Konkurrenz belebt das Geschäft und führt manchmal zu interessanten Interaktionen zwischen den Herstellern. So konnte es sich dieses Mal Grafikkarten-Marktführer NVIDIA® nicht verkneifen, mit dem Release des Benchmark-Tools FrameView ein wenig gegen AMD zu schießen.

Eigentlich sind AMD und NVIDIA® schon länger direkte Konkurrenten, wenn es um den Grafikkartenmarkt geht. Doch erst mit der Veröffentlichung (und dem Erfolg) von AMDs neuer Ryzen™ 3000er-Reihe und der RX 5700-Serie, wird AMD wieder von seiner Konkurrenz so richtig wahrgenommen. Grund genug für NVIDIA® ein wenig auszuteilen. Der Angriff kam dabei über das neue Benchmark-Tool FrameView.  Das Tool selbst wurde dabei extra für den Launch der GeForce® RTX™ 2060 und 2070 Super veröffentlicht und misst neben den durchschnittlichen FPS auch die 99th-, 95th- und 90th-Percentile-Fps. Zusätzlich lässt sich über das FrameView auch der Stromverbrauch des Chips und der gesamten Grafikkarte einsehen. Und genau bei diesem Punkt stichelt man gegen AMD. In der Beschreibung heißt dann etwa, dass AMD keine wirklichen Werte zum Stromverbrauch herausgibt. Angeblich misst AMD nur den Verbrauch zwischen Chip und Grafikkarte, was die Auswertung verfälscht. Dabei betont das Unternehmen: „Die Energieeffizienz hängt von allen Aspekten eines Grafikkarten-Designs ab, nicht nur der Größe des Produktionsverfahrens, in dem die Chips gebaut wurden.“ Auch an Eigenlob mangelt es nicht, so bieten RTX™-Karten die derzeit effizienteste Architektur an.

Ob AMD sich den Angriff gefallen lässt oder zum Gegenschlag ausholen wird, bleibt erst einmal abzuwarten. Der massive Erfolg der neuen Produkte gibt aber AMD vorerst Recht. Zumal NVIDIA® weiterhin mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat.

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