiten kaum eine nennenswerte Performance abliefern.

Stromverbrauch und Hitzeentwicklung

Der Unterschied im Stromverbrauch ist zwischen dedizierter und integrierter Grafikkarte enorm. Hier zeigt sich, dass die Onboard-Lösungen wahre Stromsparer sind, wohingegen die eigenständigen GPUs aufgrund ihrer starken Performance eine wesentlich höhere Leistungsaufnahme verlangen.

Sowohl integrierte als auch separate Grafikkarten benötigen eine Kühlung. Während die Grafikeinheiten der CPU, also der IGPUs, über den CPU-Kühler mit gekühlt werden, benötigen dedizierte Grafikkarten eine aktive Kühlung. Diese wird durch installierte Lüfter sichergestellt. je nach GPU-Länge und Modell können dies ein bis drei Fans sein, die diese Aufgabe übernehmen, wodurch der Strombedarf erwartungsgemäß deutlich steigt.

Der GPU-Vergleich bei Laptops

An dieser Stelle stehen drei Laptops zum Vergleich. Das Dell-Produkt weist lediglich eine Onboard-Grafikeinheit auf, während in den beiden Laptops von MSI beide GPU-Varianten integriert sind. Dabei kommt einmal eine dedizierte Grafikkarte von NVIDIA® und einmal eine von AMD zum Einsatz.

Spezifikation Dell XPS 13 9360 FHD i7 Iris MSI GT76 9SG-028 Titan DT MSI Alpha 15 A3DDK
Prozessor Intel® Core™ i7-7560U Intel® Core™ i9-9900K AMD Ryzen™ 7 3750H
Prozessorgrafik Intel® Iris Plus Graphics 640 Intel® UHD-Grafik 630 Radeon™ RX Vega 10
Boost-Taktfrequenz 1.050 MHz 1.150 MHz 1.400 MHz
Shader-Einheiten 384 184 640
Grafikkarte k/A NVIDIA® GeForce® RTX™ 2080 AMD Radeon™ RX5500M
Boost-Taktfrequenz der GPU k/A 1.710 MHz 1.725 MHz
Shader-Einheiten der GPU k/A 2.944 1.408
max. Bildschirme 3 3 3
max. Auflösung 4.096 x 2.304 3.840 x 2.160 3.840 x 2.160
VRAM k/A 8 GB 4 GB
Akkulaufzeit 2,5 – 25 h 2,5 – 6,75 h 0,5 – N/A h

Die Leistung

Mit gerade einmal 184 Shader-Einheiten schneidet die Intel® UHD Grafik 630 am schlechtesten ab. Das Mittelfeld belegt diesmal die integrierte GPU des Dell Laptops mit 384 Einheiten und der Spitzenreiter ist die Radeon™ RX Vega 10-Grafikeinheit mit ganzen 640 Streamprozessoren. Mit diesen Werten erbringt der kleine mobile Rechner von Dell in Zusammenhang mit dem verbauten Prozessor und dem 16 GB großen RAM eine ganz gute Leistung, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei ihm um einen Office-Laptop handelt, der nicht für grafisch anspruchsvolle Programme gedacht ist.

Bei den beiden Laptops von MSI spielen die integrierten Grafikeinheiten eine untergeordnete Rolle, da diese über eine separate Grafikkarte mit eigenem Videospeicher verfügen, welcher grafische Berechnungen wesentlich schneller bewerkstelligt als über einen geteilten Speicher.

Der GT76 9SG-028 Titan DT beherbergt eine der neuesten turingfähigen GPUs, die mit stolzen 2.944 Shader-Einheiten und einem Boost-Takt von 1.710 MHz aufwartet. Damit sind aktuelle sowie zukünftige Games abgesichert. Ein besonderes Feature der verbauten RTX™ 2080 ist das Echtzeit-Raytracing, mit dem Schatten- und Lichtverhältnisse so realistisch wie nie zuvor wirken.

Der zweite Laptop im GPU-Vergleich von MSI ist mit der AMD Radeon™ RX5500M ausgestattet, die immerhin 1.408 Stream-Prozessoren und einen Boost-Takt von 1.725 MHz mitbringt. Auch mit dieser dedizierten Grafikkarte sind neueste AAA-Titel in Full HD und mit hohen Grafikeinstellungen flüssig spielbar. Natürlich kann die RX 5500M nicht mit einem der neuesten Grafikkarten-Modelle von NVIDIA® mithalten, dafür sind die Preisunterschiede zwischen beiden GPUs, respektive Laptops, aber auch sehr deutlich. Denn während der MSI Alpha 15 A3DDK ein Gaming-Laptop der Mittelklasse ist, bewegt sich der GT76 9SG-028 Titan DT im High-End-Bereich. Insofern dürfen Unterschiede in puncto Performance nicht verwundern.

Die Geschwindigkeit

In puncto Geschwindigkeit der integrierten GPUs siegt die Radeon™ RX Vega 10 mit ganzen 1.400 MHz. An zweiter Stelle positioniert sich die Grafikeinheit von Intel® bei dem i9-9900K-Prozessor. Den letzten Platz belegt der Laptop von Dell mit 1.050 MHz, die aber, in Anbetracht dessen, dass es sich hierbei um ein 13 Zoll Notebook handelt, eine durchaus gute Leistung ist.

Die MSI Laptops können ihre Performance durch die Boost-Taktfrequenz der dedizierten Grafikkarten steigern. Diese sorgen mit 1.725 MHz bei der Radeon™ RX 5500M und mit 1.710 MHz bei dem Intel® Core™ i9-9900K für ein ausgiebiges Gameplay zu dem der Dell-Laptop nicht in der Lage ist.

Die Akkulaufzeit

Bei voller Last und höchster Helligkeitsstufe liegen alle drei Laptops mit maximal 2,5 Stunden Akkulaufzeit voll und ganz im Rahmen. Lediglich bei dem Alpha 15 A3DDK könnte die minimale Zeitspanne, bis das Netzteil angeschlossen werden muss, durchaus länger ausfallen. Das Dell-Produkt überzeugt in diesem Punkt mit bis zu 25 Stunden Akkukapazität, die allerdings nur im Idle erreicht werden. Dennoch ist bei normaler Last mit einer guten Laufzeit zu rechnen, die einem Office-Notebook würdig wird.

Dass in diesem Punkt die Gaming-Notebooks schlechter abschneiden, liegt vor allem an den dedizierten Grafikkarten sowie der höheren Last, die durch rechenintensive Anwendungen verursacht wird.

Der Gaming-Check zwischen Onboard- und dedizierter Grafikkarte

Eingefleischte Gamer werden über den Zusammenhang einer Onboard-Grafikeinheit und Games mit Sicherheit zweifeln. Denn in puncto Performance kann eine integrierte Grafikkarte nicht mit einer selbstständigen mithalten. Das zeigt sich auch deutlich in den jeweiligen Spiele-Benchmark-Tests. Wer also gern zockt und auf anspruchsvolle Games nicht verzichten möchte, kommt um eine separate GPU nicht herum.

Die Intel® UHD-Grafik 630-Grafikeinheit, die in dem i9-9900K verbaut ist, liefert mit mittlerer Detailstufe in Full HD 37.4 FPS bei FIFA 20. Damit ist dieses an sich grafisch anspruchslose Spiel nur bedingt spielbar. Lediglich bei minimaler Grafikeinstellung leistet die Onboard-Karte 73.7 FPS. Aktuelle Spiele wie Borderlands 3 oder Assassin’s Creed Odyssey sind mit weit unter 30 FPS selbst mit geringsten Details in HD-Auflösung nicht spielbar, ganz zu Schweigen von Full HD.

Mit der AMD Radeon™ Vega 8-Grafiklösung bei dem Ryzen™ 3 2200G erhälst Du schon bessere Werte. Hier reagiert FIFA 20 bei Medium Settings in Full HD immerhin mit 58 FPS. Bei Assassin’s Creed Odyssey und Borderlands 3 zeichnet sich das gleiche Bild wie beim Konkurrenten ab. Allerdings sind diese beiden Games zumindest in HD und geringen Detailstufen einigermaßen spielbar.

Die dedizierten Grafikkarten bieten natürlich ganz andere Werte. Mit ihnen sind je nach Modell neueste Games selbst bei höchsten Auflösungen kein Problem. Unsere beiden Vergleichs-GPUs von oben, die RTX™ 2080 und die RX 5700 schrecken vor neuesten und vor allem anspruchsvollen Games nicht zurück.

Ganz im Gegenteil werden je nach Titel weit über 100 FPS in Full HD erreicht. Bei höheren Auflösungen sinken die Bildwiederholungsraten erwartungsgemäß, doch Auflösungen in QHD und WQHD werden von beiden Grafikkarten gemeistert, sodass einem flüssigen und ruckelfreien Gameplay mit diesen GPUs nichts im Weg steht.

Die Quintessenz ist folglich: Wer zocken möchte, greift zur dedizierten Grafikkarte und wer ausschließlich Office-Anwendungen benötigt, dem reicht völlig eine integrierte Grafikeinheit.

Wie hoch ist der Preisunterschied zwischen integrierten und dedizierten Grafikkarten?

Onboard-Grafikeinheiten

Prinzipiell sind integrierte Grafikkarten die günstigere Alternative. Sie lohnen sich, wie bereits erwähnt, vor allem für Office-PCs oder Laptops. Hier sparst Du bares Geld, wenn Du Dir einen Office-Desktop selbst zusammenbauen oder konfigurieren möchtest. Durch eine CPU mit Onboard-Grafik ist der Kauf einer zusätzlichen Grafikkarte nicht notwendig, denn die Berechnung der Bildschirminhalte übernimmt der Grafikchip Deines Prozessors.

CPUs mit integrierter Grafiklösung erhälst Du bereits für unter 100 Euro. Natürlich ist die Preisspanne bis oben hin offen. Eine der teuersten Prozessoren mit Onboard-Grafik bietet Intel® mit dem i9-9900K, der ebenfalls in dem hier vorgestellten Gaming-Laptop von MSI verbaut ist.

dedizierte Grafikkarten

Bei dedizierten Grafikkarten richtet sich der Preis vor allem nach der Leistungsklasse.

Ein gutes Einsteigermodell ist bereits für 150 bis 200 Euro erhältlich, mit dem Du die meisten Spiele in Full-HD-Auflösung ruckelfrei genießen kannst.

Mittelklassige Grafikkarten bewegen sich zwischen 350 und 500 Euro. Mit diesen Modellen erlebst Du bereits die Turing-Technologie und bist auch für zukünftige Games bestens gerüstet.

Die High-End-Produkte können zum Teil bis über 1000 Euro kosten und lohnen sich für alle, die nur in den höchstmöglichen Grafikeinstellungen und Auflösungen zocken wollen.

Grafikkarten bei Laptops

In Laptops werden derzeit sowohl integrierte als auch dedizierte Grafikkarten verbaut. In einigen Fällen finden sich auch beide Varianten, was den Vorteil mit sich bringt, dass zwischen beiden GPUs geswitcht wird. In der Realität bedeutet das, dass bei einfachen Anwendungen die Onboard-GPU einspringt, um die Akkulaufzeit zu schonen, und bei rechenintensiven Aufgaben, z. B. beim Gaming oder der Video- und Bildbearbeitung, die eigenständige Grafikkarte genutzt wird. In manchen Fällen kann es jedoch passieren, dass bei Programmen und Games, die eine leistungsstarke GPU benötigen, lediglich die integrierte Grafikkarte zugeschaltet wird. An dieser Stelle musst Du selbst zur dedizierten wechseln.

Das Umschalten zur separaten GPU bei AMD

Hier öffnest Du zuerst die Radeon™ Einstellungen. Sind diese gestartet, navigierst Du zu „Einstellungen“, dann in „zusätzliche Einstellungen“ zum Abschnitt „Power“ und wählst “Switchable Graphics Application Settings“. Suche Dir erneut das Programm heraus, das über die dedizierte GPU gestartet werden soll und klick unter „Graphics Settings“ auf die Option „Hochleistung“. Damit sollte der Wechsel zur dedizierten Grafikkarte erfolgreich abgeschlossen sein.

Das Umschalten zur separaten GPU bei NVIDIA®

Um die eigenständige Grafikkarte auszuwählen, starte das NVIDIA® Control Panel. Daraufhin navigierst Du zu „3D Einstellungen“ und „3D Einstellungen Verwalten“. Hier solltest Du unter dem Punkt „Programmeinstellungen“ Dein Spiel oder Deine Anwendung finden, die Du über die dedizierte Grafikkarte starten möchtest. Mit Klick auf das entsprechende Programm sollte sich die Option „Den bevorzugten Grafikprozessor für dieses Programm auswählen“ öffnen. An dieser Stelle suchst Du den „NVIDIA-Hochleistungsprozessor“ und die ausgewählte Anwendung nutzt zukünftig die dedizierte Grafikkarte.

Dedizierte Grafikkarten für Laptops – sinnvoll oder nicht?

Ob ein Laptop oder Notebook eine eigenständige Grafikkarte benötigt oder nicht, richtet sich vor allem nach dem angestrebten Verwendungszweck. Solltest Du Deinen Laptop hauptsächlich für Office-Anwendungen, ein wenig Surfen oder zum Abspielen von YouTube-Videos verwenden, dann reicht eine Onboard-Lösung durchaus aus. Mit dieser erhälst Du die Leistung, die Du wirklich benötigst und sparst zudem wertvolle Akkulaufzeit für eine größtmögliche Mobilität.

Für alle rechenintensiven Anwendungen, wie CAD-Berechnungen, Video- und Bildbearbeitungen sowie Zocken aktueller Games ist eine dedizierte Grafikkarte unverzichtbar. Die leistungsfähigsten Varianten findest Du in sogenannten Gaming-Laptops wie beispielsweise dem MSI GF65 9SEXR-449 Thin. Hierbei handelt es sich um Notebooks im absoluten High-End-Bereich, die Dir die neuesten und innovativsten Technologien zur Verfügung stellen.

Einen guten Mix hingegen bieten Dir sogenannte Allrounder-Laptops, die oftmals sowohl mit einer integrierten als auch mit einer dedizierten Grafikkarte ausgestattet sind. Mit diesen Varianten profitierst Du von einer langen Akkulaufzeit und eine gute Performance in leistungshungrigen Anwendungen.

Eine dedizierte Grafikkarte für Laptops ist somit durchaus sinnvoll, wenn Du Dich nicht nur auf Büroaufgaben beschränken willst.

Fazit

Unser GPU-Vergleich zwischen integrierter und dedizierter Grafikkarte hat deutlich die Unterschiede zwischen beiden Varianten gezeigt. Während sich die Onboard-Lösungen vorwiegend für schmale Office-Laptops eignen, sind separate GPUs überall da gefragt, wo eine starke Rechenleistung vonnöten ist.

Allerdings gilt es zu beachten, dass dedizierte Grafikkarten eine wesentlich höhere Akkuleistung beanspruchen. Wer auf höchste Mobilität Wert legt und keine aufwändigen Anwendungen mit seinem Laptop bewerkstelligen muss, sollte daher auf ein Notebook mit einer Onboard-GPU zurückgreifen.

Einen guten Mix aus beiden Varianten liefern Laptops, die sowohl eine integrierte als auch eine separate Grafikkarte beinhalten. Der Nachteil dieser Systeme dürfte aber durchaus unter anderem in dem höheren Gewicht liegen, das die Mobilität zumindest zum Teil einschränkt.

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