Welches Unternehmen ist das schlimmste im gesamten Gaming-Bereich? Nun, es gibt zwar sicherlich einige zur Auswahl, aber den meisten wird wohl EA als Erstes in den Sinn kommen. Und genau mit dieser Wahrnehmung hat die Firma so ihre Probleme.

Loot-Boxen, die jetzt „Surprise Mechanics“ heißen. Schließung von beliebten Entwicklerstudios. Live-Service als Hauptfokus für neuere Spiele. Die Liste an Dingen, mit denen sich EA in den letzten Jahren ganz schön unbeliebt gemacht hat, könnte noch ewig fortgesetzt werden. Da verwundert es kaum, dass das Unternehmen regelmäßig zur „schlimmsten Firma der Welt“ gekürt wurde. Und genau mit dieser öffentlichen Wahrnehmung hat EAs EVP of Strategic Growth, Matt Bilbey, große Probleme. In einem Interview mit GamesIndustry verriet Bilbey, dass man nicht viel davon hält, der „Bad Guy der Gaming-Industrie“ zu sein. Schließlich liebe man es Spiele zu entwickeln und auch zu selbst zu spielen. Allerdings sehen alle immer nur die Fehler von EA, da das Unternehmen so groß sei und damit jeder Fehler ein gewisses Ausmaß mit sich bringt. Er gestand aber auch, dass es ein Problem der Firma sei, dass man häufig nur versuche ein Konzept „so groß wie möglich“ zu machen, um der Firma gerecht werden zu können. Genau deswegen hatte man aber das „EA Originals“ – Programm ins Leben gerufen. So unterstütze man nicht nur den kleineren Markt und könne neue Ideen austesten, sondern könne auch in einen direkten Kontakt mit den Entwicklern und den Gamern treten. Allerdings wird dieser Part kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Zugegeben, das „EA Originals“ – Programm hat einige gute Titel hervorgebracht und auch die Indie-Entwickler loben regelmäßig die Zusammenarbeit mit EA. Allerdings wird wohl jede noch so gute Tat die unbeliebten Entscheidungen der Firma nicht einfach so aus der Welt schaffen können.

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