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WDS

Was bedeutet WDS?

Das Wireless Distribution System dient dazu, WLAN-Accesspoints zu erweitern und dadurch eine größere Abdeckung zu erreichen. Dies erfolgt ohne eine Kabelverbindung zwischen den Accesspoints. Des Weiteren bietet das WDS verschiedene Betriebsmodi.

Inhaltsverzeichnis

WDS-teaser

Allgemeine Informationen über Wireless Distribution System

Die Erweiterung des WLANs erfolgt mittels WDS, welches eine Verbindung zwischen zwei Accesspoints aufbaut. In der Regel funktioniert dies nur mit Geräten des gleichen Herstellers, weil die Technik zur Implementierung des WDS nicht einheitlich gehandhabt wird.

Die eigentliche Verbindung zwischen den beiden Accesspoints, die als Bridge oder Repeater arbeiten, erfolgt via Funk. Für die Vernetzung untereinander können die Clients entweder die gleichen oder unterschiedlichen Frequenzbänder nutzen. Des Weiteren müssen beide Accesspoints über die gleiche MAC-Adresse zur Koppelung verfügen und die gleiche SSID verwenden. Der Funkkanal und die Modulationsart werden ebenfalls von beiden Accesspoints geteilt.

Im Grunde lassen sich zwei Betriebsmodi des Wireless Distribution Systems unterscheiden: der Bridging-Modus und der Repeating-Modus.

Bei dem Bidging-Modus werden zwei Accesspoints via WLAN direkt miteinander verbunden. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass sich keine weiteren Clients per Funk einwählen können. Im Repeating-Modus wiederum werden ebenfalls alle Accesspoints miteinander gekoppelt. Der Vorteil von dieser Variante ist, dass später trotzdem weitere Clients durch den WDS-Repeater angeschlossen werden können.

Somit fungiert der Bridging-Modus als Punkt-zu-Punkt-Verbindung, während der Repeater-Modus als Punkt-zu-Mehrpunkt-Topologie dient.

Weiterhin lässt sich das Wireless Distribution System durch die Anzahl der verwendeten WLAN-Schnittstellen unterscheiden, dem Single-Radio- und dem Dual-Radio-WDS. Bei ersterem besteht lediglich eine Drahtlos-Schnittstelle, die sowohl für die Anbindung der Accesspoints als auch für die Clients dient. Nachteil dieser Methode ist, dass sich die vorhandene Bandbreite durch die Verwendung von nur einer Schnittstelle halbiert. Um dieser Reduzierung entgegenzuwirken, verwenden einige Produkte MIMO (Multiple Input Multiple Output) oder Beamforming.

Das Dual-Radio-WDS besitzt zwei unabhängige Schnittstellen, wobei eine für die Accesspoints und die andere für die Clients beschlagnahmt wird. Dadurch bleibt die vorhandene Bandbreite unberührt. Das Dual-Radio-WDS ist daher dem Single-Radio-WDS vorzuziehen.

Die Entwicklung des WDS

Erstmals in Erscheinung getreten ist die Bezeichnung Wireless Distribution System für funkbasierte lokale Netzwerke nach IEEE 802.11 im Jahr 1999. In einem kurzen Abstrakt für das Institute of Electrical and Electronics Engineers erklärt Darwin Engwer, dass der Begriff WDS noch nicht klar definiert ist und seine Verwendung bisher zu Verwirrung führt.

Wie wird WDS angewendet?

Ein WDS ergibt Sinn, wenn in großen Wohnungen oder Büroräumen die WLAN-Verbindung nicht überall verfügbar und eine Anbindung mittels Kabel nicht gewünscht ist. Um die Reichweite zu vergrößern, wird ein zweiter Router verwendet, der als Bridge oder Repeater fungiert. Sind beide Geräte miteinander synchronisiert (MAC-Adressen, SSID, Funkkanal, Modulationsart), können verschiedene Clients auf die WLAN-Verbindung zugreifen und, je nach gewählter Einstellung, auf die Inhalte der verbundenen Clients zugreifen. Dabei sollte aber stets bedacht werden, dass die Verbindung einer Schnittstelle die Bandbreite verringert. Daher ist es empfehlenswert den zweiten Router als Repeater zu verwenden.

Quellenangaben

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