Bei der Vermarktung der neuen Intel®-Hardware spielt das Unternehmen mit unfairen Mitteln. Von fragwürdigen Benchmark-Tests zu verfälschenden Vergleichen. Folien, die von dem Intel®-Partner Connect kamen und unter anderem beim YouTuber AdoredTV landeten, werden stark kritisiert.

Mindfactory
Bei dem Intel®-Partner Connect stellt Intel® seine neuen Prozessoren Großkunden aus der Industrie vor. Die Folien, welche dort gezeigt wurden, sind eigentlich nicht für den Endkonsumenten geeignet. Denn laut Intel® verstehen die meisten ihrer Konsumenten nicht wirklich, was darauf abgebildet ist. Diese Folien sind aber im Internet und bei AdoredTV, einem Youtuber, gelandet. Auf diesen Folien will Intel® zeigen, warum ihre Notebook-Prozessoren der Konkurrenz weit überlegen sind. Dabei werden verschieden Benchmark-Tests bei Spielen gezeigt. Hier stellt Intel® die Behauptung auf, ihre Hardware sei nicht nur besser, sondern auch billiger.

Eine der PowerPoint-Folien sollte zeigen, wie überlegen der Intel® Core i7-10750H gegenüber dem Ryzen 9 4900H ist. Dieser Vergleich wurde von Internet-Usern direkt als vollkommen verfälschend erkannt. Denn die Spiele, die auf ihre durchschnittlichen FPS getestet wurden, wurden auf zwei vollkommen verschiedenen PC-Systemen getestet. Wobei das AMD-System Bottlenecks vor allem in Form einer billigeren Grafikkarte aufweist. Auch waren die Abmessungen und Kühlsysteme verschieden. Diese erste Folie behauptet anhand von Tests an Spielen wie „Hitman 2“ oder „Far Cry 5“, dass Intel® 20 % fähigere und gleichzeitig billigere Prozessoren herstellt.

Andere problematische Folien vergleichen die Aufstellung der Produktreihen, die alle hinken. Oftmals greift Intel® auf SYSMark zurück. Ein Benchmark System von BAPCo, um das es viele Gerüchte gibt:  Es sei ein Ableger von Intel® und bevorzuge deren Hardware. Es gibt keinen Grund, die guten Ergebnisse des Intel®-Laptops anzuzweifeln, der mit einem Intel® Core™ i3-9100F 4C/4T, 4,2 Ghz Prozessor und einer NVIDIA® GTX 1050 GPU bestückt ist. Jedoch ist der Vergleich zu dem AMD-Rechner sehr fragwürdig. Dieser ist lediglich ein Rechner mit einem Ryzen 5 3400G 4C/BT Prozessor und einer Radeon RX Vega 11 GPU gerüstet.

Das scheint eine Marketing Aktion gewesen zu sein, um unwissende Großkunden dazu zu bringen, in Intel® und nicht in AMD zu investieren. Die einfach zu durchschauenden Benchmark-Tests sind eindeutig darauf konzipiert, auf den ersten Blick zu täuschen.

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