Gaming ist eine Sache für Jugendliche und junge Erwachsene? Das scheint zumindest nicht auf Deutschland zuzutreffen. Denn wie ein neuer Report nun verrät, ist das Durchschnittsalter der deutschen Gaming-Szene ordentlich angestiegen. 

Die Zahlen stammen dabei aus dem Jahresreport der deutschen Games-Branche 2019 (vom Verband der deutschen Games-Branche). Daraus lässt sich unter anderem entnehmen, dass von knapp 82 Millionen Bürgern, immerhin 34,1 Millionen Gelegenheitsspieler sind. Der wohl interessanteste Aspekt dabei befindet sich in der Aufteilung nach Alter. Demnach ist es nicht die Jugend oder die Gruppe der jungen Erwachsenen, die die meisten Zocker stellen, sondern die alte Generation und Rentner. Demnach spielen knapp 9,9 Millionen Menschen (also ca. 29 Prozent aller Spieler) über 50 Jahre mindestens gelegentlich ein Videospiel.

MF
Damit sind die „Alten“ die mit Abstand größte Zockergruppe in Deutschland. Dahinter folgen mit 5,6 Millionen oder 16 Prozent die 10-19 Jahre alten Spieler. Dabei muss aber auch beachtet werden, dass die letzte Altersgruppe auch die größte Spanne hat. Demnach werden alle ab 50 Jahre mit einbezogen, während man bei den jüngeren Gruppen in Zehn-Jahres-Abständen misst. Zudem muss auch erwähnt werden, dass die Erhebung nicht zwischen Casuals und Hardcorezockern unterscheidet. Einzig eine gewisse Regelmäßigkeit muss vorhanden sein, um in die Statistik mit aufgenommen zu werden. Trotzdem scheint die Statistik für viele überraschend. Gerade wenn man überlegt, dass in Deutschland jeder achte Bürger „Zocker“ und über 50 Jahre alt ist. Aber vielleicht wollen sich die Rentner auch einfach nur jung halten. Schließlich hat erst vor Kurzem eine Studie von kanadischen Forschern erwiesen, dass Zocken als Vorbeugung gegen Demenz dienen kann.

Es gibt in dem Report aber noch weitere Ergebnisse. So ist die Geschlechterverteilung fast ausgeglichen. 48 Prozent der Spieler sind demnach weiblich und 52 Prozent männlich. Der deutsche Gaming Markt ist von 2017 auf 2018 um stolze neun Prozent gewachsen und konnte im vergangenen Jahr 4,367 Milliarden Euro umsetzen. Die Deutschen lieben zudem Ingame-Käufe. So wurden 2018 1,95 Milliarden Euro nur mit digitalen Käufen umgesetzt. Der Löwenanteil (knapp dreiviertel) stammt dabei aber von Käufen über Smartphones und Tablets (App-Käufe).

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