Luftkühlung oder Wasserkühlung – womit bleibt der PC wirklich cool?

Luftkühlung oder Wasserkühlung

Du verbringst Deine Zeit gern mit Videoschnitt, bearbeitest Deine Fotos stundenlang oder hast einfach nur Spaß daran, zu zocken, bis der Rechner qualmt? Soweit solltest Du es natürlich nicht kommen lassen, wenn Dir etwas an Deiner Hardware liegt. Gaming, Video- und Fotobearbeitung gehören zu den Anwendungen, die der CPU und den Grafikkarten alles abverlangen und den PC besonders heiß werden lassen. Eine gute Kühlung ist deshalb Voraussetzung für eine erstklassige Performance. Du hast die Wahl zwischen Luftkühlung und Wasserkühlung. Worin sich die beiden Arten unterscheiden und welches Modell besser ist, liest Du hier im Blog.

Alles nur heiße Luft!

Wird Dein System zu warm, liegt es daran, dass der Prozessor und die GPU auf Hochtouren arbeiten. Zwar benötigen die modernen Bauteile immer weniger Strom, dennoch produzieren sie Wärme. Fehlt ein Kühlsystem oder ist es zu schwach, staut sich die Hitze im Gehäuse. Die heiße Luft erwärmt auch andere Komponenten. Steigen die Temperaturen zu stark, reagiert der Computer schließlich mit Programmabstürzen und mangelhafter Performance. Wer dieses Warnsignal ignoriert, muss langfristig mit verschmorten Teilen rechnen.

Aber ist nicht jeder PC mit einer Kühlung ausgestattet? Ja, komplett aufgesetzte PC-Systeme und Notebooks verfügen bereits über eine eingebaute Luftkühlung. Je nach Anwendungsbereich kann es jedoch sein, dass die Leistung nicht ausreicht und eine Aufrüstung nötig wird. Wenn Du Dir Deinen PC selbst zusammenstellst, liegt es an Dir, ob Du auf die Luft- oder Wasserkühlung setzt. Die beliebtesten Marken für leistungsstarke CPU-Kühler sind:

  • Alphacool
  • be quiet!®
  • Cooler Master
  • CORSAIR
  • EK Water Blocks
  • Noctua
  • Scythe
  • Watercool

So funktionieren beide Kühlsysteme

Zur Luftkühlung gehören aktive und passive Systeme. Die passive Luftkühler besteht aus einem Kühlkörper, der auf der CPU befestigt wird und die Wärme aufnimmt. Ein Radiator strahlt sie ab: Heiße Luft steigt nach oben und kalte Luft folgt unten nach. Das System kommt ohne rotierende Lüfter aus, ist deshalb aber nicht besonders leistungsfähig. Sein Vorteil liegt darin, dass die Kühlung geräuschlos ist.

Für eine gute Kühlwirkung ist jedoch ein tiefer Griff in die Tasche nötig. Aktive Luftkühler nutzen dagegen Heatpipes, die die Oberfläche des Prozessors unter dem Kühlkörper vergrößern. Bereits dadurch wird die Kühlung effizienter; zusätzlich kommen noch Ventilatoren zum Einsatz, die die Wärme schneller abführen. Das Standardsystem ist sehr leistungsfähig, kann unter großer Belastung allerdings einmal etwas lauter werden, wenn die Ventilatoren schneller drehen müssen.

Ganz ohne Luft kommt die Wasserkühlung auch nicht aus. Sie nutzt die hervorragende Wärmeleitfähigkeit des Wassers, das mithilfe einer Pumpe durch einen Kreislauf fließt. Dank der guten Wärmekapazität nimmt das Wasser die Hitze vom CPU-Kühler noch effektiver als Luft auf. Am Radiator einer passiven Wasserkühlung kühlt das Wasser ab und fließt im Kreislauf anschließend zurück zur CPU. Bei der aktiven Wasserkühlung sind Ventilatoren unverzichtbar, die die Kühlleistung zusätzlich unterstützen. Ob Luft oder Wasser – beide aktive Systeme sind den passiven hinsichtlich ihrer Leistung überlegen.

Die Vor- und Nachteile kompakt

Luftkühlung Wasserkühlung
Vorteile
  • leise
  • günstiger Preis
  • einfacher Einbau
  • leichte und zeitsparende Steuerung und Überwachung
  • Standard-Kühllösung, die für die meisten Anwender genügt
  • geräuschlos
  • perfekter Wärmeleiter
  • hohes Übertaktungspotenzial
  • für die gleichzeitige Kühlung mehrerer Grafikkarten geeignet
  • wertet das Gehäuse optisch mit LEDs auf
Nachteile
  • unter hoher Belastung etwas lauter
  • geringere Kühlleistung als Wasserkühlung
  • ässt sich nicht optisch aufwerten
  • hoher Preis
  • zeitintensiver Einbau
  • Risiko eines Wasserschadens beim Einbau oder durch schlechte Wartung
  • höheres Gewicht des PCs

Luftkühlung oder Wasserkühlung – was lohnt sich für Dich?

Eine Wasserkühlung hat zwar eine höhere Kühlleistung als eine herkömmliche Luftkühlung. Trotzdem ist sie nicht in jedem Fall die beste Wahl. Das liegt vor allem am höheren Preis und dem größeren Wartungsaufwand. Ob sich die Investition für Dich lohnt, musst Du anhand Deiner Bedürfnisse ermitteln. Spielst Du nicht jeden Tag, nutzt Deinen PC auch zum Arbeiten und surfst damit viel im Internet? Dann reicht eine Luftkühlung für Deine Anforderungen. Sie ist sehr leise, ja oft merkst Du sogar erst unter hoher Belastung durch ein leichtes Rauschen, dass sie überhaupt da ist. Für einen günstigen Preis erhältst Du bereits eine sehr leistungsstarke Kühlung wie das Modell be quiet! Dark Rock 4, das Du einfach selbst einbauen kannst. Sogar auf die LED-Beleuchtung, die sonst fast nur Wasserkühlungen erstrahlen lässt, musst Du mit dem Lüfter Corsair LL120 RGB nicht verzichten.


be quiet! Dark Rock 4
be quiet! Dark Rock 4
 

Ist es Dir wichtig, dass die Kühlung Deinen PC auch optisch aufwertet, zockst Du immer die neusten Games, die Deine Grafikkarte so richtig fordern, und willst Du die CPU übertakten? In dem Fall spricht vieles für eine Wasserkühlung. Sie ist die beste Technologie auf dem Markt und nahezu geräuschlos. Auch mehrere GPUs kühlst Du damit bestmöglich. Wenn Du LEDs in den Kreislauf integrierst, schaffst Du ein echtes Highlight. Mit einem AiO-Komplettsystem wie Corsair Hydro H115i PRO RGB oder NZXT Kraken X62 V2 hält sich der Aufwand beim Einbau in Grenzen.


Corsair Hydro H115i PRO RGB 280mm
Corsair Hydro H115i PRO RGB 280mm
 

Im Hardware-Shop findest Du auf jeden Fall den idealen Lüfter für Deinen PC. Stöbere gleich in unserem Sortiment und nutze die Filter, um die Auswahl der Luftkühler und Wasserkühler nach Deinen Vorstellungen einzugrenzen!

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