Die „Medal of Honor“-Serie galt lange Zeit als ein Kronjuwel des Shooter-Genres und setzt gerade im Bereich der Inszenierung Maßstäbe. Wer hoch kommt, fällt meistens auch sehr tief und so ging die Reise 2012 für die Reihe erst einmal zu Ende. Nun steht aber ein Comeback bevor. Allerdings anders als erwartet. 

Publisher EA will es offenbar noch einmal wissen und holt „Medal of Honor“ nach vielen Jahren der Abstinenz zurück. Hierfür wurde der „Titanfall“-Entwickler Respawn verpflichtet, der Reihe neues Leben einzuhauchen. Zwei Jahre lang wurde an einem neuen Titel gearbeitet und nun wurde das Ergebnis offiziell vorgestellt. „Medal of Honor Above and Beyond“ soll der neueste Ableger heißen und 2020 auf den Markt kommen. Fans der Serie müssen aber unter Umständen einen kleinen Wermutstropfen hinnehmen, denn das Spiel wird eine VR-Version für die Oculus Rift Produkte (Oculus Quest) werden.

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Es handelt sich also nicht, wie von einigen erhofft, um ein Reboot der Serie, sondern um eine „einfache“ VR-Version. Dennoch sind im Kern alle Zutaten eines klassischen „Medal of Honor“ vorhanden. Wieder wird der Spieler in den Zweiten Weltkrieg geworfen und muss sich auf der Seite der Alliierten gegen die Nazis durchsetzen. Dabei wird auch wieder zu Lande, zu Wasser und in der Luft gekämpft und die Figuren durch ganz Europa gescheucht. Der Fokus liegt dabei natürlich auf einem vollwertigen Singleplayer, aber es soll auch einen Multiplayer-Modus (?) geben. Wie dieser genau aussehen wird, ist bisher aber nicht bekannt.

Um dem Spiel das richtige Gefühl bzw. eine ordentliche Prise Authentizität zu verpassen, wurden Veteranen und Überlebende mit an Bord geholt, die bei der Erstellung der Szenarien aushalfen. Von diesen gibt es auch zahlreiche Audiokommentare, in denen sie über die Schrecken des Krieges berichten. Man soll sich also nicht nur unterhalten fühlen, sondern auch über die historischen Geschehnisse und deren weltweiten Auswirkungen nachdenken können.

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