Ask the Gamer

Bildwiederholrate

Was ist eine Bildwiederholrate?

Die Bildwiederholrate, auch Bildwiederholfrequenz genannt, drückt aus, wie viele Bilder vom Endgerät wie Fernseher, Bildschirm oder Beamer pro Sekunde dargestellt werden. Sie wird in Hertz angegeben. Da das menschliche Auge ab 30 Bildern pro Sekunde keine Einzelbilder mehr erkennt, entsteht der Bewegtbild- bzw. Filmeffekt. Je höher die Hertzzahl, desto geringer ist der bekannte Flimmereffekt. Alte Röhrenfernseher mit 50 oder 60 Hertz wurden etwa immer flimmernd wahrgenommen. Bei 100 Hertz werden also 100 Bilder pro Sekunde angezeigt. Wichtig Für ein angenehmes Bild ist jedoch nicht nur die Hertzzahl wichtig, sondern auch, wie sie technisch umgesetzt wird. Nur dann erhalten Sie ein wirklich flüssiges und ruckelfreies Bild. Moderne Fernseher bieten Zahlen von bis zu 600 Hertz.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen über Bildwiederholrate

Die Bildwiederholfrequenz ist also für Monitore besonders relevant. Vor allem beim Gaming ist eine hohe Bildwiederholrate von größter Wichtigkeit. Hierbei müssen der Monitor und die Grafikkarte perfekt zusammenspielen. Dabei kann es jedoch zu Mikrorucklern oder Tearing kommen, wenn die Bildfrequenz der Grafikkarte höher ist als die Bildfrequenz des Monitors. Die einzig zufriedenstellende Lösung für dieses Problem liegt in der Steigerung der Bildwiederholfrequenz des Monitors, so dass sie möglichst an die Bildausgabefrequenz der Grafikkarte angepasst ist.

Bei den meisten Monitoren erhalten Sie eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, wobei neue Monitore meistens auf 144 Hz setzen, was noch einmal augenfreundlicher ist. Zur Verdeutlichung: bei einer Grafikkarte mit 100 FPS (Ausgabe von 100 Bildern pro Sekunde) können mit einem 60 Hz Monitor nur 60 der 100 Bilder angezeigt werden, was zu Rucklern führt. Mit 144 Hz werden hingegen alle Bilder perfekt in Echtzeit ausgeben.

Die Geschichte der Bildwiederholungsrate

100-Hertz-Fernseher mit der entsprechenden Technik existieren bereits seit der Zeit der Bildröhren-Fernseher. Fernsehsender zeigen 50 Bilder pro Sekunde an, was mit steigender Bildgröße zu wenig wurde, weshalb 100-Hertz-Fernseher hinter jedes der 50 Bilder ein neu berechnetes Bild einfügen. Dadurch wird das ausgegebene Bild schärfer und klarer. Dies war vor allem bei Röhrenfernsehern wichtig, da sie jedes Einzelbild sehr kurz anzeigen, was bei nur 50 Bildern pro Sekunde zum bekannten Flimmern führte.

Anwendungsbeispiel der Bildwiederholungsrate

Aktuell werden die Bildwiederholungsraten von Monitoren immer höher geschraubt, so dass auch Frequenzen von 120, 144 oder 240 Hertz keine Seltenheit sind. Die mit Abstand schnellsten Bildwechsel sind mit TN-Panels zu erzielen, weshalb diese für Gamer die erste Wahl sind. Bei Fernsehern reichen zum normalen Serienschauen in der Regel 50 Hz aus, während für Sportübertragungen und Videospiele 100 Hz zu empfehlen sind. Wenn Sie sich für einen 3D-Fernseher entscheiden, sollte dieser 200 Hz bieten.

Quellen & Weblinks

Share