2020 war kein gutes Jahr für Intel®. Apple kündigte die langfristige Kooperation, AMD überholte das Unternehmen auf dem CPU-Markt und tiefsitzende Probleme beim Herstellungsprozess sorgten für verpasste Deadlines. Der Druck, dass sich etwas verändert, scheint zu steigen.

In den letzten Jahrzehnten war Intel® fast immer vorn. Durch eine hauseigene Produktion und Entwicklung sowie zahlreiche Investitionen erhoffte das Unternehmen sich Sicherheit und langfristiges Wachstum. Diese Herangehensweise scheint sich aber nicht ausgezahlt zu haben. Einige der Akquisitionen rentieren sich nicht und im Prozessoren-Bereich gibt es Probleme, die Fertigung von 14 Nanometer, auf 10 Nanometer umzustellen. Vor allem der Kontrast zu den Hauptkonkurrenten AMD, TSMC und Samsung ist auffallend. Denn der Tech-Sektor ist im letzten Jahr rasant gewachsen.

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Nach 2020 forderte das Unternehmen Shareholder auf, sich mit Vorschlägen an Intel® zu wenden. Third Point, ein Hedge-Fond unter der Leitung von Daniel Loeb, kommentierte in einem Brief  die aktuelle Situation. Er hatte Anteile im Wert von einer Milliarde US-Dollar gekauft und fordert weitreichende Veränderungen am Unternehmen. Zum einen will Third Point, dass Intel® die Entwicklung und die Produktion voneinander trennt. Eine Herangehensweise, die sich für AMD ausgezahlt hat. Zum anderen soll die ganze Firmenpolitik überdacht werden. Viele talentierte Chipdesigner und Führungspersonal hätten die Firma verlassen. Und jene, die noch da wären, würden von dem aktuellen Zustand demoralisiert werden. Ebenso beschrieb Loeb viele der Investitionen als gescheitert.

Der Brief argumentiert, dass, falls Intel® seine Herangehensweise nicht überdenkt, Amerika seine Marktmacht in der Halbleiter-Sparte verlieren wird. Das hätte weitreichende Konsequenzen – nicht nur für Intel®, sondern auch für die USA. Die nächsten zwei Jahre werden eine Feuerprobe für das Unternehmen. Wir werden die Situation weiterverfolgen und Euch auf dem Laufenden halten.

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