Es ist nicht gerade unbekannt, dass aus China jede Menge gefälschter Ware bekommt. Davor ist keine Branche sicher und damit auch nicht der CPU-Markt. Doch anscheinend sind die Fälschungen nun so zahlreich geworden, dass Intel® eine offizielle Warnung an die Käufer herausgab.

Gefälschte CPUs sind mittlerweile nicht mehr Mangelware und locken vor allem durch einen Bruchteil des Originalpreises ahnungslose Kunden an. Hauptsächlich wurden diese CPUs über digitale asiatische Märkte vertrieben, doch nun scheint selbst Amazon von betroffen zu sein und muss sich gegen Plagiate erwehren. Waren die Produkte früher mehr als offensichtliche Fälschungen, werden die heutigen CPUs immer passgenauer und damit auch immer gefährlicher für den Markt.

Die Fälscher nutzen modifizierte PCBs, die mit Pinouts daherkommen, die mit denen der achten und neunten Generation der Core-Prozessoren übereinstimmen. Selbst IDs und Seriennummern, die auf den Heatspreadern stehen, stimmen nun überein. Allerdings sind die Heatspreader recht schmucklos und einfach auf dem PCB aufgeklebt, was zumindest optisch einen Hinweis auf eine Fälschung gibt.

MF
Dennoch sind solche Meldungen für Intel® Grund genug, um einzugreifen und eine Warnung auszusprechen. So versucht das Unternehmen unter anderem auch gegen Wiederverkäufer und diverse Ladenbesitzer vorzugehen, die mit solchen Produkten aufgefallen sind. Käufer sind angehalten nur noch über offizielle Kanäle zu kaufen und sollten Privatverkäufer und kleinere Läden möglichst meiden. Allgemein sollte man auch Drittanbieter mit auffällig günstigen Preisen auf Amazon möglichst meiden.
Intel® betonte dabei auch nochmal, dass man gefälschte Ware nicht austauschen werde.

 

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