Am Donnerstag wurden 20 Gigabyte an vertraulichen Materialen von Intel® veröffentlicht. Darunter finden sich unter anderem technische Daten, Codes, Dokumente und Marketingmaterial. Was sich alles genau in den Daten verbirgt, ist noch nicht zu 100 Prozent klar.

Zwei Sachen voran. Erstens steht NDA für „Non Disclosure Agreement“. Das ist ein Vertrag, der es einem verbietet, bestimmte Informationen zu teilen. In diesem Fall bedeutet das, dass die Daten, die geleakt wurden, eigentlich vertraulich sind. Zweitens wurde Intel® wahrscheinlich nicht gehackt. Die Daten stammen, eigenen Angaben zufolge, von dem hauseigenen Ressource- und Design-Center. Dieses hostet Daten für die Großkunden und Partner von Intel ®. Allerdings geht Intel® davon aus, dass der Leak nur diese Daten beinhaltet. Großkunden und Partner können darauf zugreifen und die Daten für Werbung oder Ähnliches verwenden. Die Art der Leaks, die bisher analysiert wurden, stimmt mit der Aussage von Intel® überein.

MF
Es ist – wie gesagt – noch nicht klar, was alles in den geleakten Datensätzen enthalten ist. Hier sind ein paar der interessanteren Leaks: mehrere Roadmaps und Dokumente, Silicon/FSP Source Code, Intel®-Marketingmaterialien, Templates für InDesign, Schaubilder, Kabylake BIOS Reference Code und Sample Code. Die Leaks zeigen nichts wirklich Brisantes, aber die geleakten Roadmaps könnten in den nächsten Tagen viele Aufschlüsse über die Entwicklungen im Intel®-HQ bringen. Falls sich dort etwas ergibt, werden wir Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Aber die geleakten Marketing-Materialien werden wohl zu einer Zufuhr an gefakten Intel®-Roadmaps und -Ankündigungen führen. Deshalb sind die nächsten großen Intel®-Leaks mit Vorsicht zu genießen.

Intel® forscht noch hinsichtlich der Herkunft der Leaks nach. Die Daten lagen wohl öffentlich auf einem Akamai-Cloud-Server und wurden nur mit sehr schwachen Passwörtern geschützt. Computerbase berichtet von Passwörtern wie „intel123“. Was haltet Ihr von der ganzen Sache?

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