Ask the Gamer

Cheater sind schon immer ein Ärgernis für Spieler, die den skillbasierten und fairen Wettkampf gegen andere lieben. Vor allem im Shooter-Genre wurden sie in den vergangenen Jahren zu einem weit verbreiteten Problem, gegen das selten ein Kraut gewachsen schien. Auch Spielerinnen und Spieler von Call of Duty®: Modern Warfare, die sich im Battle-Royale-Modus Warzone austoben wollen, werden immer wieder durch Cheater belästigt. Sogar im neuesten Teil der Serie – Call of Duty®: Vanguard – findet der Schrecken kein Ende. Der Publisher hat das Problem schon lange erkannt und versucht, mit unterschiedlichen Mitteln gegenzusteuern – nachhaltiger Erfolg blieb aus. Jetzt holt Activision offenbar die ganz großen Kanonen raus und nimmt die Cheater ins Visier.

Mit Ricochet gegen Cheater

Mit dem großangelegten Ricochet-Anti-Cheat-System wird Betrügerinnen und Betrügern in Call of Duty®: Warzone erstmals eine vernichtende Waffe entgegengesetzt. Das System ging zeitgleich mit der Veröffentlichung von CoD: Vanguard an den Start, wird sein volles Potenzial jedoch erst mit der Zeit entfalten.

Bisher umfasst Ricochet mehrere verbesserte, serverseitige Analyse-Tools sowie optimierte Untersuchungsprozesse. Zudem wurde die Konto-Sicherheit der User erhöht. Mit dem Rollout des für Warzone angekündigten Pazifik-Updates im Dezember soll der Kernel-Treiber hinzukommen – der wichtigste Baustein der neuen Brandmauer gegen Cheater.

Der Kernel-Treiber ist nur aktiv, wenn ein Call-of-Duty®-Titel läuft. Dabei prüft er die Hardware – beispielsweise die Grafikkarte – auf Unstimmigkeiten. Gemeinsam mit den anderen Werkzeugen von Ricochet Anti-Cheat können Cheater auf diese Weise besser identifiziert werden.

Harte Strafen für Betrug im Game

In einem Blogbeitrag vom 12.11.2021 lässt Team Ricochet durchblicken, welche Strafen Cheater künftig in CoD-Spielen erwarten: Besonders dreiste oder wiederholte Verstöße können demnach zu einer Sperrung aller Konten führen. Der Bann ist dauerhaft und kann für alle aktuellen, vergangenen und künftigen Call-of-Duty®-Teile gelten. Auch Versuche der Identitätsverschleierung können zum Ausschluss führen. Ohne Zweifel dürfte bereits die Ankündigung einer solchen Strafe viele Cheater beunruhigen.

Generationenübergreifende Banns: gerecht oder übertrieben?

Dass Publisher wie Activision mit immer härteren Mitteln gegen Cheater vorgehen, ist grundsätzlich begrüßenswert. Trotzdem stellt sich die Frage, inwieweit die angekündigte Höchststrafe – der Ausschluss von allen aktuellen sowie auch künftigen CoDs – verhältnismäßig ist. Auch der zunehmenden Überwachung des eigenen Gaming-PCs durch Kernel-Treiber, wie sie in Call of Duty® geplant sind, stehen nicht wenige Spielerinnen und Spieler kritisch gegenüber. Vor allem die umfangreichen Zugriffsrechte bereiten vielen Usern Bauchschmerzen. Die meisten Gamerinnen und Gamer dürften jedoch vor allem an fairen Multiplayergefechten interessiert sein, in denen einzig Skill und Teamplay über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Wie steht Ihr zu Activisions geplanter Cheater-Politik? Freut Ihr Euch über mehr Fairness im Spiel oder seht Ihr die Überwachung Eurer Hardware kritisch? Teilt uns Eure Meinung gern auf Facebook mit.

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