Stolze fünf Jahre lang verzögert sich nun schon die Serienfertigung von Intels® 10-nm-Prozessoren. Fünf Jahre voller Probleme, die eine Veröffentlichung arg behindern. Nun scheint man aber zumindest einen Grund dafür gefunden zu haben. 

Es sollte eigentlich DER nächste große Sprung im Bereich der Prozessoren werden. Intel® versprach vor fünf Jahren, dass man bei der Weiterentwicklung des Fertigungsprozesses von 14-nm auf 10 übergehen werde. Seit dieser Ankündigung kam aber eine Verzögerung nach der anderen. Als neuen Termin peilt man aktuell „irgendwann 2020“ an. Dabei sollen Ice Lake mit Sunny Cove-Kernen zum Einsatz kommen, welche um die 18 Prozent mehr IPC versprechen. Bis es allerdings soweit ist, bemüht sich Intel® erst einmal weiterhin um Erklärungen. Die neueste kommt dabei von Intel®-CEO Bob Swan, welcher nun während einer Technologie-Konferenz in Aspen (via PCGamesHardware) angab, dass die „aggressive Innovationspolitik“ der Firma schuld sei. Laut Swan habe man demnach immer versucht das Mooresche Gesetz zu übertreffen. Bei diesem versucht man die Transistordichte alle zwei Jahre zu verdoppeln. Bei dem Sprung auf 10-nm wäre dies eine 2,7-fache Verdichtung. Solche Ziele seien aber nur noch schwer einhaltbar. Weswegen man schon jetzt ankündigte, bei dem von Sprung 10-nm auf 7-nm nur auf eine 2-fache Verdichtung zu setzen.

Die 10-nm-Varianten sollen noch dieses Jahr in Kleinserie für den mobilen Markt veröffentlicht werden. Desktop-Nutzer müssen sich demnach noch ein wenig gedulden. 7-nm ist dagegen für 2021 vorgesehen.

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