Ask the Gamer

Die Gaming-Branche wächst von Jahr zu Jahr. Gerade durch die strengen Maßnahmen der Corona-Pandemie vergnügen sich viele User vor dem heimischen Bildschirm und suchen beim Zocken nach Zerstreuung. Hiervon profitieren vor allem Entwickler und Publisher von Videospielen, aber auch die Hersteller von Konsolen und PC-Komponenten.

Warum nur daddeln und nicht Anteil nehmen am Profit? Die Analysegesellschaft Superdata gab bekannt, dass im Jahr 2020 weltweit 139,9 Milliarden US-Dollar für Videospiele, Livestreams und In-Game-Käufe ausgegeben wurden. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 12 % im Vergleich zu 2019.

Wie umfangreich hierbei der Einfluss der Pandemie ist, zeigt ein Vergleich der Zahlen von Januar und Februar 2020 mit den restlichen 10 Monaten des Vorjahres, in denen weltweit Ausgangssperren, Quarantänemaßnahmen und strikte Kontaktbeschränkungen verhängt wurden. Während die ersten beiden Monate des Jahres 2020 ein Plus von „lediglich“ 6 % verzeichneten, stieg dieses im Verlauf der folgenden Monate auf rund 14 % an.

Die Profiteure des Zuwachses sind glasklar die Entwickler und Hersteller. So konnte beispielsweise Activision Blizzard, obwohl dem Publisher seit 2018 ca. 11 Millionen aktive Gamerinnen und Gamer verloren gegangen sind, einen Quartalsumsatz von 2 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Schätzungen im Vorfeld beliefen sich auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Der überraschende Umsatz spiegelte sich zugleich in der Börse wider. Denn seit Anfang 2020 vermelden die Aktien des Unternehmens ein Plus von fast 60 %.

Und Activision Blizzard ist damit kein Einzelfall. Mit Beginn der Corona-Pandemie stiegen die Wertpapiere von zahlreichen Publishern und Entwicklern. Electronic Arts kann einen Zuwachs von rund 20 % vermelden und Take-Two Interactive fast 40 %. Ähnlich hohe Zahlen erzielen die Konsolenhersteller. Nintendo verbuchte seit 2020 ein Plus von ca. 30 %, während Sony sich über 40 % freuen durfte.

Nahezu 60 % Zuwachs verzeichnet Microsoft®, was jedoch weniger mit den Verkäufen der Xbox X in Zusammenhang steht als mit der in der Pandemiezeit häufig genutzten Konferenz- und Chat-Software Microsoft® Teams. Hersteller von PC-Komponenten und Chipsätzen können sich ebenfalls nicht beschweren. Denn bei AMD stiegen die Aktien um rund 70 %.

Der klare Gewinner unseres Vergleichs ist jedoch NVIDIA®. Mit starken 150 % Plus kommt kein Konkurrent an das Unternehmen heran. Schlecht lief es hingegen für Intel®. Der Chip-Hersteller verzeichnet als Ausnahme der Branche sogar einen leichten Abfall seiner Wertpapiere.

Insgesamt betrachtet, stellen Aktien in der Gaming-Branche zumindest zurzeit ein lukratives Investment dar. Wie lang dieses Hoch anhält, lässt sich nur schwer einschätzen. Denn die Börse reagiert schnell und vor allem sensibel auf kleinste Veränderungen.

Was sagt Ihr zu Gaming-Aktien? Würdet Ihr investieren oder ist Euch der Handel an der Börse zu riskant? Teilt uns Eure Meinung auf Facebook mit.

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