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Retina Display

Was bedeutet der Begriff „Retina-Display“?

Retina-Display bedeutet wörtlich übersetzt: Netzhaut-Bildschirm. Die Bezeichnung „Retina“ ist ein Markenbegriff aus dem Hause Apple. Es steht für hochauflösende iPhone-, iPad-, iPod-, iMac- sowie MacBook-Bildschirme. Die Apple-Displays haben eine so hohe Pixeldichte, dass das menschliche Auge nicht mehr in der Lage ist, einzelne Bildpunkte aus einem angemessenen Abstand zu erkennen. Der erforderliche Sichtabstand richtet sich dabei nach dem jeweiligen Gerät. So ist beispielsweise der Betrachtungsabstand bei einem Smartphone-Display geringer als bei einem iMac-Monitor. Die Bildschirmdiagonale ist allerdings auch deutlich kleiner.

Inhaltsverzeichnis

retina-teaser

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Allgemeine Informationen

Technischer Hintergrund des Retina-Displays

Retina-Displays bedienen sich einer grundlegenden Eigenschaft des menschlichen Auges. Es ist mit einem von der Sehkraft abhängigen, begrenzten Auflösungsvermögen ausgestattet. Das bedeutet: Ab einer bestimmten Entfernung kann das Auge den Abstand zwischen zwei Bildpunkten nicht mehr ermitteln. Die Pixel verschmelzen optisch miteinander zu einem Bild. Erreicht ein Bildschirm diesen Punkt, handelt es sich um ein Retina-Display.

Im Allgemeinen gilt folgende Aussage: Umso größer der Bildschirm ist, desto weiter sind Ihre Augen von diesem entfernt. Deshalb ist auch eine geringere Pixeldichte erforderlich, um als Retina-Display bezeichnet werden zu können.

Vorteile des Displays

Bei einem Retina-Display wird die Anzahl der vertikalen und horizontalen Pixel verdoppelt. So hat der Bildschirm viermal so viele Pixel wie Nicht-Retina-Displays. Aus diesem Grund wird vor allem das Schriftbild klarer und übersichtlicher. Das ist besonders bei kleineren Inhalten mit zahlreichen Details von Vorteil.

Geschichte und Entwicklung

Die Bezeichnung eines Retina-Displays wurde erstmals im Jahr 2010 bei der Vorstellung des iPhone 4 verwendet. Das Gerät besaß damals eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln bei einer Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll. Das ergab eine Pixeldichte von 326 ppi (Pixel pro Zoll). Steve Jobs erklärte das Phänomen eines Retina-Displays folgendermaßen: Retina ist ein Bildschirm, der über so viele dicht beieinanderliegende Pixel verfügt, sodass sie für das menschliche Auge in einem Abstand von 12 Zoll nicht wahrnehmbar sind. Der Nutzer sieht also nicht mehr die einzelnen Pixel, sondern das gesamte Bild.

Ab diesem Zeitpunkt produzierte Apple weitere Produkte, die mit einem Retina-Display ausgestattet sind. Apple verwendet für weitere Display-Bezeichnungen Terminologien aus der Video- und Rundfunkbranche. Nach dem Einstiegsmodell „Retina“ folgten Bildschirme im Retina-HD-Format. Dazu zählen alle iPhone-Modelle von iPhone 6 bis einschließlich des iPhone 8 sowie 8 Plus.

Als das iPhone X auf den Markt kam, wurde die Bezeichnung nochmals erweitert. Das iPhone X verfügt mit seinem 5,8-Zoll-Bildschirm und einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixeln über ein Super-Retina-HD-Display. Auch das iPhone XS und XS Max erhielten diese Bildschirm-Bezeichnung.

2018 wurde das iPhone XR mit einem Liquid-Retina-HD-Display vorgestellt. Das Display wurde auf dem LCD-Bildschirm des XR angewendet. Laut Apple ist es der farbgenaueste LCD-Bildschirm, der auf einem Smartphone verbaut ist.

Anwendungsmöglichkeiten

Apple setzt bei einer Vielzahl von iPhones, iPads, iMacs, MacBooks sowie iPods auf ein hochwertiges Retina-Display. Manche Geräte des Herstellers sind jedoch nicht mit der hochauflösenden Display-Variante ausgestattet. Es gibt allerdings auch Produkte mit vergleichbaren Displays von anderen Herstellern, da Apple für seine Retina-Bildschirme keine neuartige Technologie nutzt. Apple hat lediglich die Bezeichnung des Retina-Displays geprägt, weshalb Nutzer ein Retina-Modell mit Apple in Verbindung bringen. Der Hersteller gilt jedoch tatsächlich als Vorreiter für hochauflösende Screens.

Quellen & Weblinks

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