Es kommt nicht immer auf die reine Größe an, sondern auf die Technik. Das trifft nicht nur auf nächtliche Aktivitäten zu, sondern offenbar auch bei der Art der Internetverbindung. 

All jene, die auf eine Kabelverbindung anstatt auf eine herkömmliche DSL-Verbindung setzen, können sich freuen: Denn wie nun die ComputerBild über einen aktuellen Speedtest herausgefunden hat, ist eine Internetverbindung via Kabel teilweise drei Mal schneller. Dabei untersuchte das Magazin 9,6 Millionen Messungen, bei denen Kabel und DSL von den verschiedensten Anbietern miteinander verglichen wurden. Der schnellste Anbieter war demnach Unitymedia, der mit durchschnittlich 140 Megabit pro Sekunde überzeugen konnte. Dahinter folgte Vodafone Kabel mit 138 Megabit. Die DSL Anschlüsse der Deutschen Telekom konnten dabei nur wenig überzeugen und schafften gerade einmal durchschnittlich 45 Mbits/s. Am schlechtesten schnitt O2 ab, wo sogar nur 34 Mbit/s erreicht wurden. Wenig überraschend wurde auch festgestellt, dass Landbewohner wieder einmal in die Röhre schauen und Stadtbewohner häufig über deutlich schnelleres Internet verfügen. Allerdings gibt es hier eine große Ausnahme. Die Kabelanschlüsse von Unitymedia liefen auf dem Land teilweise schneller als in den Städten.

Internet via Kabel scheint auch hinsichtlich der Maximalgeschwindigkeiten DSL einiges voraus zu haben. Während Nutzer von Kabelanschlüssen bis zu 1.000 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload erreichen können, werden bei DSL (via Super Vectoring) gerade einmal 250 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload erreicht. Die Auswertungen von ComupterBild dürften der Deutschen Telekom wohl nicht sehr gut gefallen, versuchen sie doch ein Vorreiter im Internetausbau zu sein. Erst vor Kurzem wurde stolz bekanntgegeben, dass bereits 30 Millionen Haushalte mit VDSL Vectoring ausgestattet werden konnten.

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