4K war in den letzten Jahren vor allem in den Bereichen Film und Konsolenspielen ein wichtiges, zeitweise sogar bestimmendes, Thema. Doch kaum hat sich die Diskussion darum normalisiert, steht schon die 8K-Auflösung bereit. Oder vielleicht doch nicht?

Das Bild muss immer besser, immer schärfer werden. So zumindest in der Vergangenheit. Denn die Qualitätssprünge klingen zwar auf dem Papier immer massiv, doch für viele gab es seit dem Wechsel von VHS zur DVD keine signifikanten Sprünge mehr. Spätestens mit 4K kommt daher immer wieder die Frage auf: Lohnt sich der Wechsel? Sind Unterschiede überhaupt so deutlich zu erkennen? Nun, über die Sichtweise kann man bestimmt streiten und auch gut dafür argumentieren, bei der Sinnhaftigkeit sieht es da schon anders aus. Denn egal, ob die Qualität einen ordentlichen Sprung nach vorne macht oder nicht, der Preis geht definitiv nach oben. Und das häufig sogar in extremem Maße. 

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Es reicht eben nicht einfach aus, einen Fernseher mit guter Technik zu besitzen, auch das gezeigte Produkt muss anpassungsfähig sein. Während Spiele „einfacher“ hochskaliert werden können, ist das bei Filmen schon anders. Wenn es der Film grundsätzlich nicht hergibt, dann kann auch die beste Nachbearbeitung nicht viel daran ändern. Darum sollte man sich bei vielen 4K-BluRays vorher genau informieren. Denn viele alte Filme, die als 4K angeboten werden, sind nicht selten nur 2k. Im Netz finden sich daher zahlreiche Seiten, die echte 4K-Auflösung und Fake-4K listen. Richtiges 4K bedeutet in erster Linie aber natürlich mehr Aufwand für die Studios und damit mehr Kosten. Deswegen hat nun Warner Bros. eine Studie in Auftrag gegeben, die 8K bei den Zuschauern testen sollte. Dabei wurden 139 Testpersonen dazu aufgerufen, sieben verschiedene Videos á zehn Sekunden auf einem 8K Fernseher anzuschauen. Die Clips mussten jeweils in 4K und 8K geschaut werden, ohne dass die Probanden wussten, welcher Clip welche Auflösung hatte. 

Das Ergebnis ist für 8K recht ernüchternd. So konnten die meisten Tester kaum einen, bis gar keinen Unterschied feststellen. Bei einigen Testern kam das 4K-Bild sogar besser weg. Einzig bei Natur-Nahaufnahmen, kam 8K immer besser weg. Aber auch hier war das Endergebnis „geringfügig besser“.  

 

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