Ask the Gamer

1993 erblickte der erste Teil von Doom das Licht der Welt. Auch wenn das Game aus heutiger Sicht grafisch eher kein Augenschmaus ist, hat es allen weiteren Ego-Shootern den Weg geebnet. Nicht umsonst bezeichnen wir Doom gern als Vater einer neuen Spiele-Ära. In unserer wiederbelebten Classic-game-of-the-month-Reihe stellen wir Euch den damals bahnbrechenden Shooter vor und zeigen Euch, was an Doom so besonders ist!

Die Geschichte zu Doom begann bei einer privaten Runde Dungeons & Dragons. Den Gründern von id Software – John Romero, John Carmack, Adrian Carmack und Tom Hall – kam dabei die Idee für ein neues Computerspiel. Schnell erarbeiteten sie ein Konzept, bei dem die Spieler Technologien einsetzen mussten, um Monster zu bekämpfen.

Dämonen auf dem Mars

Die entstandene Story ist ebenso simpel wie genial: Schiefgegangene Teleportationsexperimente der Union Aerospace Corporation materialisieren auf den Marsmonden Deimos und Phobos ungewollt ein Portal zur Hölle. Unzählige Dämonen fallen daraufhin über die Forschungseinrichtungen her. Alle Mitarbeiter sterben oder verwandeln sich in unkooperative Zombies. Als namenloser Marine kämpfen wir uns durch die von Mobs überrannten Labore und Militärbasen.

 

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Gaming-Revolution

So weit, so gut! So fesselnd die Story auch ist, sie ist nicht das, was Doom vordergründig legendär gemacht hat. Dafür ist vornehmlich die Grafik zuständig. Mit einem eingängigen Mix aus 2D-Sprites und 3D-Leveln revolutionierte sie die Gamingwelt. Es ist heute kaum vorstellbar, doch damals gab es in Videospielen noch nicht einmal unterschiedliche Höhenstufen und Ebenen. Dank der neuen Engine gelang es id Software, ein komplexes Leveldesign zu entwickeln, zu dem ebenso Treppen, Fenster, Türen und bewegliche Plattformen gehörten.

Der rasante Action-Shooter überraschte dabei nicht nur mir grandiosen Baller-Szenen, sondern wartete gleichzeitig mit einigen Rätseln auf. Die damit verbundene Abwechslung war nicht das einzig Gute: Mit der richtigen Lösung bahnten wir uns den Weg zu mächtigen Waffenarsenalen, wodurch der Spaßfaktor weiter stieg.

Ebenfalls gelang es den Entwicklern damit, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, die trotz der pixeligen Darstellung Spannung und Horroreffekte zuließ. Speziell die innovativen dynamischen Lichteffekte gaben hier den Ausschlag, sodass Doom damals als eines der vielfältigsten und authentischsten Spiele galt. Viele Horror-Shooter orientierten sich an Doom und perfektionierten die neuen Techniken – vor allem das Spiel mit Licht und Schatten – mit den Jahren.

Doom bricht alle Erwartungen

Als das Game im Dezember 1993 erschien, nutzte id Software, wie auch bei den vorangegangenen Veröffentlichungen zu Commander Keen und Wolfenstein, das sogenannte Shareware-Modell. Sie gaben das erste Kapitel von Doom kostenlos für MS-DOS heraus und boten interessierten Spielern somit einen noch größeren Anreiz, sich die Vollversion zu bestellen. Mit großem Erfolg: Innerhalb weniger Minuten brachen alle verfügbaren Server zusammen. So immens war der Hype!

Mit Multiplayer-Modus zur Legende

Es war das Gesamtpaket von Doom, das die große Fanbase begründete. Doch hauptsächlich der damals revolutionäre Multiplayer-Modus sorgte dafür, dass die Begeisterung der Zocker selbst nach mehreren Jahren noch anhielt. Das Prinzip des gemeinsamen Spielens erblickte damit das Licht der Welt und ebnete den Weg für alle nachfolgenden Ego-Shooter wie Half-Life und die daraus entstandene Mod Counter-Strike. Sogar hochaktuelle Spiele wie Apex Legends, PUBG und echte E-Sports-Klassiker verdanken Doom so einiges. Für uns ist der Titel damit der unumstrittene Vater der Ego-Shooter und aller Multiplayer-Games!

Gehört auch Ihr zu den begeisterten Doom-Fans? Welches Videospiel ist für Euch der absolute Gaming-Klassiker und darf damit in unserer Reihe auf keinen Fall fehlen? Teilt uns Eure Meinung gern auf Facebook mit!

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