Ask the Gamer

Mit mehreren Ankündigungen im Rahmen des virtuellen Intel® Accelerated Webcasts haben Intel®-CEO Pat Gelsinger sowie Senior Vice President und General Manager of Technology Development Dr. Ann Kelleher neue Einblicke in die Unternehmensstrategie gegeben. Dabei wurde unter anderem ein neues Naming für den Fertigungsprozess von CPUs vorgestellt. Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse für Euch zusammen.

Als Endkunden müsst Ihr Euch nicht auf neue Namen einstellen. Der Strategiewechsel bezieht sich zunächst ausschließlich auf die Bezeichnungen für den Fertigungsprozess. Während die Konkurrenz schon seit einiger Zeit neue Begriffe verwendet, die sich nicht nach festen Bezugsgrößen richten, hat Intel® sich bisher an der Größe der Features in Nanometern orientiert. Damit ist jetzt Schluss.

Intel® 10 nm Enhanced Super Fin soll Intel® 7 heißen

Noch in diesem Jahr kommt die dritte Generation der 10-nm-Technologie (Enhanced-Super-Fin-Verfahren) des Chipherstellers auf den Markt – unter dem neuen Namen Intel® Node 7 bzw. Intel® 7. Das neue Verfahren soll bei den CPUs von Alder Lake und Sapphire Rapids angewandt werden und durch die Optimierung der FinFET-Transistoren bis zu 15 % mehr Leistung pro Watt bringen als sein Vorgänger.

Das 7-nm-Verfahren Intel® 4 kommt 2022

Mit Intel® Node 4 ist hingegen erst 2022 zu rechnen. Die Technologie setzt auf eine ganzflächige EUV-Lithografie, wodurch sich der Chiphersteller eine um 20 % gesteigerte Performance pro Watt erwartet. Intel® 4 soll vor allem für Meteor Lake verwendet werden, aber auch Granite Rapid setzt auf das neue 7-nm-Verfahren.

Intel® 3 folgt 2023

Das erweiterte Verfahren 7 nm+ soll noch im Jahr 2023 in die Produktion gehen und Intel® 3 heißen. Mit ersten Produkten ist allerdings erst im Folgejahr zu rechnen. Intel® 3 soll die Leistung pro Watt nochmals um 18 % steigern. Das soll vor allem durch ein verbessertes FinFET-Verfahren und eine verstärkte Anwendung der EUV-Lithografie möglich werden.

Neue Ära soll mit Intel® 20A Einzug halten

Im Jahr 2024 will der Chiphersteller ein 5-nm-Verfahren mit der Bezeichnung Intel® 20A auf den Weg bringen. Das A steht für eine Längeneinheit, die nach dem schwedischen Physiker Anders Jonas Ångström benannt ist. Der Name soll eine neue Ära der Chipfertigung des Unternehmens einläuten, denn 20 Ångström entsprechen 2 nm. Wir dürfen also gespannt sein, was die kommenden Jahre auf dem CPU-Markt passiert.

Blickt Ihr bei den Bezeichnungen zu den unterschiedlichen Fertigungsverfahren noch durch? Was erhofft Ihr Euch von den angekündigten Performance-Sprüngen? Auf welches Team setzt Ihr beim Gaming: AMD oder Intel®? Teilt uns Eure Meinung gern auf Facebook mit.

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