Einige US-Bundesstaaten haben Google wegen Missbrauchs der Marktmacht verklagt. Die Anklage ist 130 Seiten lang und beinhaltet den Vorwurf, Google hätte jahrelang WhatsApp-Nachrichten mitgelesen. Hier die Details.

Aktuell finden im Amerika viele Prozesse gegen Tech-Giganten statt. Facebook, Apple, Google und Microsoft stehen im Fadenkreuz der Regierung. Bei all diesen Klagen geht es im Grunde um eines: die monopolistische Marktmacht der Großkonzerne zu stoppen. Nun haben mehrere Bundesstaaten Google vor Gericht gebracht.

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Als Facebook 2015 WhatsApp übernahm, unterschrieb das Unternehmen wohl eine exklusive Vereinbarung mit Google. Diese erlaubte den Zugriff auf Ende-zu-Ende verschlüsselte WhatsApp-Nachrichten, Fotos, Videos und Audiodateien von Amerikanern. Durch eine Analyse von internen Firmendokumenten kam diese Praxis ans Licht. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, ist noch unklar. Denn laut Golem ist eine solche Übertragung technisch nicht möglich.

Das ist jedoch nicht der einzige Anklagepunkt der US-Bundesstaaten. Sie werfen Google zudem vor, Header Biddings manipuliert zu haben. Das sind automatisierte Werbeflächen auf Webseiten, um die verschiedene Online-Marktplätze in einer Auktion kämpfen. Google soll seine eigenen Dienste bevorzugt haben, selbst wenn sie weniger bezahlt haben.

Google weist alle Anschuldigungen zurück und beschreibt die Klage als unbegründet. Wenn sich etwas Neues ergibt, werden wir Euch auf dem Laufenden halten.

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