Google ist aufgrund von Marktmachtmissbrauch schon oft von Regierungen angeklagt worden. So zahlte das Unternehmen im Jahr 2018 eine Milliardenstrafe an die EU-Kommission. Nun haben auch die USA eine Klage gegen den Tech-Giganten eingeleitet, dort geht es vor allem um Google als vorinstallierte Suchmaschine auf Android Smartphones.

Wie wir schon berichtet haben, sind die Behörden in den USA gerade dabei, die Marktmacht von Tech-Unternehmen anzugreifen. Die Klage gegen Google dürfte nur der erste Schritt sein. Elf US-Bundesstaaten haben Google verklagt – der Grund ist offiziell die monopolistische Stellung von Google im Markt für Suchmaschinen und Werbung .

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In den USA laufen 80 Prozent der Suchanfragen über Google. Der Grundgedanke ist, dass Verbraucher und Werbetreibende deshalb keine wirkliche Auswahl hätten. Denn die Marktmacht würde automatisch Werbetreibende zu Google ziehen, was dann bedeutet, dass Kunden auch zu Google gehen, da es dort mehr Auswahl gibt. Das ist aber nichts Neues. In der neuen Klage argumentiert das US-Justizministerium, dass Google Milliarden US-Dollar ausgibt, um seine Marktmacht bei Smartphone-Herstellern auszuüben. Dabei geht es darum, dass Googles eigene Suchmaschine auf Smartphones vorinstalliert ist und der Nutzer somit angeblich weniger freie Wahl hat. Google nennt die Klage fehlerhaft und kontert mit dem Argument, dass Menschen Google benutzen, weil sie es wollen und nicht, weil sie keine Alternativen finden.

Gleichzeitig finden Diskussionen statt, ob Google gezwungen werden soll, seinen Browser Chrome zu verkaufen. Es sieht so aus, als ob die USA und die EU gerade am gleichen Strang ziehen, um den Online-Wettbewerb anzukurbeln. Was ist Eure Meinung über die Entwicklung?

 

 

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