Auch wenn der Breitbandausbau vielen nicht schnell genug geht, so ist der Wille der Unternehmen für mehr und schnelleres Internet in Deutschland zumindest vorhanden. Vorreiter hierzulande ist dabei die Deutsche Telekom, welche nun neue und moderne Wege gehen will. 

„Das Internet ist für uns alle Neuland“. Ein Satz, der wahrscheinlich schon häufiger parodiert wurde, als so manch berühmter Film. Dennoch war und ist diese Aussage unserer Bundeskanzlerin ein Sinnbild für die derzeitige Internet-Situation in Deutschland. Zu langsam sind viele Anschlüssen im internationalen Vergleich. Zu viele Funklöcher gibt es auf dem Land und während langer Zugfahrten. Und Dorfbewohner schauen häufig in die Röhre, wenn es um schnelle und stabile Verbindungen geht. Doch gibt es Hoffnung. Die Deutsche Telekom will Deutschland vernetzter und digitaler machen und hat es sich daher auf die Fahne geschrieben, den Breitbandausbau zu beschleunigen und allgemein als gutes Beispiel voranzugehen. Über einen offiziellen Blogpost (via Gamestar), ließ die Telekom nun durchblicken, wie man das Ziel erreichen will. So setzt man offenbar auf modernste Technik und stellte das Projekt „I.R.I.S.“ (Integrated Road Information System) vor. Dabei handelt es sich um ein Messfahrzeug, welches eine Künstliche Intelligenz nutzt und mithilfe von Kameras, GPS und Laserscannern eine 3D-Umgebungskarte erstellt. Anhand der aufgenommen Daten (bei denen auch Bäume, Gullydeckel etc. mit einbezogen werden) können Baumaßnahmen und die daraus erfolgenden Kosten besser geplant werden. Die Auswertungen werden aber noch einmal von Netzplanern überprüft, da man sich zumindest am Anfang nicht vollkommen auf die Künstliche Intelligenz verlassen will.

Bisher wurde das „I.R.I.S.“-Fahrzeug in der Kleinstadt Bornheim (Nordrhein-Westfalen) ausgiebig getestet und konnte bereits um die 300 Kilometer Straße berechnen. Ob man damit den Ausbau aber wirklich so sehr beschleunigen kann, wie von der Telekom gewünscht, muss sich erst noch beweisen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es aber schon einmal, da Messungen so einfach nebenbei durchgeführt werden können.

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