Am 01.01.2021 soll wie länger bekannt, die GEZ-Gebühr von 17.50 Euro auf 18.36 Euro steigen. Nun hat sich die Regierung von Sachsen-Anhalt gegen diese Entscheidung gestemmt. ARD-Chef Tom Buhrow hat Widerstand gegen diese Entscheidung angekündigt. Denn: „Die Leute lieben das, was wir machen“.

Kaum jemand kann sich noch dagegen wehren. Es gibt es wenige Haushalte, die sich vor den nervigen Kosten befreien können. Ein Grund dafür ist die Zahlungsverpflichtung, obwohl nur ein Internetanschluss vorliegt, mit dem öffentlich-rechtliche Inhalte via Internet abgerufen werden könnten. Diese Gebühren sind quasi eine Steuer, mit der viele Ihre Probleme haben. Die Anzahl von Verweigerern steigt wohl rasant an. Ob die Rundfunkgebühren rechtens sind oder nicht ist ein Fass, dass wir hier nicht aufmachen wollen. Das Ziel dieses Berichtes ist es viel mehr, die Sinnhaftigkeit einer Verteuerung statt Verminderung des Beitrages zu hinterfragen. Die Regierung von Sachsen-Anhalt scheint uns da zuzustimmen. Denn die drei stärksten Parteien CDU, AFD und Linke haben allesamt gegen die Erhöhung gestimmt. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, allen voran Buhrow, fühlen sich angegriffen und schießen zurück.

MF
Fernsehen ist ein Medium, dass vornehmlich von der älteren Generation konsumiert wird. Laut Statista ist dies vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Programmen der Fall. So haben Zuschauer des ZDF ein Durchschnittsalter von 60 Jahren und von der ARD von 59 Jahren. Im Moment gibt es auf jeden Fall noch genug Zuschauer. Bundesweite News sind wichtig für die politische Meinungsbildung. Aber ob Menschen in 30 Jahren noch Fernsehen gucken und dies als einzige Quelle nutzen, darf bezweifelt werden. Der digitale Wandel hat den Medienkonsum grundlegend verändert. Die meisten jüngeren Menschen konsumieren Ihre News und Medien im Internet. Die ARD gibt eigenen Angaben zufolge jeweils 3 Cent von den momentanen 17.50 Euro für digitale Programme aus. Eine Zahl, die lächerlich klein erscheint, wenn man überlegt, wie hinterher Deutschland im digitalen Wandel ist. Schauen wir uns nur Internetgeschwindigkeit, Hotspots oder Handyempfang an.

Buhrow argumentiert dagegen und meint, dass alle Produkte der öffentlich-rechtlichen Sender gut sind und Leute sie lieben. Er geht sogar so weit, dass er eine Verfassungsbeschwerde in Betracht zieht. Vor allem die Corona-Krise zeige, wie wichtig die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten seien. Jetzt nun die Gebühr anzuziehen ist – unserer Meinung nach – Investition in eine veraltete Welt. Jedem steht es frei auszuwählen, was er oder sie sich anschaut und staatliche Medien zu nutzen. Aber die Notwendigkeit, dass die breite Masse der Bevölkerung für den Tatort oder für Fußball-Übertragungen bezahlen muss, ist nicht nachvollziehbar.

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