Früher haben PC-Only-Nutzer den Konsolenkrieg immer belächelt, doch heute wird ein eben genauso polarisierender Kleinkrieg auf ihrer Plattform ausgetragen. Die beiden Kontrahenten: Steam und der Epic Games Store. Und Epic attackiert munter weiter.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Epic mit seinem Epic Games Store nicht gerade beliebt unter den PC-Gamern ist. Zu aggressiv gilt einfach ihre Politik, was die Exklusivrechte an Spielen angeht. Das ging schließlich sogar soweit, dass Epic sich „Shenmue 3“ schnappte. Ein Spiel, das von Spielern mitfinanziert wurde und eigentlich für Valves Plattform Steam vorgesehen war. Nun meldete sich Epics CEO Tim Sweeney über Twitter zu Wort und deutete an, dass man damit nicht aufhören werde. Seiner Meinung nach seien Exclusives die einzige Möglichkeit, um gegen den Giganten Steam überhaupt eine Chance zu haben. Keine besondere Funktion des Epic Games Stores hätte je etwas gegen den großen Konkurrenten ausrichten können und so entschied man sich direkt auf die Spiele zu setzen. Damit die Strategie aber Erfolg haben konnte, musste man äußerst aggressiv vorgehen und auch einige Kontroversen in Kauf nehmen.

Zu einem gewissen Maß hat Sweeney durchaus Recht. Steam galt lange Zeit als unantastbar im PC-Bereich und konnte sich durch seine Monopolstellung quasi alles erlauben. Andere Plattformen wie GOG konnten trotz guter Ideen und Ansätze nichts daran ändern. Am Ende kann aber nur die Zeit sagen, ob Epic mit ihrem Store wirklich Erfolg haben werden, gilt er bis dato als noch ziemlich funktionsarm und unausgereift.

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