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QWERTZ

Was bedeutet QWERTZ-Tastatur?

Der Begriff QWERTZ-Tastatur beschreibt die Standard-Tastenbelegung deutscher Computer-Tastaturen. Doch auch andere Länder mit lateinischen Lettern nutzen den besonderen Aufbau, die die heutige Zehnfingerschreibweise unterstützt. Der Name kommt nicht von ungefähr: Schauen Sie auf Ihr Keyboard und lesen Sie die ersten sechs Buchstaben von oben links: QWERTZ!

Inhaltsverzeichnis

qwertz-tastatur-teaser

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Allgemeine Informationen

Die QWERTZ-Tastatur verfügt über alle Buchstaben, die wir im deutschen Alphabet finden können. Dem alltäglichen Schreiben steht damit nichts im Wege. Sollten Sie doch einmal Sonderzeichen benötigen, können Sie auf die Sonderzeichen-Funktion zurückgreifen oder beinahe alle möglichen Zeichen mit der Taste Alt und dem Ziffernblock erzeugen. Sie möchten mit kyrillischen Buchstaben oder in einer anderen Sprache schreiben, die nicht die lateinischen Lettern nutzt?

Verwenden Sie hierfür am besten die Bildschirm-Tastatur. Alternativ können Sie auf Ihrer Tastatur auch eigene Tastenkombinationen erstellen oder sie auf eine andere Sprache oder anderes System umstellen. Davon abgesehen wird die QWERTZ-Tastatur auch auf Smartphones und Tablets genutzt. Da die Tastatur dabei jedoch in den meisten Fällen nur imaginär ist, lässt sich die Tastenbelegung hierbei noch einfacher umstellen.

Entwicklung

Im 19. Jahrhundert fand die Festlegung der heutigen Buchstabentasten statt. Der US-amerikanische Zeitungsherausgeber und Drucker Christopher Latham Sholes vertauschte 1868 die Tasten seiner Schreibmaschine und ordnete sie erstmals nicht mehr nach dem Alphabet an. Doch er tat das nicht, um ein flüssigeres Schreiben zu ermöglichen: Er wollte das Problem der sich verhakenden Typenhebel lösen. Wurden nebeneinanderliegende Buchstaben auf der alten Schreibmaschinen-Tastatur schnell nacheinander gedrückt kam es deshalb zu Komplikationen. Er ordnete deshalb die häufigsten Buchstaben der englischen Sprache – E, T, O, A, N und I – in einem Halbkreis an und verteilte das übrige Alphabet in den Zwischenräumen. Häufige Buchstabenkombinationen versuchte er dabei möglichst weit auseinander zu legen.

Die so entstandene Tastaturbelegung entwickelts sich deswegen weder aus dem Wunsch nach einem schnelleren Schreibprozess noch aus ergonomischen Gründen. Wirklich durchsetzen konnte sich die QWERTY-Variante allerdings erst in den 1920er Jahren. Nach und nach passten viele Sprachräume ihre System an und die Anordnung wurde auf den jeweiligen Wortschatz angepasst. So entstand beispielsweise die deutsche QWERTZ-Tastatur – in der im Vergleich zur amerikanischen Z und Y vertauscht sind – und die französische AZERTY. Seit 1994 gibt es sogar eine entsprechende internationale Norm in der eine unverbindliche Empfehlung sowohl für QWERTY– als auch QWERTZ-Tastaturen ausgesprochen wird.

Beispiele der Anwendung

Heutzutage gehört die QWERTZ-Tastatur im deutschsprachigen Raum zum Standard. Alle erwerbbaren deutschsprachigen Tastaturen in Deutschland und Österreich funktionieren nach dem Prinzip, die Schweizer Tastatur besitzt ergänzend dazu noch französische Sonderzeichen. Auch einige andere Sprachen mit lateinischen Buchstaben in Mittel- und Osteuropa nutzen die QWERTZ-Tastatur.

Quellen & Weblinks

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