Ask the Gamer

E-Sport-Fans haben einige ereignisreiche Wochen hinter sich. Am meisten Aufsehen erregt hat wohl Schalke 04 Esports, die sich gezwungenermaßen aus der LEC verabschieden. Ein weiteres großes Thema ist das Dota-Event The International, welches trotz langer Planung nun doch mit unvorhergesehenen Umständen kämpft. Bei uns erfahrt Ihr die wichtigsten Neuigkeiten aus der Welt des E-Sports.

Schalke 04 verabschiedet sich aus der LEC

Der Abstieg der Fußballmannschaft in die 2. Bundesliga und die Corona-Pandemie haben Schalke 04 in eine schwierige finanzielle Situation gebracht. Laut den Geschäftszahlen beläuft sich der Schuldenberg auf insgesamt 217 Millionen Euro. Um aus der Finanznot zu kommen, zogen die Königsblauen mehrere Optionen in Betracht. Dabei ist auch die E-Sport-Division, im Speziellen das League-of-Legends-Team, in den Fokus gerückt.

In dem MOBA-Spiel tritt Schalke 04 Esports in der höchsten europäischen Liga, der LEC, an. Da dem Verein das Potenzial und das stetige Wachstum des E-Sports bewusst ist, versuchte er zunächst an der LEC-Lizenz festzuhalten, doch leider ohne Erfolg. Das Management bedauerte, keine andere Wahl gehabt zu haben, aber der Verkauf des Franchising-Spots steht fest. Übernommen wird er nach Ende der laufenden Saison von der schweizerischen E-Sport-Organisation Team BDS für eine beachtliche Summe von 26,5 Millionen Euro. Das ist sicher keine schlechte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Schalke die Lizenz 2019 für acht Millionen Euro erworben hat. Der Fußball soll weiterhin Kerngeschäft des Vereins bleiben.

Wie es mit dem Rest der E-Sport-Division des Klubs weitergeht, ist hingegen noch offen. Neben League of Legends tritt Schalke 04 Esports auch in FIFA und Pro Evolution Soccer an. Da die Kosten dort deutlich geringer ausfallen, wäre eine Fortsetzung der Projekte nicht unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz bedauern wir den Austritt Schalkes aus der LEC. Als kleines Projekt innerhalb eines riesigen deutschen Vereins sorgte Schalke 04 Esports für viel Aufmerksamkeit und feierte einige Erfolge. Vielleicht könnte der finanzielle Gewinn sogar ein Anreiz für weitere Klubs sein, um in den E-Sport einzusteigen.

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The International könnte in Deutschland stattfinden.

Glücklicherweise gibt es auch gute Neuigkeiten für E-Sport-Fans, denn The International, das größte Dota-Turnier, kommt eventuell wieder zu uns nach Deutschland. Ursprünglich sollte Schweden als Austragungsort für das Event dienen, doch das schwedische Innenministerium macht der Sache einen Strich durch die Rechnung.

Trotz der großen Fangemeinde und des Preisgelds in einer unglaublichen Höhe von über 34 Millionen Euro wird The International in Schweden nicht als Groß-Sportveranstaltung eingestuft. Die Folge: verschärfte Einreisebedingungen für Veranstalter und Teilnehmer. Valve, das Unternehmen hinter dem Spiel und dem Event, sucht deshalb nach einem neuen Austragungsort in Europa und Deutschland ist mit im Rennen. Schließlich haben wir eine Vielzahl von attraktiven Locations, sind eines der wenigen Länder mit einem Visa-Programm für E-Sport-Profis und konnten schon viele erfolgreiche E-Sport-Events austragen. Unterstützung gibt es sogar aus der Politik von Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär und Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach, die auf Twitter ebenfalls ihr Interesse bekannt gaben.

Eine Entscheidung steht zwar noch nicht fest, aber unserer Meinung nach hat Deutschland definitiv einige schlagfertige Argumente. Dazu zählen unter anderem jede Menge E-Sport-Fans wie Ihr, die es sicher kaum erwarten können, ein Event mal wieder vor Ort zu erleben. Wohin es auch gehen wird, nach der einjährigen Pause freuen wir uns auf die zehnte Ausgabe des prestigeträchtigen Turniers.

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Weitere News aus der Gaming-Branche findet Ihr in unserem Monatsrückblick. Was sagt Ihr zu den derzeitigen Entwicklungen? Trauert Ihr um den Verlust von Schalke? Freut Ihr Euch auf die hoffentlich zurückkehrenden E-Sport-Events mit Zuschauern in der Arena? Teilt uns Eure Meinung auf Facebook mit!

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