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Die Steuererklärung online einreichen

© Zerbor - Fotolia.com

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Die Steuererklärung ist für die meisten Laien nichts, mit dem sie sich gerne beschäftigen. Doch einmal im Jahr muss es sein. Oder zumindest lohnt es sich für viele, eine Steuer-erklärung abzugeben. Mit dem Übergang zur elektronischen Steuererklärung, kurz ELSTER, war die Hoffnung groß, dass nun alles leichter würde. Wir verraten die Vor- und Nachteile und zeigen, was bei der Online-Steuer-erklärung zu beachten ist.

Pro und Kontra ELSTER

Mit ELSTER können nicht nur Privathaushalte ihre Einkommensteuererklärung machen, sondern das Programm unterstützt auch:

  • die Umsatzsteuererklärung
  • die Umsatzsteuer-Voranmeldung
  • die Gewerbesteuererklärung
  • Lohnsteuer-Anmeldung
  • die Lohnsteuerbescheinigung
  • die Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Bevor mit dem Ausfüllen der Formulare begonnen werden kann, müsst ihr euch jedoch zuerst registrieren. Dazu erhaltet ihr zum einen per Mail einen Zugangscode, zum anderen weitere Logindaten per Post nach Hause. Das heißt, es kann nicht sofort losgehen. Einige Tage Geduld sind gefragt.

Daten, die dem Finanzamt vorliegen oder vom Arbeitgeber eingereicht werden, müssen nicht mehr vom Steuerzahler eingetragen werden. Dennoch kann dieser bei Fehlern verantwortlich gemacht werden, sodass eine Überprüfung dieser Daten sinnvoll ist.

Beim Ausfüllen am PC sind viele vielleicht schneller als auf dem Papier und es entstehen weniger Übertragungsfehler. Ansonsten bietet sich aber kein großer Vorteil. Wer erwartet, mehr Hinweise und Erklärungen zu erhalten und dadurch besser zurechtzukommen, liegt falsch. Manchen mag die etwas unübersichtliche Navigation sogar noch mehr verwirren.

Praktisch ist jedoch, dass die Steuererklärung am Ende nicht mehr ausgedruckt und per Post eingeschickt werden muss, sondern übers Internet direkt ans Finanzamt gesendet werden kann. Dazu ist allerdings eine elektronische Unterschrift nötig. Ohne diese werden eure Daten zwar ans Finanzamt übertragen, ihr müsst aber eine komprimierte unterschriebene Papierversion dennoch per Post einschicken. Für die elektronische Unterschrift gibt es 3 Versionen:

  • Das Basis-Programm ist kostenlos, kann jedoch nur von einem bestimmten PC aus verwendet werden.
  • Fürs ELSTER-Spezial muss ein besonderer Stick erworben werden. Er bietet höhere Sicherheit und mehr Flexibilität bei der Wahl des PCs oder Mobilgeräts.
  • Für die Plus-Variante sind sogar eine spezielle Signaturkarte und ein Chipkarten-Lesegerät vonnöten. Dafür bekommt ihr aber direkten Einblick in eure Steuerkonten.

Nützliche Softwareprogramme

Ein großer Nachteil von ELSTER ist, dass es keinerlei Tipps zum Steuersparen macht. Deshalb gibt es auch ein großes Angebot weiterer Steuersoftwareprogramme, die diese Lücke füllen. Dazu gehören beispielsweise die Programme folgender Anbieter:

  • WISO
  • Lexware
  • Akademische Arbeitsgemeinschaft
  • Wolters Kluwer

Mit der geeigneten Schnittstelle zu ELSTER können alle Angaben nach der Fertigstellung auch mit diesen Programmen unkompliziert ans Finanzamt gesendet werden. Wollt ihr auf dem neuesten Stand sein, solltet ihr jedes Jahr die aktuelle Edition kaufen. Diese kostet ca. zwischen 13 und 40 Euro und kann von der Steuer abgesetzt werden.

Derartige Software ist häufig sehr benutzerfreundlich, bietet zusätzliche Begleitliteratur und multimediale Aufbereitung. Oft wird die zu erwartende Steuerersparnis sehr präzise vorausberechnet. Einige Programme sind jedoch zum Beispiel für Selbstständige, kompliziertere Steuerfälle oder Mac-Nutzer dennoch nicht geeignet.

Die Firma Lexware bietet gleich 3 verschiedene Softwaremodelle an. Mit Smartsteuer könnt ihr zunächst unkompliziert berechnen, wie viele Steuern ihr euch bei Abgabe der Steuererklärung spart. Zahlen müsst ihr erst, wenn ihr diese auch tatsächlich abschickt. Die QuickSteuer ist eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, bei der alle Eingaben noch einmal überprüft werden. Die teuerste Steuersoftware hält noch mehr Spartricks bereit und kann noch weiter differenziert werden. Es gibt sie speziell für Rentner, Studenten und Vermieter. So ausgestattet wird die Steuererklärung in diesem Jahr vielleicht doch etwas einfacher als bisher.

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