Man kann über Ingame-Käufe oder Mikrotransaktionen sagen was man will, aber für Entwickler und Publisher sind sie eine willkommene Einnahmequelle. Zumindest bis jetzt, denn es gibt erste Anzeichen für einen Negativtrend. 

Mindfactory
Egal auf welcher Plattform gespielt wird oder wie groß ein Spiel mittlerweile auch ist, es kommen immer weniger Titel mit keinerlei Ingame-Shops oder kaufbaren Zusatzobjekten heraus. Warum auch nicht, schließlich sind viele der digitalen Produkte optional und dennoch eine willkommene Möglichkeit für Entwickler, mehr Umsatz aus einem Spiel herauszuholen. Die Umsätze sind mittlerweile sogar so groß, dass sie einen wichtigen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. Am PC werden so 85 Prozent dieses Gesamtumsatzes über Ingame-Käufe generiert. Bei Konsolen sind es immerhin 48 Prozent. Natürlich sind hier aber wieder die Mobile Games die großen Umsatzbringer. Dennoch sieht es nicht ganz so rosig in dem Bereich aus.

Wie SuperData Research nun berichtet, stagnieren die Verkäufe und Mikrotransaktionen auf dem PC und bei den Konsolen gehen diese sogar langsam, aber sicher zurück. Laut den ersten Ergebnissen liegt dies vor allem an drei wichtigen Punkten. Erstens geben Spieler weniger für die Ingame-Käufe aus, da sich die Ausgaben meist nur noch auf ein oder zwei Spiele beschränken. Zudem sind offenbar immer weniger Spieler von den angebotenen Inhalten angetan. Es fehlt mittlerweile immer mehr das gewisse Etwas, das einen Kauf rechtfertigt. Zu guter Letzt ist es aber auch der negative Ruf solcher Käufe, der die Umsätze immer weiter belastet. Demnach sind Zocker immer vorsichtiger, wenn es darum geht, in Spielen noch mehr Geld auszugeben.

Allgemein sind wohl grundsätzlich auch immer weniger Spieler gewillt, überhaupt Geld in Spielen auszugeben. So wurden die Shops von den Spielen wie „Fortnite“ oder „Fifa 20“ von über der Hälfte der Spieler überhaupt erst gar nicht genutzt. SuperData Research erkennt hier einen Wandel. Es sei demnach der Sättigungspunkt erreicht. Zwar gibt es genügend Monetarisierungsmöglichkeiten, aber gerade der miserable Ruf von Loot-Boxen führte nun einmal dazu, dass Spieler immer weniger zusätzliche Inhalte kaufen wollen. Es bleibt spannend, wie die Entwickler damit umgehen und was sie für neue Wege finden werden.

 

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