Ask the Gamer

AMD hat sich mit der Roadmap für die RDNA-Architektur ein ambitioniertes Ziel gesteckt. Bereits mit den GPUs der RDNA-1-Generation konnte das Unternehmen kleine Erfolge feiern, während die aktuellen Grafikkarten der RX-6000er-Reihe den High-End-Bereich ordentlich aufwirbelten. Zum ersten Mal nach etlichen Jahren bedrohte AMD mit der RDNA-2-Architektur den Konkurrenten NVIDIA® und nahm ihm fast die Krone ab. Mit den zukünftigen Modellen will AMD die Führungsposition im Grafikkartenbereich einnehmen. Dabei gehen Leaker wie „Moore’s Law Is Dead“ von einer Leistungssteigerung von 40 % aus.

Seit einigen Monaten gehen immer wieder Gerüchte über die zu erwartende Performance der RDNA-3-Architektur viral. Während einige Leaker wie „@RGTCrimsonRayne“ bei dem nächsten Spitzenmodell, der RX 7900XT, von einer Steigerung um den Faktor 2,5 sprechen, sind andere wie „Moore’s Law Is Dead“ etwas zurückhaltender.

Doch welche Informationen können bisher als gesichert angesehen werden? Laut AMD ist für die RDNA-3-Architektur erneut eine Performance-Steigerung von 50 % geplant. Dieses Plus erreichte das Unternehmen bereits mit dem Wechsel von der ersten zur zweiten Generation. Der Leaker „Moore’s Law Is Dead“ spricht selbst von mindestens 40 %, geht aber davon aus, dass sogar 60 bis 80 Prozent im Bereich des Möglichen liegen. Eine Verdopplung der Leistung sieht er hingegen als eher unrealistisch an.

Um dies technisch zu ermöglichen, stehen im Grunde zwei Faktoren im Raum: erstens der Umstieg auf eine 5-nm-Fertigung und zweitens ein neuer Chiplet-Ansatz. Letzterer wurde bereits für die aktuellen Ryzen™-3000- und Ryzen™-5000-Prozessoren genutzt. Bei dem angestrebten Design handelt es sich um eine Kombination aus I/O-Die sowie mindestens einen Compute-Die. Mithilfe dieser Technologie könnten wesentlich mehr Compute-Units verbaut werden, was wiederum zu einem deutlichen Performance-Plus führt.

Ob AMD jedoch diesen Chiplet-Ansatz auch für die Consumer-Grafikkarten verfolgt, ist bisher nicht bekannt. Vielleicht wird das Design vorerst ausschließlich in professionellen GPUs angewandt und zu einem späteren Zeitpunkt auf die Gaming-Grafikkarten übertragen.

Im Allgemeinen ist bis dato keine Information gesichert und selbst der Release der neuen Grafikkarten-Generation steht in der Schwebe. Von vielen Leakern sowie der offiziellen Roadmap von AMD wird als Datum Ende 2021/Anfang 2022 anvisiert. Bis dahin steht für AMD der Launch weiterer Grafikkarten aus der Mittel- und Einstiegsklasse im Mittelpunkt.

Was sagt Ihr zu den Leaks? Wird es AMD schaffen, eine Leistungssteigerung von mindestens 40 % zu erreichen oder geht Ihr eher von einer Verdopplung der Performance aus? Teilt uns Eure Meinung auf Facebook mit!

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