Auch wenn Cloud-Streaming für den Bereich Gaming noch in den Kinderschuhen steckt, sind sich viele Unternehmen einig, dass es die Zukunft des Gamings werden könnte. Doch für eine solche Zukunft braucht man natürlich auch Games. Ein Umstand der für NVIDIA schwierig werden könnte. 

Noch scheint die Technik nicht sonderlich ausgereift zu sein und doch wollen bereits zahlreiche Unternehmen auf den Cloud-Gaming-Markt vordringen. Als Vorreiter gelten hierbei Google mit Stadia, Microsoft mit Project xCloud und seit einiger Zeit nun auch NVIDIA® mit GeForce Now. Keiner davon war wirklich der erste, aber mit GeForce Now hatte man nun zumindest das bisher ausgereifteste Produkt. Allerdings ist NVIDIA® eher für die Hardware und weniger für die Software bzw. Games bekannt und genau das könnte sich nun als schwierig erweisen. Denn wie Google, ist auch NVIDIA® hauptsächlich auf den Erwerb von Lizenzen angewiesen. Hat man diese nicht, müssen Spiele aus dem Store entfernt werden. So wie nun im Fall von Activision Blizzard.

Mindfactory
Wie PCGamesHardware berichtet, wurden NVIDIA® die bisher geltenden Spiellizenzen vom Publisher und Entwickler Activision Blizzard entzogen. Demnach sind Titel wie „Call of Duty“, „World of Warcraft“ oder „Overwatch“ nicht mehr über den Cloud-Dienst verfügbar. Auch weitere Publisher werden sich wohl in Zukunft genau überlegen, bei welchem Anbieter sie ihre Titel sehen wollen. Hier nimmt Cloud-Gaming ähnliche Züge an, wie der Streaming-Markt für Film und Fernsehen. Das könnte bei einem breiten Angebot an Diensten zu einer starken Fragmentierung führen. Unter Umständen könnten sogar größere Publisher, wie etwa Ubisoft oder EA Games, irgendwann einmal ihre eigenen Cloudservices anbieten.

NVIDIA® gab aber kurz nach der Entscheidung schon bekannt, dass man im Kontakt mit Activision Blizzard stehe, um neue Konditionen für die Lizenzen auszuhandeln. Ob die Spiele aber wirklich wieder zurück in die Bibliothek kommen werden, bleibt erst einmal abzuwarten.

Share