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FSB

Was bedeutet FSB?

Der Front-Side-Bus ist die Schnittstelle zwischen Prozessor und der Northbridge des Chipsatzes. Die Schnittstelle kann in Form eines Sockels oder eines Slots daherkommen, je nach Prozessor. FSBs verfügen über eine bestimmte Taktfrequenz und Bus-Breite, welche dann für die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen Prozessor und Chipsatz verantwortlich sind. Er überträgt also die Daten in Form von Datenpaketen an den Hauptprozessor, die der Arbeitsspeicher und die Grafikkarte erzeugen. So ist der FSB entscheidend für die erfolgreiche Kommunikation zwischen Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Der FSB hat also Einfluss auf die Arbeitsgeschwindigkeit und Performance des kompletten Systems. Die Taktfrequenz des FSBs kann für die einzelnen Bauteile individuell angepasst werden.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen zu FSB

Der Front-Side-Bus verbindet die Northbridge des Prozessors mit dem Arbeitsspeicher, den verschiedenen Grafiksteckplätzen wie AGP-, PCI– und PCI-Express. Alle weiteren Hardwarekomponenten werden über die Southbridge angebunden. Prozessor und Arbeitsspeicher sollten ideal aufeinander abgestimmt sein, das heißt sie sollten über eine ähnliche Bandbreite verfügen, so dass keine Leistung verschwendet wird. Die feste Taktfrequenz des Front-Side-Bus gibt auch den Takt von Hauptprozessor und Arbeitsspeicher vor. Wenn diese eine höhere Taktfrequenz erzielen möchten, werden Multiplikatoren eingesetzt, so dass Datenpakete schneller bearbeitet werden können. Teiler funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: So kann die Taktfrequenz auf die gewünschte Höhe runtergedrosselt werden. Das bedeutet, dass sie Teiler und Multiplikatoren den FSB besonders flexibel machen. Wenn Sie also für einen Prozessor mit 200 MHz einen Multiplikator von 18x verwenden, erreichen der Prozessor eine neue Taktfrequenz von 3600 MHz. Dieses Übertakten von Hardware-Komponenten nennt man auch Overclocking.

Geschichte und Entwicklung von FSB

Vor dem Einsatz von FSB wurde allgemein ein Systembus für alle Verbindungsleitungen zwischen Prozessor und Chipsatz eingesetzt. Bei diesem handelte es sich je nach Verwendungsgebiet um einen Daten-, Adress- und Steuerbus. Nachteil dieses Systems war, dass sich der Prozessor immer nach dem langsamsten der gekoppelten Geräte richten musste. Der Begriff Front-Side-Bus wurde erstmals in den 1990er Jahren von Intel® verwendet. Seitdem kommen FSBs vor allem auf dem Mainboard von Heimcomputern zum Einsatz. Durch die Aufteilung in North- und Southbridge sowie den Einsatz von FSBs wurde die Geschwindigkeit erhöht.

Anwendungsbeispiele

In der Praxis kommen verschiedene Arten des Front-Side-Bus zum Einsatz. Die klassische Variante ist die bereits oben erwähnte Schnittstelle zwischen Hauptprozessor, Arbeitsspeicher und den AGP-, PCI-, und PCI-Express-Steckplätzen. Bei aktuellen Computersystemen ist die Northbridge in den Hauptprozessor integriert, wodurch sich neue Möglichkeiten eröffnen. So entstand mit dem QPI (QuickPath Connect eine neue Form des Front-Side-Bus, die über eine direkte Punkt-zu-Punkt Verbindung arbeitet.

Es existieren verschiedene Arten von FSBs: die Variante mit 100 MHz wird als FSB200, die mit 133 MHZ als FSB266, die mit 166 MHz als FSB333 und die mit 200 MHz als FSB400 bezeichnet.

Quellen & Weblinks

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